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Viele Netzwerke, wie z.B. öffentliche WLAN-Zugänge lassen Verbindung ohne Authentifikation zu. Nachdem man sich mit dem Netzwerk verbunden hat, muss man sich meist auf einem sogenannten Captive Portal anmelden. Dabei handelt es sich um eine Vorschaltseite, welche einem beim Aufruf einer Webseite angezeigt wird und der Anmeldung bzw. Identifizierung dient. Bei vielen dieser Netzwerken funktioniert die Kommunikation über das DNS-Protokoll ohne weitere Probleme (trotz Captive Portal) und Authentifikation, so das man diese nutzen kann um einen Tunnel ins freie Internet zu errichten.

code.kryo.se/iodine/

code.kryo.se/iodine/

Eine Lösung um einen solchen DNS Tunnel einzurichten ist iodine. Mit iodine ist es möglich IPv4-Verkehr über DNS zu tunneln. Pro DNS-Request können dabei bis zu einem Kilobyte an Daten übertragen werden, was sich positiv auf die Performance und den Durchsatz auswirkt. iodine läuft dabei auf vielen unixodien Systemen, sowie unter Windows. Lizenziert ist iodine unter der ISCL und damit freie Software. Der Quelltext ist auf GitHub zu finden.

Alle die ab letzten Donnerstag, dem 12. Juni 2014 das “Glasfaser Hypernetz” der Stadtwerke in Neubrandenburg nutzen wollten, schauten wahrscheinlich erst einmal in die Röhre. Bestimmte Netzbereiche, wie die von Google oder Hetzner, ließen sich nicht mehr erreichen. Das führte zu interessanten Effekten, so konnte man z.B. Bing nutzen, Google aber nicht. Die Störung erstreckte sich dabei von Donnerstag über Freitag, bis Samstag. Im Moment scheint das Netz wieder zu funktionieren, allerdings mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit – wer seine zugesicherte Bandbreite ausschöpfen möchte hat Pech. Wer in diesen Tagen auf das Internet angewiesen war, der musste sich nach einer Alternative umschauen. An ein ordentliches Arbeiten war bei diesem Störungbild nicht zu denken. Netze waren über den Zeitraum der Störung mal erreichbar und kurz darauf wieder verschwunden.

Den Kunden informieren? Nicht bei der neu.sw (Bild: Malte Penndorf unter CC-BY-SA)

Den Kunden informieren? Nicht bei der neu.sw (Bild: Malte Penndorf unter CC-BY-SA)

Das Management der Stadtwerke ließ auch zu wünschen übrig. Das einzige was man bestätigen könnte war, das es eine Störung gab. Wie lange sie andauert und wodurch sie verursacht wurde? Die Antwort der Stadtwerke lautete zusammengefasst: “Wir wissen nicht wie lange die Störung dauert, noch warum sie da ist?”. Fairerweise muss man sagen, das der Ausfall als solches nicht in den Bereich der Stadtwerke, sondern in das “vorgelagerte Netz” fiel. So lag der Ausfall bei der e.discom, welche auf ihrer Webseite mit folgendem Text werben:

Die Verfügbarkeit des e.discom-Netzes wird durch den Einsatz modernster Übertragungstechnik, eine hohe Redundanz und ein leistungsfähiges Netzmanagement garantiert. Einzelverbindungen bieten wir standardmäßig mit einer Verfügbarkeit von 99,5% im Jahresdurchschnitt an. Sollten Sie eine höhere Ausfallsicherheit benötigen, reden Sie mit uns. Gerne entwickeln wir mit Ihnen zusammen ein passendes Servicekonzept und unterbreiten Ihnen ein individuelles Angebot.

Bei einer zugesicherten Verfügbarkeit von 99,5% (was knapp zwei Tage wären), ist ein Ausfall welcher sich über mehr als besagte zwei Tage erstreckt natürlich bedenklich. Auch bei der e.discom konnte man den Fehler nicht genau eingrenzen, hier wurde sich mit der Holzhammermethode beholfen – einfach neu aufsetzen.

Ganz gleich wer am Ende auch verantwortlich ist, die Informationspolitik der Stadtwerke ist nicht hinnehmbar. Auf den Webseiten finden sich keine Statusmeldungen zur Störung. Stattdessen wird der Kunde im Dunkeln gelassen, er hat ja schon bezahlt. Auch scheinen sich die Stadtwerke keine redundante Leitungen für einen solchen Fall vorzuhalten. Alles in allem hinterlässt das alles einen sehr faden Beigeschmack.

Wir werden überwacht und so wie es scheint, gibt es für jeden Geheimdienst die Möglichkeit unsere Daten abzugreifen. Besonders schön kann man sich das mittels der App “Wo führt das hin?” anschauen, welche unter http://apps.opendatacity.de/prism/ zu finden ist.

Wo führt das hin?

Wo führt das hin?

Sie visualisiert die Routen beliebter Webdienste und zeigt dem Nutzer an, welche Dienste auf die entsprechenden Daten Zugriff nehmen könnten. Betrieben wird das ganze dabei von OpenDataCity, welche sich auf Datenvisualisierung und Datenjournalismus spezialisiert haben.

