seeseekey.net - Invictus Deus Ex Machina

Vor ein paar Tagen wurde Raspbian, die Debian-Distribution für den Raspberry Pi, auf das neue Release mit dem Namen Stretch aktualisiert. Debian benennt seine Releases nach Figuren aus dem Toy Story Universum. Nach dem Cowgirl Jessi, folgt nun der Octopus Stretch, Um bestehende Installationen, welche noch mit der älteren Version laufen, zu aktualisieren, sollte man sich per SSH mit dem entsprechenden Raspberry Pi verbinden. Dort gibt man dann folgendes ein:

apt-get update
apt-get dist-upgrade

Damit wird die bestehende Version (Jessi) auf die aktuelle Version aktualisiert. Im nächsten Schritt müssen die Paketquellen angepasst werden. Dazu muss die sources.list-Datei in einem Editor geöffnet werden:

nano /etc/apt/sources.list

Die Datei sieht dabei im Normalfall wie folgt aus:

deb http://mirrordirector.raspbian.org/raspbian/ jessi main contrib non-free rpi
# Uncomment line below then 'apt-get update' to enable 'apt-get source'
#deb-src http://archive.raspbian.org/raspbian/ jessie main contrib non-free rpi

Die Zeichenkette jessi muss nun durch stretch ausgetauscht werden. Das gleiche gilt für Dateien die im Ordner /etc/apt/sources.list.d/ liegen. Anschließend müssen die Pakete auf die neue Version (Stretch) aktualisiert werden:

apt-get update
apt-get dist-upgrade

Je nach Anzahl der installierten Pakete, kann dieser Vorgang durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen. Unter Umständen wird gefragt, ob bestimmte Konfigurationsdateien überschrieben oder behalten werden sollen. Hier sollte man je nach Fall abwägen. Bei Konfigurationen, die manuell angepasst worden sind, kann ein Überschreiben derselben zu Problemen führen, da die Dienste dann eventuell nicht mehr so laufen wie ursprünglich gewünscht. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, sollten noch einige Aufräumarbeiten angestartet werden:

apt-get autoremove
apt-get autoclean

Anschließend kann der Raspberry Pi mittels des Befehls reboot neugestartet werden.

Für einige Aufnahmen, welche ich mit einem externen Mikrofon über das iPhone aufnehmen wollte, war ich auf der Suche nach einer passenden Recording-Software. Fündig wurde ich mit dem Auphonic Recorder von Auphonic.

Auphonic Recorder
Preis: Kostenlos

Die App besitzt ein klar strukturiertes Interface, so dass man sich schnell zurechtfindet und mit der Nutzung beginnen kann. Als eine von wenigen Apps kann das Mikrofon, welches für die Aufnahme genutzt werden soll, unkompliziert festgelegt werden. Auch das Format, die Sampling Rate und Monitoring-Optionen können umfangreich eingestellt werden, so das keine Wünsche offen bleiben.

Neben der Recording-Funktionalität, verfügt die App über eine Schnittstelle zu Auphonic, so das Aufnahmen, problemlos an den Dienst übertragen werden können. Mit dem entsprechenden Mikrofon, verfügt man damit über eine Lösung um eine Aufnahme ohne weitere zusätzliche Hardware vorzunehmen.

Ab und an schaue ich gerne in den Himmel. Damit man dann auch weiß was genau man da siehst, kann man sich mit entsprechenden Apps behelfen. Eine der besseren Apps und meine persönliche Lieblingsapp in diesem Bereich ist Redshift. Die App verfügt über ein Planetarium mit einigen Millionen Sternen und weiteren interessanten Objekten wie Satelliten oder der ISS. Die Zeitperiode der Darstellung ist, von 3000 vor bis 3000 Jahre nach unserer Zeitrechnung, frei wählbar. Redshift gibt es in drei unterschiedlichen Versionen, welche sich im jeweiligen Funktionsumfang unterscheiden.

Redshift - Astronomie
Preis: 10,99 €+
Redshift Pro - Astronomie
Preis: 19,99 €

So ist das Ansteuern von Teleskopen z.B. nur in der Pro-Version verfügbar. Die Größe der integrierten Datenbanken nimmt von Edition zu Edition ebenfalls zu. Alles in allem ist Redshift eine App die einem den Sternenhimmel etwas näher bringt. Neben der iOS-Version gibt es ebenfalls Versionen für Android, Windows und macOS.

Seit einigen Versionen gibt es unter macOS die sogenannte Split View. Mit Hilfe dieser Funktion können zwei Fenster nebeneinander angeordnet werden und anschließend mit diesen gearbeitet werden. Unter iOS ist diese Funktionalität ebenfalls enthalten und kann z.B. auf einem iPad genutzt werden. Es handelt sich unter macOS um eine Abwandlung des Vollbildmodus eines Fensters.

