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Thunderbird verfügt seit vielen Versionen über eine globale Suche. Unter Umständen kann es passieren das diese Suche nicht mehr richtig funktioniert. Dies äußert sich in einer langsamen Suche oder dadurch das, sobald man Suchergebnisse aufruft, diese nicht mehr existent sind. Um diese Fehler zu beheben muss der globale Index neu aufgebaut werden. Dazu muss Thunderbird beendet werden und der Profil-Ordner aufgesucht werden. Je nach Betriebssystem liegt dieser in unterschiedlichen Ordnern:

Linux: ~/.thunderbird/xxx.default
macOS: ~/Library/Thunderbird/Profiles/xxxxxxxx.default/
Windows 2000/XP: C:\Dokumente und Einstellungen\%Benutzername%\Anwendungsdaten\Thunderbird\Profiles\xxx.default
Windows Vista/7; C:\User\%Nutzername%\AppData\Roaming\Thunderbird\Profiles\xxx.default

Im Profilordner befindet sich eine Datei mit dem Namen global-messages-db.sqlite. Diese Datei musst gelöscht werden. Anschließend kann Thunderbird wieder gestartet werden. Der Indizierungsvorgang wird dann neu begonnen. Den aktuellen Fortschritt der Indizierung kann unter Extras -> Aktivitäten angesehen werden. Je nach Größe des Profils kann die Neuindizierung einige Zeit in Anspruch nehmen.

Inspiriert vom Golem.de Temperatur im Büro-Projekt habe ich einen NodeMCU genutzt um die Temperatur zu messen. Auf der Teileliste stehen dabei folgende Bauteile:

  • NodeMCUv3-Board
  • Temperatursensor DS18B20
  • Widerstand (4,7 kOhm)
  • Verbindungskabel (6x)

Diese Teile müssen nun wie folgt auf dem Board angebracht werden:

Die fertige Schaltung

Anschließend kann das NodeMCU-Board mit dem passenden Programmcode bestückt werden:

#include <OneWire.h>
#include <DallasTemperature.h>

OneWire oneWire(D2);
DallasTemperature sensors(&oneWire);
DeviceAddress thermometer;

void setup(void) {
  Serial.begin(115200);

  sensors.begin();
  sensors.getAddress(thermometer, 0); 
  sensors.setResolution(thermometer, 12);
}

void loop() {

  Serial.println("Read temperature...\n");
  sensors.requestTemperatures(); 
  
  float temperature = sensors.getTempC(thermometer); 
  Serial.println(temperature);

  delay(5000);
}

In dem Programm wird zuerst eine One-Wire-Verbindung definiert und in der setup-Methode die Verbindung konfiguriert. Anschließend wird in der loop-Methode alle fünf Sekunden die Temperatur ausgelesen und in die serielle Konsole geschrieben.

Das NodeMCU-Board ist ein Entwicklungsboard für den ESP8266 in der ESP-12er Variante. Durch seinen günstigen Preis kann es direkt in Projekte eingebaut werden. Wenn man ein solches Projekt in der Elektronik-Software Fritzing dokumentieren möchte, benötigt man das entsprechende Bauteil in Fritzing. Es existieren zwar einige der ESP8266-Varianten, aber das NodeMCU-Board fehlt in der Standardausstattung.

Das NodeMCU Bauteil wurde Fritzing hinzugefügt.

Allerdings ist es kein Problem neue Bauteile zu Fritzing hinzuzufügen. Für das NodeMCU-Board gibt es Vorlagen für die Version 1 und die Version 3 des Boards. Wichtig ist hierbei die fzpz-Datei. Nachdem diese heruntergeladen wurde, kann sie in Fritzing per Drag & Drop installiert werden. Anschließend ist das neue Bauteil installiert und kann genutzt werden. Wenn man Fritzing beendet, wird nachgefragt ob das neue importierte Bauteil dauerhaft behalten werden soll. Hier sollte mit Ja geantwortet werden.

