iCloud-Daten sichern

Eine Cloud ist eine schöne Sache, solange sie funktioniert und verfügbar ist. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass Dienste wie iCloud in erster Linie der Synchronisation dienen und eine solche Synchronisation kein Backup ersetzt. Auch das der Zugriff auf eine Cloud eingeschränkt wird, ist kein realitätsfernes Szenario mehr. Problematisch wird dies insbesondere dann, wenn sich große Teile der eigenen Daten ausschließlich in iCloud befinden. Für ein zusätzliches Backup dieser Daten bietet sich unter macOS die Applikation Parachute Backup an.

Parachute Backup

Parachute Backup ermöglicht es, die Daten aus iCloud Drive und iCloud Photos automatisiert auf einen anderen Speicher zu sichern. Als Ziel können unter anderem externe Datenträger, eingebundene NAS-Systeme oder andere Cloudspeicher genutzt werden. Neben vollständigen Backups unterstützt Parachute Backup inkrementelle Backups und Spiegelungen. Bei iCloud Photos werden die Originale inklusive Bearbeitungen und Live Photos gesichert. Die Sicherungen können dabei manuell oder nach einem Zeitplan ausgeführt werden. Zu finden ist die Applikation auf der Webseite des Herstellers.

Rosetta Check

Mit dem bevorstehenden Ende von Rosetta 2 wird für viele macOS-Nutzer sichtbar, welche Anwendungen noch immer auf Intel-Code basieren. Wird eine solche Anwendung gestartet, erscheint eine Warnmeldung. Um sich ein Überblick über alle Anwendungen zu erhalten, eignet sich die App RosettaCheck.

Rosetta Check in Aktion

RosettaCheck ist ein Werkzeug für macOS, das Anwendungen auf ihre Prozessorarchitektur untersucht und erkennt, ob sie weiterhin Rosetta 2 benötigen. Die Software durchsucht installierte Programme und identifiziert Intel-Anwendungen, die noch nicht als native Apple-Silicon-Version vorliegen.

Rosetta Check
Preis: 7,99 €

Darüber hinaus werden von der Community gepflegte Informationen zu Alternativen und Migrationsmöglichkeiten bereitgestellt. RosettaCheck kann über den App Store bezogen werden.

Duplikate mit fdupes finden

Wer im Terminal unter macOS Duplikate finden möchte, kann hierfür auf fdupes zurückgreifen. Nach der Installation mittels:

brew install fdupes

kann das Werkzeug im geünschten Ordner genutzt werden:

fdupes -r .

In diesem Fall wird der aktuelle Ordner rekursiv nach Duplikaten durchsucht. Anschließend werden diese Duplikate dargestellt:

./FolderA/file-01.bin
./FolderB/file-01.bin

./FolderA/file-02.bin
./FolderB/file-02.bin

./FolderA/file-03.bin
./FolderB/file-03.bin

Bei dieser Operation werden keinerlei Dateien gelöscht. Dazu bietet fdupes unter anderem einen interaktiven Modus an:

fupes -r -d .

Nach der Ermittlung der Duplikate kann anschließend die Auswahl getroffen werden, welche Dateien nicht gelöscht werden sollen:

Set 17 of 108:

[ ] ./FolderA/file-17.bin
[ ] ./FolderB/file-17.bin

( Preserve files [1 - 2, all, help] )= 1

Ist der interaktive Modus nicht gewünscht, so kann die Löschung auch automatisiert werden. Das Kommando:

fdupes -r -d -N .

behält immer automatisch die erste Datei und löscht alle anderen Duplikate. Damit eignet sich fdupes besonders gut, um große Dateibestände schnell und effizient von doppelten Dateien zu bereinigen und dabei wahlweise die volle Kontrolle zu behalten oder den Vorgang vollständig zu automatisieren.

CotEditor

Unter macOS habe ich seit Anbeginn der Zeit TextMate als Editor genutzt. Allerdings wird dieser augenscheinlich seit geraumer Zeit nicht mehr weiterentwickelt. Auf der Suche nach einer Alternative bin ich auf CotEditor gestoßen. Dabei handelt es sich um einen schlanken und nativen Texteditor. Er unterstützt Syntax-Highlighting für zahlreiche Programmiersprachen, leistungsfähige Suchfunktionen sowie die Bearbeitung großer Dateien ohne spürbare Verzögerungen.

Das Editorfenster von CotEditor

Der Editor kann über den AppStore bezogen werden. Er ist unter der Apache License lizenziert und damit freie Software; der Quellcode ist auf GitHub zu finden.