Die Split View unter macOS

Aktiviert wird der Modus indem man den Vollbild-Button eines Fensters für einige Sekunden drückt. Anschließend kann man das Fenster auf die linke bzw. rechte Seite des Bildschirmes gelegt werden. Danach bekommt man auf der nicht ausgewählten Seite, eine Auswahl der aktuell gestarteten Apps und kann so die zweite Seite des Split View festlegen. Möchte man den Split View später wieder beenden, so nutzt man wieder den Vollbild-Button des Fensters.

Seit einigen Jahren verbaut Apple neben SSDs und normalen Festplatten auch das sogenannte Fusion Drive. Technisch gesehen handelt es sich um eine logische Zusammenfassung von einer SSD und einer normalen Festplatte. Die beiden Datenträger werden vom Betriebssystem zusammengefasst. In den ersten Modellen betrug die Größe der eingebauten SSD meist 128 GiB. Mittlerweile wurde die Größe der SSD, vor allem bei den Einstiegsmodellen, stark kastriert. Möchte man ermitteln wie groß die SSD im Fusion Drive ist, so kann man dies mit dem Befehl:

diskutil list

bewerkstelligen. Die Ausgabe sieht dann in etwa so aus:

/dev/disk0 (internal, physical):
   #:                       TYPE NAME                    SIZE       IDENTIFIER
   0:      GUID_partition_scheme                        *1.0 TB     disk0
   1:                        EFI EFI                     209.7 MB   disk0s1
   2:          Apple_CoreStorage Macintosh HD            999.3 GB   disk0s2
   3:                 Apple_Boot Recovery HD             650.0 MB   disk0s3

/dev/disk1 (internal):
   #:                       TYPE NAME                    SIZE       IDENTIFIER
   0:      GUID_partition_scheme                         28.0 GB    disk1
   1:                        EFI EFI                     314.6 MB   disk1s1
   2:          Apple_CoreStorage Macintosh HD            27.6 GB    disk1s2
   3:                 Apple_Boot Boot OS X               134.2 MB   disk1s3

/dev/disk2 (internal, virtual):
   #:                       TYPE NAME                    SIZE       IDENTIFIER
   0:                  Apple_HFS Macintosh HD           +1.0 TB     disk2
                                 Logical Volume on disk1s2, disk0s2
                                 ABCDEFGH-IJKL-MNOP-QRST-UVWXYZ012345
                                 Unlocked Encrypted Fusion Drive

Aus der Ausgabe lässt sich ermitteln, dass sich im Rechner zwei physische Festplatten befinden. Die Festplatte mit der 1.0 TB Kapazität ist die normale Festplatte, während es sich bei der kleineren, in diesem Fall der 28 GiB-Festplatte, um die eingebaute SSD handelt. Als letzter Eintrag ist die daraus gebildete virtuelle Festplatte zu sehen, welche als Fusion Drive agiert.

Der Dialog zum Drucken unter macOS ist recht spartanisch gehalten. So bietet er die wichtigsten Informationen und sollte im Normalfall für 90 Prozent aller Fälle genügen. Eine Kleinigkeit störte mich allerdings an dem Dialog. Standardmäßig ist bei meinem Drucker der Duplexdruck aktiviert. Möchte man die Standardeinstellung des Druckers ändern, wird es etwas komplizierter. Damit man diese Einstellung ändern kann, muss das Webinterface des unter macOS verwendeten Druckdienstes aktiviert werden. Der Dienst, der den Namen CUPS trägt, wird im Terminal mittels:

cupsctl WebInterface=yes

aktiviert. Anschließend ist das Webinterface unter:

http://localhost:631/

erreichbar. Rein technisch betrachtet ist das Webinterface bereits vor der Aktivierung mittels cupsctl aktiv. Allerdings sind die administrativen Funktionen gespeert, solange sie nicht mittels cupsctl aktiviert worden sind. Ist man im Webinterface angekommen, wählt man den Menüpunkt Administration aus. Dort klickt man anschließend auf den Button Manage Printers.

Die Standardeinstellungen des ausgewählten Druckers

Nun wählt man den gewünschten Drucker aus und wählt anschließend auf der nächsten Seite, in der rechten Combobox, den Wert Set Default Options und bestätigt das ganze. Auf der folgenden Seite kann man die Standardeinstellungen des entsprechenden Druckers ändern. Möchte man diese Speichern, so muss das ganze mit dem eigenen Nutzernamen und dem dazugehörigen Passwort autorisiert werden. Anschließend sind die neuen Standardeinstellungen sofort wirksam.

Wer versucht Dateien, eines bestimmten Dateityps, an einen anderen Ort zu kopieren, der kann mit den grafischen macOS-Boardmitteln schnell auf Probleme stoßen. Als Alternative bietet sich das Terminal an, in welchem das Problem wesentlich schneller gelöst werden kann:

find /Users/seeseekey/Unsortiert/ -iname \*.txt -exec cp {} /Users/seeseekey/Sortiert/txt/ \;

Damit werden alle Dateien, welche dem Pattern entsprechen, im Quellordner gefunden und anschließend in den Zielordner kopiert. Das cp-Kommando zum Kopieren kann auch durch mv ersetzten werden:

find /Users/seeseekey/Unsortiert/ -iname \*.txt -exec mv {} /Users/seeseekey/Sortiert/txt/ \;

Durch diese Änderung werden alle Dateien verschoben anstatt kopiert.