Im Zuge der aufkommenden Diskussion über das Verhalten der Telekom und ihren neuen Tarife, welche man als funktional defekte Internetanschlüsse bezeichnen kann, ist es natürlich auch interessant zu sehen, welche Anbieter ebenfalls drosseln. Sozusagen als umgekehrte Empfehlungsliste. Eine solche Aufstellung findet sich unter http://werdrosselt.de/. Betrieben wird die Webseite dabei von René Hesse welcher auch unter http://renehesse.de/ zu finden ist.

Internetanbieter gibt es wie Sand am Meer. Glücklicherweise können wir heute einen Internetanbieter aus unserer Liste streichen. Die Rede ist von der Deutschen Telekom. Nun ist es allerdings nicht so das die Telekom ihr Geschäft einstellt, vielmehr schafft sie die Flatrate und die Netzneutralität ab.

Wenn man ein Telekompaket hat wird je nach Tarif ab 75 bis 400 GB verbrauchten Volumen im Monat gedrosselt. Danach darf man mit einer wahnsinnigen Geschwindkeit von 384 KBit/s surfen. Das ist sechsfache ISDN Geschwindigkeit. Möchte man nun abends einen Film schauen, z.B. per Apple TV dauert der Download mit dieser Geschwindigkeit etwa 9 Stunden.

Während man dies im Mobilfunk bereits gewöhnt ist, fragt man sich was die Anbieter gedrosselter Leitungen sich bei der Festnetzvariante denken. Auch wenn es beim Mobilfunk nicht wirklich schön ist, hat die Drosslung dort zumindest teilweise ihre Berechtigung, da es sich um ein Shared Medium handelt, welches sich alle Nutzer einer Zelle teilen. Beim DSL sind es Punkt zu Punktverbindungen.

Natürlich sind die eignenden IPTV Angebote der Telekom von dieser Drosselung ausgenommen. Damit wird der Netzneutralität ein empfindlicher Schlag versetzt. Aber auch bei der Telekom hilft ein altbekanntes Mittel. Die Abstimmung mit den Füßen. Also nehmt euren Vertrag und kündigt ihn.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.golem.de/news/dsl-mit-384-kbit-s-telekom-fuehrt-drosselung-im-festnetz-ein-1304-98866.html
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/dsl-flatrate-telekom-fuehrt-volumengrenzen-und-daten-drosselung-ein-a-895833.html

Das Internet ist ein wundervoller Ort um in ihm eine Unmenge an Zeit zu verbraten. Wer unter OS X das Bedürfnis nach Ruhe hat um endlich mal zu etwas zu kommen, der sollte sich einer der folgenden drei Tools anschauen: SelfControl, Concentrate und Freedom.

SelfControl nach dem Start

SelfControl nach dem Start

Alle drei Apps machen dabei mehr oder weniger das selbe. Sie trennen den Nutzer für eine von ihm definierte Zeitspanne vom Netz. SelfControl ist dabei eine Open Source Software und kann kostenlos bezogen werden. Freedom schlägt hingegen mit $ 10 zu Buche und bei Concentrate sind es $ 29. Jede Anwendung macht dabei das was sie verspricht, allerdings finde ich die jeweiligen Oberflächen bzw. deren Bedienung bei keiner der Apps das gelbe vom Ei sind. Das Abschalten des Netzes funktioniert dabei mit jeder der drei Apps zufriedenstellend. Man muss sich bloß für eine entscheiden.

Das Internet ist ziemlich groß. Wer da nicht die Übersicht verlieren möchte, benötigt eine Karte. Natürlich hilft auch diese nicht weiter 😉 Trotzdem ist die Webseite http://internet-map.net/ eine nette Spielerei welche man sich ruhig mal anschauen kann.

heise.de in Relation mit anderen Seiten

Die Karte zeigt dabei Webseiten, sowie deren “Größe” im Verhältnis zu anderen Seiten. Dabei kann man durchaus einige interessante Entdeckungen machen. Die Macher der Karte betreiben unter http://the-internet-map.blogspot.de auch einen Blog rund um das Projekt.

Man liest ja in letzter Zeit immer mehr über IPv6 und hat langsam das Gefühl, das die Umstellung auf das neue Internetprotokoll langsam in Schwung kommt. Aus Interesse fragte ich bei unserem örtlichen Internetanbieter fitflat mal nach wie es denn hier bei uns in Neubrandenburg mit IPv6 aussieht und ob es geplant ist dies in nächster Zeit anzubieten. Die Antwort darauf ist leider ernüchternt gewesen:

Aktuell unterstützen wir ipv6 noch nicht, da wir über ausreichende Kapazitäten verfügen.

Sollten Sie trotzdem ipv6 wünschen, können Sie auf alternative Firmwares bei einigen Routern bzw. IPv6-to-IPv4-Tunnel-Software umsteigen.

Nun gut, man kann ja niemandem zu seinem Glück zwingen 😉

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/IPv6
http://fitflat.de/