Live-Ticker für WordPress

Wenn man einen Beitrag in WordPress verfassen möchte, so schreibt man ihn, ließt ihn Korrektur und anschließend veröffentlicht oder plant ihn zur Veröffentlichung ein. Anders sieht das für den Fall aus wenn man live von einem Ereignis berichten möchte. Natürlich könnte man ein Beitrag nach dem anderen schreiben oder aber einen bestehenden Beitrag immer wieder aktualisieren – auf Dauer ist dies allerdings keine vernünftige Herangehensweise.

Liveblog
Preis: Kostenlos

Sinnvoller ist es stattdessen ein spezielles Plugin dafür zu nutzen. Mit dem Plugin Liveblog ist es möglich in schneller Folge über ein Ereignis zu berichten. Dabei erscheint im entsprechenden Artikel ein Interface im Frontend. Mit diesem können in schneller Folge kleinere Beiträge geschrieben werden. Diese sind für die Leser augenblicklich sichtbar. Neben den Vorteilen, hat das Plugin leider auch den Nachteil, das die Liveblogs verschwinden sobald man das Plugin deinstalliert.

Der Live-Ticker in Aktion

Das Projekt wird von der Firma hinter WordPress, Automattic, betreut. Der Quelltext kann über GitHub bezogen werden. Er ist unter der GPL2 lizenziert und damit freie Software.

Gutenberg; ungeeignet zum Schreiben?

Der neue Editor für WordPress wird Gutenberg heißen. Für Blogger die einen Text schreiben möchten und eventuell noch ein Bild einfügen möchten ist er, aus meiner Sicht gesehen, unbrauchbar.

Der Gutenberg-Editor in seiner aktuellen Plugin-Version

Veröffentlicht werden soll Gutenberg offiziell mit WordPress 5.0. Diese Version wird zirka April 2018 erscheinen. Zur Zeit kann der Editor als Plugin installiert und getestet werden.

Gutenberg
Preis: Kostenlos

Während Markdown seinen Siegeszug angetreten hat und dafür sorgt das wir ablenkungsfrei schreiben können, baut Automatic einen Editor der den Pagebuildern aller Wix und Konsorten entgegen kommt. Alles in Gutenberg ist ein Block. Es gibt Textblöcke, Bildblöcke, Videoblöcke, Listenblöcke und so weiter. Für denjenigen der täglich versucht ablenkungsfrei Text zu produzieren, ist das Ding in seiner jetzigen Form unbrauchbar. Ich möchte keine Blöcke und hunderte Möglichkeiten meine Seite zu gestalten, ich möchte ein großes weißes Blatt Papier und dieses mit meinem Text füllen. Man vernichtet mit Gutenberg praktisch die Trennung zwischen Design und Inhalt.

Ja WordPress ist mittlerweile ein vollwertiges CMS. Aber die Entwickler sollten die Ursprünge als Werkzeug für Blogger und Autoren nicht vergessen. Wenn man sich denn Quelltext der Blöcke anschaut, wird einem als Markdown-Fan leicht übel:

<!-- wp:core/paragraph -->
<p>Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur, ...</p>
<!-- /wp:core/paragraph -->

<!-- wp:core/video -->
<figure class="wp-block-video"><video controls="" src="https://www.youtube.com/watch?v=Xcxtno1bdg0"></video>
<figcaption>Testvideo</figcaption>
</figure>
<!-- /wp:core/video -->

<!-- wp:core/paragraph -->
<p>Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur, ...<br/></p>
<!-- /wp:core/paragraph -->

<!-- wp:core/list -->
<ul>
<li>Lorem </li>
<li>Ipsum</li>
<li>sit </li>
<li>dolor </li>
<li>amet</li>
</ul>
<!-- /wp:core/list -->

Die Bewertungen des Gutenberg-Plugins reichen von Begeisterung bis hin zu strikter Ablehnung. Ich kann durchaus beide Seiten verstehen. Auf der einen Seite ist es ein einfacher und visueller Editor mit welchem die Textentwürfe umgesetzt werden können. Natürlich kann man nun schöne Beiträge bauen. Das ist allerdings aus meiner Sicht ein Problem. Viele Autoren und Blogger möchten keine Beiträge bauen, sondern Texte schreiben. Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Satz für Satz. Stattdessen darf ich mich bei Gutenberg mit den Blöcken herumschlagen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass es, wie schon jetzt, eine Möglichkeit geben wird direkt einen Text zu schreiben. Interessant zu der Thematik ist eine entsprechende Diskussion auf der Review-Seite. In der FAQ wird eine solche Möglichkeit angesprochen:

We are looking at ways to make Gutenberg configurable for many use cases, including disabling different aspects (like blocks, panels, etc.). There is also be a “Classic” block, which is virtually the same as the current editor, except in block form. There’s also likely to be a very popular plugin in the repository to replace Gutenberg with the classic editor.

Auch den klassischen Editor, gibt es mittlerweile in Form eines Plugins:

Classic Editor
Preis: Kostenlos

Es wird spannend zu sehen in welche Richtung Automattic mit seinem Page-Builder-Ansatz steuert und wie die Community darauf reagieren wird. Wie man den Bewertungen des Gutenberg-Editors entnehmen kann, ist sie im Moment gespalten.

WordPress-Plugin für die Nutzung von VG Wort Zählmarken

Möchte man Meldungen zu Zugriffszahlen an die VG Wort übermitteln, so muss man sogenannte Zählmarken einbinden. Diese werden beim Texte Online Melden-Portal der VG Wort heruntergeladen. Anschließend müssen diese in die jeweiligen Artikel eingebaut werden. Damit wäre eine Menge Handarbeit nötig. Einfach funktioniert das ganze mit dem WordPress-Plugin Prosodia VGW OS für Zählmarken (VG WORT).

Das Plugin stellt eine Infrastruktur bereit, in welche man die bezogenen Zählmarken importieren kann. Nachdem die Einstellungen gesetzt sind, können die Artikel geschrieben werden und mit den Zählmarken versehen werden. Das Plugin blendet dazu ein Widget im Artikel-Editor ein. In diesem zählt das Plugin die Zeichenanzahl, so dass man ein Gefühl dafür bekommt, ab wann die Zählmarke gesetzt werden kann.

Am Artikel kann die Zählmarke zugewiesen werden

Entwickelt wird das Plugin vom Prosodia-Verlag. Eine ausführliche Anleitung zum Plugin gibt es auf der offiziellen Seite des Plugins. Der Quelltext ist unter der GPL2 lizenziert und damit freie Software. Zu finden ist der Quelltext unter anderem auf GitHub.

IDEM 6: Aus dem Maschinenraum #1

In den letzten Tagen war ich damit beschäftigt, den Podcast, der nun den Namen Invictus Deus Ex Machina trägt, auf Vordermann zu bringen. Dazu wurde unter anderem der Podlove Podcast Publisher installiert um eine solide technische Basis für die Zukunft zu haben.

Podlove Podcast Publisher
Preis: Kostenlos

Daneben soll sich die Erscheinungsfrequenz des Podcasts in Zukunft erhöhen; bisher wurde der Podcast eher sporadisch gepflegt. Thematisch geht es um die bekannten Blogthemen und es werden sicherlich einige Folgen zusammenkommen, welche sich mit dem SNES, meiner Lieblingskonsole, befassen werden. Alles in allem möchte ich dem Podcast mehr Bedeutung zukommen lassen.