Für ein kleineres Projekt habe ich vor einiger Zeit eine HTML5-Single-Page-Application entwickelt und stand dann vor dem Problem wie ich unterschiedliche Views innerhalb dieser Seite realisiere. Da ich möglichst ohne schwerfälliges Framework auskommen wollte, habe ich mich für eine Lösung mittels jQuery entschieden. Im HTML habe ich dazu mehrere Views definiert:

<div id="options" class="widget" style="display: none">
</div>

<div id="game" class="widget">
</div>

Der Inhalt des div-Elements mit der Id options ist dabei standardmäßig ausgeblendet. Nun kann die Ansicht der beiden Views mittels der Funktion switchView gewechselt werden:

switchView() {
	  
    if(this.activeView==this.Views.Game) {
        $("#game").css({"display": "none"});
        $("#options").css({"display": "block"});
        this.activeView = this.Views.Options;
    }
    else if (this.activeView==this.Views.Options) {
        $("#options").css({"display": "none"});
        $("#game").css({"display": "block"});
        this.activeView = this.Views.Game;
    }
}

In der Funktion wird das CSS der jeweiligen div-Elemente manipuliert. Dadurch wird die Sichtbarkeit der Blöcke gewechselt und man hat eine einfache View Umschaltung realisiert.

Wenn man unter JUnit für mehrere Tests einige vorbereitende Schritte benötigt, so kann man dafür die @Before Annotation nutzen:

@Before
public void setup() {
    // Prepare something
}

Das Problem an dieser Methode ist, das dass ganze auf eine Klasse beschränkt ist. Benötigt man die vorbereitenden Schritte in mehreren Klassen, so muss man sich unter JUnit 4 anders behelfen. Dort führt die Lösung über eine abstrakte Klasse:

public abstract class TestBase {
    @Before
    public void setup() {
        // Prepare something
    }
}

Von dieser Klasse können die Klassen mit den Testfällen abgeleitet werden. Allerdings muss man beachten, das es hierbei zu doppelter Initialisierung kommen kann. Unter JUnit 5 kann man dies nun wesentlich einfacher lösen. Dort gibt es die neue Annotation @BeforeAll:

@BeforeAll
public void setup() {
    // Prepare something
}

Mit diese Annotation wird die Initialisierung vor der Ausführung der Tests durchgeführt.

Das auf dem ESP8266 basierendem Entwicklungsboard NodeMCU gibt es unterschiedlichen Varianten, die sich unter anderem durch die Größe des Flashspeichers unterscheiden. Möchte man nun ermitteln welche Größe der Speicher beim eigenen NodeMCU-Board hat kann man dies mit einem Programm aus einem der ESP8266-Repositories sehr unkompliziert ermittelt.

Die Größe des Flashspeichers wird über die serielle Schnittstelle ausgegeben

Nachdem die Arduino IDE mit dem Programm geöffnet wurde und das Programm auf das NodeMCU-Board geflasht wurde, kann die Ausgabe über die serielle Schnittstelle ausgelesen werden. Dazu muss der serielle Monitor, im Menü unter Werkzeuge -> Serieller Monitor zu finden, aktiviert werden. Wichtig ist es, dass hier die korrekte Baudrate eingestellt wird.

Wenn man eine nicht mehr verfügbare Webseite aufrufen möchte oder einen älteren Stand einer Webseite benötigt ist die Wayback Machine vom Internet Archive stets zur Stelle. Das Internet Archive ist eine gemeinnützige Organisation, welche seit 2007 offiziell als Bibliothek vom US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien anerkannt ist.

