Homebrew-Pakete übertragen

Wer auf einem Mac viele Applikationen über Homebrew installiert hat und diese ebenfalls auf einem anderen Rechner installieren möchte, kann hierfür ebenfalls Homebrew nutzen:

brew bundle dump

Damit wird ein Brewfile angelegt. Dieses enthält die installierten Formulae und Casks. Auf einem neuen oder frisch installierten System können die Pakete anschließend mit:

brew bundle

wieder installiert werden. Damit lässt sich die Homebrew-Umgebung eines Macs mit wenig Aufwand reproduzieren.

Raspberry Pi Imager

Wer ein Betriebssystem für einen Raspberry Pi auf eine SD-Karte oder einen anderen Datenträger schreiben möchte, kann hierfür den offiziellen Raspberry Pi Imager nutzen. Die Anwendung übernimmt dabei nicht nur das Schreiben des Images, sondern vereinfacht auch die Auswahl und Vorkonfiguration des gewünschten Systems.

Der Raspberry Pi Imager

Nach dem Start wird im ersten Schritt das verwendete Raspberry Pi-Modell ausgewählt. Anschließend kann das gewünschte Betriebssystem festgelegt werden. Neben den unterschiedlichen Varianten von Raspberry Pi OS stehen dort auch eine Reihe weiterer Systeme zur Verfügung. Alternativ kann über die Option Use Custom ein bereits heruntergeladenes Image ausgewählt werden.

Im letzten Schritt muss der Zieldatenträger, beispielsweise eine SD-Karte oder ein USB-Datenträger, ausgewählt werden. Vor dem eigentlichen Schreiben bietet der Imager bei unterstützten Betriebssystemen zusätzliche Möglichkeiten zur Konfiguration.

So können unter anderem Hostname, Benutzername und Passwort, Zeitzone und Tastaturlayout sowie die WLAN-Verbindung bereits vor dem ersten Start festgelegt werden. Daneben können SSH und Raspberry Pi Connect aktiviert werden. Für SSH kann neben der Anmeldung mittels Passwort auch direkt ein öffentlicher SSH-Schlüssel hinterlegt werden.

Das geschriebene Image wird verifiziert

Damit eignet sich der Imager, insbesondere für sogenannte Headless-Installationen. Ein Raspberry Pi kann damit vorbereitet werden, ohne ihn für die Ersteinrichtung zunächst an Bildschirm und Tastatur anschließen zu müssen. Nach dem Schreiben der SD-Karte reicht es im Idealfall aus, diese einzulegen und den Raspberry Pi zu starten. Anschließend ist das System bereits über das Netzwerk erreichbar.

Der Raspberry Pi Imager steht für macOS, Linux und Windows zur Verfügung. Der Raspberry Pi Imager ist freie Software unter der Apache License.

iCloud-Daten sichern

Eine Cloud ist eine schöne Sache, solange sie funktioniert und verfügbar ist. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass Dienste wie iCloud in erster Linie der Synchronisation dienen und eine solche Synchronisation kein Backup ersetzt. Auch das der Zugriff auf eine Cloud eingeschränkt wird, ist kein realitätsfernes Szenario mehr. Problematisch wird dies insbesondere dann, wenn sich große Teile der eigenen Daten ausschließlich in iCloud befinden. Für ein zusätzliches Backup dieser Daten bietet sich unter macOS die Applikation Parachute Backup an.

Parachute Backup

Parachute Backup ermöglicht es, die Daten aus iCloud Drive und iCloud Photos automatisiert auf einen anderen Speicher zu sichern. Als Ziel können unter anderem externe Datenträger, eingebundene NAS-Systeme oder andere Cloudspeicher genutzt werden. Neben vollständigen Backups unterstützt Parachute Backup inkrementelle Backups und Spiegelungen. Bei iCloud Photos werden die Originale inklusive Bearbeitungen und Live Photos gesichert. Die Sicherungen können dabei manuell oder nach einem Zeitplan ausgeführt werden. Zu finden ist die Applikation auf der Webseite des Herstellers.

Rosetta Check

Mit dem bevorstehenden Ende von Rosetta 2 wird für viele macOS-Nutzer sichtbar, welche Anwendungen noch immer auf Intel-Code basieren. Wird eine solche Anwendung gestartet, erscheint eine Warnmeldung. Um sich ein Überblick über alle Anwendungen zu erhalten, eignet sich die App RosettaCheck.

Rosetta Check in Aktion

RosettaCheck ist ein Werkzeug für macOS, das Anwendungen auf ihre Prozessorarchitektur untersucht und erkennt, ob sie weiterhin Rosetta 2 benötigen. Die Software durchsucht installierte Programme und identifiziert Intel-Anwendungen, die noch nicht als native Apple-Silicon-Version vorliegen.

Rosetta Check
Preis: 7,99 €

Darüber hinaus werden von der Community gepflegte Informationen zu Alternativen und Migrationsmöglichkeiten bereitgestellt. RosettaCheck kann über den App Store bezogen werden.

Duplikate mit fdupes finden

Wer im Terminal unter macOS Duplikate finden möchte, kann hierfür auf fdupes zurückgreifen. Nach der Installation mittels:

brew install fdupes

kann das Werkzeug im geünschten Ordner genutzt werden:

fdupes -r .

In diesem Fall wird der aktuelle Ordner rekursiv nach Duplikaten durchsucht. Anschließend werden diese Duplikate dargestellt:

./FolderA/file-01.bin
./FolderB/file-01.bin

./FolderA/file-02.bin
./FolderB/file-02.bin

./FolderA/file-03.bin
./FolderB/file-03.bin

Bei dieser Operation werden keinerlei Dateien gelöscht. Dazu bietet fdupes unter anderem einen interaktiven Modus an:

fupes -r -d .

Nach der Ermittlung der Duplikate kann anschließend die Auswahl getroffen werden, welche Dateien nicht gelöscht werden sollen:

Set 17 of 108:

[ ] ./FolderA/file-17.bin
[ ] ./FolderB/file-17.bin

( Preserve files [1 - 2, all, help] )= 1

Ist der interaktive Modus nicht gewünscht, so kann die Löschung auch automatisiert werden. Das Kommando:

fdupes -r -d -N .

behält immer automatisch die erste Datei und löscht alle anderen Duplikate. Damit eignet sich fdupes besonders gut, um große Dateibestände schnell und effizient von doppelten Dateien zu bereinigen und dabei wahlweise die volle Kontrolle zu behalten oder den Vorgang vollständig zu automatisieren.