PHP2Shell-Mitigation unter Ubuntu anwenden

Mit PHP2Shell wurden zwei kritische Sicherheitslücken in PHP bekannt, welche unter den Kennungen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 geführt werden. Sie ermöglichen unter bestimmten Bedingungen die Ausführung beliebigen Codes auf betroffenen Servern.

Canonical hat entsprechende Sicherheitsupdates für Ubuntu veröffentlicht. Um die Sicherheitslücken zu schließen, sollte das System aktualisiert werden:

apt update
apt upgrade

Alternativ kann die Aktualisierung gezielt über den Ubuntu-Pro-Client angestoßen werden:

pro fix USN-8948-1

Ob die beiden Sicherheitslücken bereits geschlossen sind, lässt sich mit folgenden Kommandos einzeln überprüfen:

pro fix --dry-run CVE-2026-109618
pro fix --dry-run CVE-2026-109619

Dabei ist auf die konkrete Ausgabe zu achten. Da der Dry-Run auch eine erfolgreiche Aktualisierung simuliert, bedeutet eine Meldung über eine behobene Sicherheitslücke nicht zwangsläufig, dass das Update bereits installiert wurde. Eine entsprechende Bestätigung liefert die Meldung:

The update is already installed.

Über den Ubuntu-Sicherheitshinweis von Canonical lassen sich beide Sicherheitslücken auch gemeinsam überprüfen:

pro fix --dry-run USN-8948-1

Die Ausgabe des Kommandos gibt entsprechende Auskunft:

USN-8948-1: PHP vulnerabilities
Associated CVEs:
 - https://ubuntu.com/security/CVE-2026-109618
 - https://ubuntu.com/security/CVE-2026-109619

Fixing requested USN-8948-1
1 affected source package is installed: php8.5
(1/1) php8.5:
A fix is available in Ubuntu standard updates.
The update is already installed.

✔ USN-8948-1 is resolved.

Nach dem Update müssen die betroffenen PHP-Dienste gegebenenfalls neu gestartet werden, damit die aktualisierten Versionen verwendet werden.

Passende Sprachmodelle für die eigene Hardware finden

Wer Sprachmodelle lokal ausführen möchte, steht zunächst vor der Frage, welche Modelle auf der vorhandenen Hardware sinnvoll genutzt werden können. Neben der Größe des Modells spielen hierbei der verfügbare Speicher und die gewünschte Kontextgröße eine Rolle. Das Werkzeug llmfit hilft dabei, passende Modelle für den eigenen Rechner zu finden.

Die interaktive Oberfläche von llmfit

Dazu erkennt llmfit unter anderem den Prozessor, den Arbeitsspeicher sowie vorhandene Grafikkarten und deren Speicher. Auch der gemeinsam genutzte Speicher von Apple-Silicon-Systemen wird berücksichtigt. Auf dieser Grundlage bewertet das Werkzeug die Modelle aus seinem Katalog nach Speicherbedarf, geschätzter Geschwindigkeit, Qualität und Kontextgröße. Daneben wird eine passende Quantisierung ermittelt, bei welcher die Modellgewichte mit geringerer Genauigkeit gespeichert werden, um den Speicherbedarf zu reduzieren. Alternativ können auch andere Rechnerkonfigurationen hinterlegt werden.

Unter macOS kann llmfit über Homebrew installiert werden:

brew install llmfit

Nach der Installation kann das Werkzeug mittels:

llmfit

gestartet werden. Damit öffnet sich eine interaktive Oberfläche im Terminal. Im oberen Bereich werden die erkannten Hardwaredaten dargestellt. Darunter befindet sich eine Tabelle mit den bewerteten Modellen, einschließlich der geschätzten Geschwindigkeit in Tokens pro Sekunde und der empfohlenen Quantisierung. Für eine einfache tabellarische Ausgabe kann alternativ:

llmfit fit

genutzt werden. Empfehlungen lassen sich außerdem nach ihrem Einsatzzweck filtern. Wer beispielsweise ein Modell für die Softwareentwicklung sucht, kann die Ergebnisse als JSON ausgeben lassen:

llmfit recommend --json --use-case coding --limit 3

Die Geschwindigkeitsangaben sollten zunächst als Schätzungen verstanden werden. Für eine Messung über eine bereits laufende lokale Laufzeitumgebung, beispielsweise Ollama, steht das Subkommando:

llmfit bench

zur Verfügung. Damit kann die Einschätzung durch Messwerte auf dem eigenen Rechner ergänzt werden. Der Quelltext von llmfit ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Werkzeug unter der MIT-Lizenz und damit freie Software.

Fallout 1 und 2 unter macOS spielen

Die ersten beiden Fallout-Spiele lassen sich dank der Fallout Community Edition und der Fallout 2 Community Edition auch auf aktuellen Macs spielen. Dabei handelt es sich um Neuimplementierungen der ursprünglichen Spielengines, welche nativ auf Intel-Macs und Macs mit Apple Silicon laufen. Die Spieldaten der Originalspiele werden allerdings weiterhin benötigt.