archive.org/web/

Manchmal benötigt man einen Snapshot einer bestimmten Version der Webseite und möchte diesen nicht umständlich über das Webinterface der Wayback Machine herunterladen. In diesem Fall kann sich des Tools wayback-machine-downloader bedienen. Dieses Tool, welches in Ruby geschrieben ist, kann einfach über den Ruby-Paketmanager installiert werden:

gem install wayback_machine_downloader

Anschließend kann das Tool genutzt werden:

wayback_machine_downloader http://example.com

Damit wird der letzte gesammelte Snapshot heruntergeladen. Daneben existieren Option wie die –to Optionen um den Snapshot nur aus einem bestimmten Zeitraum zu holen. Da ich mehrere Snapshots einer Seite benötigte habe ich das ganze in ein Skript gegossen:

#sh

for i in `seq 127 1`;
  do
    # Define date postfix
    DATE_POSTFIX="28120000";
			
    # Linux (Linux date)
    #DATE=`date +%Y%m -d "$i month ago"`    
				
    # macOS (BSD date) 
    DATE=`date -j -v-${i}m +%Y%m` 
    
    # Add date postfix
    DATE=$DATE$DATE_POSTFIX
				
    # Create folder for snapshot
    mkdir $DATE
    cd $DATE

    # Download snapshot
    wayback_machine_downloader http://example.com --to $DATE

    # Leave folder
    cd ..
  done  

In diesem Skript wird durch das Skript 127 Monate in die Vergangenheit gereist und ein Snapshot der Webseite heruntergeladen. Das ganze läuft so lange durch bis das Ende der Schleife erreicht ist. So erhält man pro Monat einen Snapshot. Der Wayback Machine Downloader, dessen Quelltext auf GitHub zu finden ist, ist unter der MIT Lizenz lizenziert und damit freie Software.

Auf einem meiner Raspberry Pi-Rechner läuft eine in Mono geschriebene Server-Applikation. Damit die Server-Applikation funktionierte benötigte sie natürlich die Mono Runtime. Diese kann unter Raspbian einfach mittels des Kommandos:

apt-get install mono-runtime

installiert werden. Als ich die Serverapplikation nach der Installation von Mono ausführen wollte erhielt ich allerdings folgende Fehlermeldung:

Missing method .ctor in assembly Melinda.dll, type System.Runtime.CompilerServices.ExtensionAttribute
Can't find custom attr constructor image: Melinda.dll mtoken ...

Dieses Problem ließ sich durch die Installation der Bibliothek libmono-system-core4.0-cil beheben:

apt-get install libmono-system-core4.0-cil

Im Anschluss erhielt ich bei einem erneuten Startversuch eine weitere Fehlermeldung:

Grapevine.Exceptions.Server.UnableToStartHostException occurred
An error occured when trying to start the Grapevine.Server.RestServer

In diesem Fall kam die Fehlermeldung vom REST-API Framework Grapevine. Allerdings war der Fehler nicht wirklich in der Bibliothek zu finden. Stück für Stück kamen weitere Fehlermeldungen wie diese:

System.Reflection.ReflectionTypeLoadException: The classes in the module cannot be loaded.

zustande. Nach einiger Recherche war klar: auch in diesem Fall fehlten weitere Abhängigkeiten aus dem Mono-Framework. In diesem Fall half die Holzhammermethode; die Installation des kompletten Mono-Frameworks. Dazu wurde das Paket mono-complete mittels:

apt-get install mono-complete

installiert. Dieses nimmt ein paar mehr Megabyte als das Runtime-Paket in Anspruch, allerdings sind damit alle möglichen Abhängigkeiten installiert. Somit kann man sich auf die eigentliche Entwicklung und Ausführung der eigenen Applikationen konzentrieren, anstatt einer kuriosen Fehlermeldung nach der anderen hinter her zu jagen.

Seit November 2016 wird die Standarddistribution für den Raspberry Pi namens Raspbian, eine auf Debian basierende Distribution, mit deaktiviertem SSH-Server ausgeliefert. Was aus Sicherheitsgründen lobenswert ist hat natürlich für die schnelle Inbetriebnahme eines Raspberry Pi einige Nachteile.

