Transparente Verschlüsselung für Cloud-Dienste

Wenn man Daten in die Dropbox schiebt oder bei anderen Cloud-Diensten hinterlegt, so geschieht dies in der Regel unverschlüsselt. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Anbieter einen vollen Zugriff auf die eigenen Daten hat. Abhilfe schaffen hier Programme welche den Inhalt auf der Seite des Clients verschlüsseln. Eine dieser Lösungen ist Cryptomator.

Cryptomator in Aktion

Mit dem Cryptomator wird ein Tresor in dem Cloud-Dienst der Wahl, wie z.B. Dropbox angelegt und mit einem Passwort gesichert. Die App erstellt nach dem Entsperren des Tresors ein neues Laufwerk, in welchem die Daten als Klartext vorliegen. Mit diesem Laufwerk kann anschließend gearbeitet werden. Über das Passwort bzw. daraus abgeleitete Schlüssel, werden die Dateien und Ordner verschlüsselt. Neben Applikationen für Linux, macOS und Windows, existieren ebenfalls Apps für iOS und Android.

Cryptomator
Preis: 4,99 €
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Auf der offiziellen Webseite wird detailliert über das Sicherheitskonzept informiert. Der Quelltext des Cryptomator ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Projekt unter der GPL in Version 3 und damit freie Software.

libGDX; Multiplattform-Game-Engine für Java

Für ein kleineres Projekt war ich auf der Suche nach einer Game-Engine für Java. Empfohlen wurde mir schlussendlich libGDX. Dabei handelt es sich um eine Game-Engine welche ursprünglich für Android entwickelt wurde. Mario Zechner, der ursprüngliche Entwickler der Engine, baute allerdings nach relativ kurzer Zeit eine Unterstützung für Desktopsysteme ein. Mittlerweile werden als Zielsysteme Linux, macOS, Windows, Android, iOS und der Webbrowser unterstützt.

Ein kleines Projekt in libGDX, nach ein paar Stunden Entwicklungszeit

libGDX eignet sich für 2D- als auch 3D-Spiele und ist relativ einfach strukturiert, so dass man in wenigen Stunden von einer Idee zu einem Ergebnis kommen kann. Die seit mittlerweile 2009 in der Entwicklung befindliche Engine wurde 2010 erstmalig veröffentlicht und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt. Technisch basiert die Engine neben Java auf OpenGL, welches zum Rendering der Spieleszenen genutzt wird.

Die Liste der implementierten Features von libGDX ist lang. So wird Audio ebenso unterstützt wie die abstrakte Behandlung von Eingabegeräten, so das ein Spiel auf Touchscreen ebenso läuft wie auf gewöhnlichen Rechnern. Im Bereich der Grafik werden Partikelsyssteme, die Nutzung von Tile-Maps (mit einer nativen Unterstützung des TMX-Dateiformates) und vieles mehr unterstützt. Der Entwickler nutzt dazu die entsprechenden High-Level-APIs und muss sich nicht mit der konkreten Implementierung herumschlagen. Daneben existieren entsprechende Hilfs- bzw. Datenklassen, welche die verwendete Mathematik wie Matrizen, Vektoren und ähnliches abdeckt.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=hA2e3xIuNlk

Neben den im Kern vorhandenen Features, existiert ebenfalls eine Unterstützung für zusätzliche Module, so können unter anderem Box2D und das Entity-System Ashley als zusätzliche Module eingebunden werden.

Die offizielle Seite des Projektes ist unter libgdx.badlogicgames.com zu finden. Neben der spartanischen Dokumentation auf der offiziellen Webseite, ist die Wiki des GitHub-Projektes ein guter Einstiegspunkt für den Start mit libGDX. Der Quelltext der Engine ist ebenfalls auf GitHub zu finden. Die Engine ist unter der Apache License in Version 2 lizenziert und somit freie Software.

Joplin mit Nextcloud-Unterstützung erschienen

Seit einigen Stunden ist die Version 0.10.51 der freien Evernote-Alternative Joplin erschienen. Die große Neuerung dieser Version ist die Unterstützung der Synchronisation zu Nextcloud. Dazu muss die WebDAV-URL der jeweiligen Nextcloud-Instanz eingetragen werden. Die URL entspricht dem Schema:

https://example.com/remote.php/webdav/Joplin

Nach dem webdav/ wird der Ordner spezifiziert. Anschließend kann die Synchronisation gestartet werden.

Die Einstellungen unter Windows

Das Feature selbst ist zur Zeit noch als Beta gekennzeichnet, läuft aber nach Aussage des Entwicklers bereits stabil. Das Update für die iOS wird demnächst nachgereicht. Heruntergeladen werden können die Versionen für Linux, macOS, Windows und Android über die offizielle Seite des Projektes. Auf dieser finden sich auch weiterführende Informationen zur Synchronisierung über Nextcloud.