Um die Einrichtung zu vereinfachen, habe ich zwei Installationsskripte geschrieben. Diese extrahieren die benötigten Daten aus den GOG-Offline-Installern, laden die aktuelle macOS-Version der jeweiligen Community Edition herunter und erstellen die passende Konfiguration. Anschließend wird das Spiel direkt gestartet.

Für Fallout 1 werden diese Dateien aus dem GOG-Offline-Installern erwartet:

setup_fallout_1.2_(27130).exe
setup_fallout_1.2_(27130)-1.bin

Für Fallout 2 sind es:

setup_fallout_2_1.02_gog_v1_(77792).exe
setup_fallout_2_1.02_gog_v1_(77792)-1.bin

Liegen die Skripte und Installationsdateien beispielsweise im Ordner Fallout innerhalb des Benutzerverzeichnisses, wird im Terminal zunächst in diesen gewechselt:

cd ~/Fallout
chmod +x install-fallout-1.sh install-fallout-2.sh

Anschließend kann Fallout 1 mit:

./install-fallout-1.sh

installiert werden. Für Fallout 2 lautet der entsprechende Aufruf:

./install-fallout-2.sh

Die Installation erfolgt unter /Applications/Fallout beziehungsweise /Applications/Fallout 2. Für diese Verzeichnisse und das Verzeichnis der Skripte müssen Schreibrechte vorhanden sein. Die Disk-Images der Community Editions werden automatisch heruntergeladen und eingebunden; ein manueller Download ist nicht notwendig.

Nach der Installation lassen sich die Spiele jederzeit über den Finder starten. Die Anwendungen heißen Fallout Community Edition.app und Fallout II Community Edition.app und befinden sich in den jeweiligen Installationsverzeichnissen. Die Installationsskripte stehen unter der MIT-Lizenz. Der Quelltext und die ausführliche Anleitung sind im GitHub-Repository zu finden.

M5Stack

In den letzten Wochen beschäftigte ich mich mit unterschiedlichen Mikrocontrollern und Geräten auf Basis des ESP32. Dabei stieß ich auf die Produkte des chinesischen Herstellers M5Stack.

Die Stick S3 von M5Stack

Bei M5Stack handelt es sich nicht nur um einen Hersteller einzelner Entwicklungsboards, sondern um ein relativ umfangreiches Ökosystem. Angeboten werden unterschiedliche Mikrocontroller, Displays, Sensoren und Erweiterungsmodule. Interessant sind hierbei vor allem die Geräte, welche bereits mit Display, Gehäuse, Tasten und je nach Modell einem Akku ausgestattet sind.

Interessant ist das System vor allem dann, wenn nicht die Entwicklung der Hardware selbst im Vordergrund steht. Für ein klassisches Mikrocontrollerprojekt müssen neben dem Mikrocontroller meist Display, Stromversorgung und Bedienelemente ausgewählt und miteinander verbunden werden. Hier kann hingegen gleich mit fertiger Hardware gestartet werden, welche trotzdem über entsprechende Schnittstellen erweitert werden kann.

Die Stopwatch von M5Stack

Das Angebot selbst ist mittlerweile relativ unübersichtlich geworden und besteht aus einer Reihe unterschiedlicher Produktfamilien. Dazu gehören unter anderem die Core-, Stick-, Atom-, Stamp- und Paper-Geräte.

Für die Programmierung stellt M5Stack mit UIFlow eine eigene Entwicklungsumgebung zur Verfügung. Daneben können die Geräte unter anderem über das Arduino- und Espressif-Ökosystem programmiert werden. Da viele der Geräte auf Mikrocontrollern von Espressif basieren, ist daneben die Entwicklung mit Rust interessant. Für den ESP32 existiert mittlerweile eine entsprechende Rust-Unterstützung. Bei spezielleren Komponenten der M5Stack-Geräte kann es allerdings notwendig sein, entsprechende Treiber oder Abstraktionen selbst zu implementieren.

In Deutschland können die Geräte z. B. über BerryBase bezogen werden, auch wenn viele Geräte im Moment schnell ausverkauft sind.

Spieleerinnerungen #8

In dieser Episode von Deus ex machina rede ich mit Felix wieder über Spiele, die uns im Gedächtnis geblieben sind und uns nachhaltig beeinflusst haben. Konkret geht es diesmal um Fallout 1 und 2, Kerbal Space Program und The Final Station.

Falls noch nicht geschehen, könnt ihr Deus ex machina in eurem Podcatcher abonnieren oder eine Bewertung auf Apple Podcasts hinterlassen. Daneben ist die Unterstützung über Tone H möglich.