In den letzten Wochen beschäftigte ich mich mit unterschiedlichen Mikrocontrollern und Geräten auf Basis des ESP32. Dabei stieß ich auf die Produkte des chinesischen Herstellers M5Stack.
Bei M5Stack handelt es sich nicht nur um einen Hersteller einzelner Entwicklungsboards, sondern um ein relativ umfangreiches Ökosystem. Angeboten werden unterschiedliche Mikrocontroller, Displays, Sensoren und Erweiterungsmodule. Interessant sind hierbei vor allem die Geräte, welche bereits mit Display, Gehäuse, Tasten und je nach Modell einem Akku ausgestattet sind.
Interessant ist das System vor allem dann, wenn nicht die Entwicklung der Hardware selbst im Vordergrund steht. Für ein klassisches Mikrocontrollerprojekt müssen neben dem Mikrocontroller meist Display, Stromversorgung und Bedienelemente ausgewählt und miteinander verbunden werden. Hier kann hingegen gleich mit fertiger Hardware gestartet werden, welche trotzdem über entsprechende Schnittstellen erweitert werden kann.
Das Angebot selbst ist mittlerweile relativ unübersichtlich geworden und besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Produktfamilien. Dazu gehören unter anderem die Core-, Stick-, Atom-, Stamp- und Paper-Geräte.
Für die Programmierung stellt M5Stack mit UIFlow eine eigene Entwicklungsumgebung zur Verfügung. Daneben können die Geräte unter anderem über das Arduino- und Espressif-Ökosystem programmiert werden. Da viele der Geräte auf Mikrocontrollern von Espressif basieren, ist daneben die Entwicklung mit Rust interessant. Für den ESP32 existiert mittlerweile eine entsprechende Rust-Unterstützung. Bei spezielleren Komponenten der M5Stack-Geräte kann es allerdings notwendig sein, entsprechende Treiber oder Abstraktionen selbst zu implementieren.
In Deutschland können die Geräte z. B. über BerryBase bezogen werden, auch wenn viele Geräte im Moment schnell ausverkauft sind.