Ein Raspberry Pi 3

Allerdings existieren zwei relativ einfache Wege den SSH-Dienst wieder zu aktivieren. Die erste Möglichkeit ist, nachdem das Image auf die für den Raspberry Pi verwendete SD- bzw. microSD-Karte gebracht wurde, auf der boot-Partion der Karte eine Datei mit dem Namen ssh anzulegen. Ist diese Datei vorhanden, so wird der SSH-Serverdienst beim Start des Raspberry Pi aktiviert.

Die entsprechende Option in raspi-config

Läuft der Raspberry Pi bereits und man hat Zugriff auf diesen kann der SSH-Dienst mittels des Konfigurationstools raspi-config aktiviert werden. Nachdem dieses gestartet wurde, wird dort der Punkt Interfacing Options ausgewählt. Dort findet sich der Unterpunkt P2 SSH. Wählt man diesen Unterpunkt an, wird nach der Bestätigung der Sicherheitsabfrage der SSH-Dienst aktiviert.

Nach der Sicherheitsabfrage wird der SSH-Dienst aktiviert

Nun kann sich (wenn das Raspbian noch in der Standardkonfiguration läuft) mittels:

ssh pi@raspberry.local

und dem Passwort raspberry eingeloggt werden. Da man dieses Passwort nach der Ersteinrichtung ändern sollte, erhält man beim Login über ssh folgenden Hinweis:

SSH is enabled and the default password for the 'pi' user has not been changed.
This is a security risk - please login as the 'pi' user and type 'passwd' to set a new password.

Dieses Hinweis sollte befolgt werden und das Passwort mit dem Kommando:

passwd

geändert werden. Anschließend kann der Raspberry Pi ohne Probleme mit dem SSH-Dienst genutzt werden. In der offiziellen Raspberry Pi Dokumentation wird weiterführend auf das Thema eingegangen. Dort wird neben der eigentlichen Einrichtung des SSH-Dienstes auch die Nutzung verschiedener Clients in den unterschiedlichen Betriebssystemen besprochen.

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel in welchem ich beschrieb wie die Firmware des Raspberry Pi aktualisiert werden kann. Mittlerweile lässt sich das ganze noch einen Schritt einfacher bewerkstelligen. Im ersten Schritt muss rpi-update installiert werden:

sudo apt-get install rpi-update

Anschließend kann der Updater mittels:

sudo rpi-update

aufgerufen werden. Neben diesem Aufruf existieren eine Reihe weiterer Optionen mit denen sich der Aktualisierungsprozess noch besser steuern lässt. Im Normalfall werden diese allerdings nicht benötigt. Nach dem Backup der alten Firmware und vor dem eigentlichen Update erscheint in der aktuellen Version eine Sicherheitsabfrage:

#############################################################
WARNING: This update bumps to rpi-4.9.y linux tree
Be aware there could be compatibility issues with some drivers
Discussion here:
https://www.raspberrypi.org/forums/viewtopic.php?f=29&t=167934
##############################################################
Would you like to proceed? (y/N)

Wenn man keine spezielle Hardware (der Beitrag im Forum behandelt eventuelle Probleme) betreibt, kann man das ganze mit einem Druck auf die y-Taste bestätigen. Anschließend wird das Firmware-Update durchgeführt. Dabei werden die Firmware, Kernel Module, das SDK, einige Bibliotheken wie z.B. die VideoCore und HardFP-Bibliotheken und weitere Komponenten aktualisiert. Wenn die Aktualisierung fehlerfrei durchlief, sollte der Raspberry Pi mittels:

sudo reboot

neugestartet werden. Das Projekt des Updaters kann auf GitHub gefunden werden. Der Updater ist unter der MIT Lizenz lizenziert und freie Software. Technisch handelt es sich bei dem rpi-update-Tool um ein Bash-Skript. Es befindet sich seit April 2012 in aktiver Entwicklung, so das man auch in Zukunft auf dieses Tool bauen kann.