Joplin mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung erschienen

Vor einigen Tagen stelle ich mit Joplin eine freie Evernote-Alternative vor. Joplin befindet sich in in aktiver Entwicklung und so schaffte es die letzten Tage ein Feature mit dem Titel E2EE, was für End-To-End Encryption steht, in die Anwendung. Damit ist eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Notizen gemeint. Das bedeutet, dass die Notizen nur noch auf den jeweiligen Endgeräten entschlüsselt werden können. Beginnend mit Version 0.10.41 wird dies unterstützt; auch wenn das ganze im Moment noch als Beta deklariert ist.

Die Einstellungen zur Verschlüsselung in der iOS-App

Unter iOS und Android funktioniert die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung noch nicht. Hier existierte noch ein Bug, welcher dafür sorgte, das man das Passwort nicht eingeben konnte. Mittlerweile wurde dieser Fehler behoben und ab dem Release 0.10.42 sollte die Verschlüsselung auf den mobilen Plattformen ebenfalls funktionieren. Joplin kann über die offizielle Projektseite bezogen werden.

Freie Alternative(n) für Evernote

Evernote ist eine praktische Anwendung. Mit ihr können Notizen gespeichert und verwaltet werden. Leider verlangt Evernote mittlerweile happige Preise für seine Premium-Funktionalitäten. Aus meiner Sicht ist dies allerdings das kleinere Problem. Viel schwerer wiegt, das die eigenen Daten einer amerikanischen Firma anvertraut werden müssen. Neben den proprietären Alternativen wie z.B. OneNote von Microsoft, gibt es mittlerweile einige freie Alternativen. Bevor man sich nach einer Alternative umschaut, sollte man erst einmal schauen welche essentiellen Features Evernote bietet. Kurz zusammengefasst sind die wichtigsten Features die Synchronisation über verschiedenen Geräte, der Web-Clipper, die Offline-Funktionalität und die OCR-Erkennung für PDF, Bilder und ähnliches. Wie wichtig jedes dieser Features ist bleibt der eigenen Gewichtung überlassen.

Mir persönlich wäre eine Lösung auf Basis von Nextcloud am liebsten. Als Notizanwendung auf Markdown-Basis bietet sich die Nextcloud App Notes an. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine rudimentäre Lösung. Mehr in die Richtung Evernote gehen die Lösungen ownNotes bzw. dessen Fork NextNote. Leider scheint bei diesen beiden Projekten keine Weiterentwicklung mehr stattzufinden bzw. diese sehr träge zu verlaufen.

Neben auf ownCloud bzw. Nextcloud basierenden Lösungen, gibt es eine Reihe von Standalone-Lösungen. Zu nennen wären hier unter anderem Paperworks, Permanote, Laverna, TagSpaces, Nemex, Brainstorm und OpenNote.

Die Login-Seite von wallabag

Vielen diesen Lösungen werden entweder nicht mehr weiterentwickelt oder lassen nicht wirklich das Evernote-Feeling aufkommen. Daneben gibt es Lösungen welche sich für bestimmte Aspekte von Evernote als Ersatz eignen. Ein Beispiel dafür ist wallabag, welches sich als Read-It-Later-Lösung versteht und zur Archivierung von Webseiten genutzt werden kann.

Eine Lösung welche in letzter Zeit verstärkt in den Fokus gerät ist Joplin, die vom gleichen Entwickler wie eine hier vor längerer Zeit vorgestellte Backuplösung ist. Joplin versteht sich als Alternative zu Evernote und setzt voll und ganz auf Markdown. Das bedeutet allerdings nicht das man keine Bilder oder andere Anhänge zu einem Projekt hinzufügen kann; dies ist problemlos möglich.

Joplin unter macOS

Für Joplin existieren Clients für macOS, Linux und Windows. Für die mobilen Plattformen existieren Apps für iOS und Android.

Joplin
Preis: Kostenlos
Joplin
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Als Backend unterstützt Joplin, das Dateisystem und eine Synchronisation zu OneDrive. An einer Unterstützung für Nextcloud und Dropbox wird gearbeitet. Laut dem Entwickler, wird diese nach der Beseitigung eines speziellen React Native Bugs implementiert:

Currently, synchronisation is possible with OneDrive (by default) or the local filesystem. A NextCloud driver, and a Dropbox one will also be available once this React Native bug is fixed. When syncing with OneDrive, Joplin creates a sub-directory in OneDrive, in /Apps/Joplin and read/write the notes and notebooks from it. The application does not have access to anything outside this directory.

Durch die geplante Nextcloud-Unterstützung ist es möglich die Synchronisierung auf dem eigenen Server zu nutzen; die eigenen Daten bleiben somit geschützt. Joplin hat mittlerweile die Betaphase verlassen und kann produktiv genutzt werden. Für einen Umstieg von Evernote auf Joplin existiert in der Anwendung eine Importfunktion um die enex-Dateien, welche beim Export aus Evernote erzeugt werden, zu importieren. Der Quelltext ist auf GitHub zu finden und unter der MIT-Lizenz lizenziert. Daneben gibt es eine offizielle Projektseite.