Wenn man ein Image auf eine SD-Karte oder einen USB-Stick übertragen möchte, so kann man, je nach verendetem System, die Kommandozeile nutzen um das Image auf den Datenträger zu schreiben. Mit Hilfe des Cross-Plattform-Tools Etcher kann man diese Aufgabe unkomplizierter erledigen. In Etcher muss das Image und der Datenträger definiert werden und schon startet der Prozess. Das Tool wird unter anderem von der Raspberry Pi Foundation empfohlen.

Etcher

Heruntergeladen werden kann Etcher auf der Seite des Projektes unter etcher.io. Es ist für macOS, Linux und Windows verfügbar. Der Quelltext des Werkzeuges ist auf GitHub zu finden. Das Projekt ist unter der Apache 2.0 Licence lizenziert und damit freie Software.

Vor kurzer Zeit stand ich vor dem Problem, dass eine Taste auf der Tastatur eines MacBook nicht mehr funktionierte. Nun tippt es sich ohne das komplette Alphabet bekanntermaßen etwas schwierig. Wenn die Taste nicht mehr repariert werden kann, muss eine andere Lösung in Erwägung gezogen werden.

Die Einstellungen in Karabiner-Elements

Das Werkzeug der Wahl ist hierbei Karabiner bzw. Karabiner-Elements. Nach der Installation des Tools, kann, unter Zuhilfenahme von Karabiner-Elements, das Mapping der Tasten verändert werden. Als Ausweichtaste bietet sich die Caps Lock-Taste an. Diese verfügt im Normalfall über keinerlei sinnvolle Funktionalität. Der Quelltext der beiden Karabiner-Versionen ist auf GitHub zu finden. Lizenziert sind die Werkzeuge als Public Domain und damit für jedermann frei verfügbar.

Für den Raspberry Pi gibt es eine Reihe von Distribution, welche die unterschiedlichsten Themengebiete, vom Konsolen-Linux zur grafischen Oberfläche, bis hin zu Spezialanwendungen, wie Media Center-Anwendungen, abbilden. Eine Distribution, welche sich der einfachen Emulation verschrieben hat ist RecalBox. Ziel der Distribution ist die Bereitstellung eines Paketes mit welchem man sofort starten kann. Dabei wird eine große Anzahl von Systemen vom NES, SNES und weiteren Nintendo-Konsolen, bis zu SEGA-Konsolen und weiteren Systemen unterstützt. Insgesamt enthält Recalbox eine Unterstützung für über 40 Systeme. Für die Installation reicht es aus, die Installationsdateien auf eine entsprechende SD-Karte zu kopieren und diese in den Raspberry Pi einzulegen. Anschließend startet eine NOOBS-Installation und danach kann die Recalbox genutzt werden.

Das EmulationStation-Frontend

Bluetooth-Controller werden, ein externes Bluetooth-Dongle vorausgesetzt, beim Start erkannt und können anschließend einfach konfiguriert werden. Die aktuelle Version der Recalbox trägt die Versionsnummer 4.0.2 und hat in Verbindung mit dem Raspberry Pi 3 ein kleines Problem; das interne Bluetooth-Modul wird nicht unterstützt. Dies wird erst mit Version 4.1 geschehen, allerdings ist der Release-Termin dieser Version noch nicht festgelegt. Auf der GitHub-Seite des Projektes findet sich dazu die Anzeige der entsprechenden Punkte welche vor dem Release noch erledigt werden sollen. Für die Nutzung der aktuellen Version benötigt man damit zwangsläufig einen externen Bluetooth-Dongle.

Für das Frontend zur Auswahl der Spiele und der entsprechenden Konsole wird EmulationStation genutzt. Als eigentliches Emulator-Frontend wird RetroArch genutzt. Der jeweils konkrete Emulatorkern, kann über die EmulationStation-Einstellungen konfiguriert werden. Zur Verwaltung der ROMs und der Recalbox-Konfiguration wird eine Weboberfläche bereitgestellt. Standardmäßig ist diese unter der URL:

http://recalbox.local

erreichbar. Im Recalbox Web Manager können ROMs per Drag & Drop hochgeleaden werden, das System überwacht und die Konfiguration angepasst werden. Auf dem Host recalbox.local läuft daneben ein SSH-Dienst mit welchem sich über das Terminal verbunden werden kann:

ssh root@recalbox.local

Das Standardpasswort für den root-Account lautet recalboxroot. Der Quelltext der unterschiedlichen Subprojekte der Recalbox sind auf GitHub zu finden. Im Großen und Ganzen funktioniert Recalbox als Lösung Out of the Box sehr gut. Zu finden ist Recalbox unter recalbox.com.