Was sichert Time Machine?

Unter Mac OS X ist ein Backup schnell eingerichtet – Time Machine, die dafür zuständige Applikation wird bei Inbetriebnahme des Mac eingerichtet und verrichtet ihren Dienst anschließend im Hintergrund. Backups werden nun regelmäßig auf ein entsprechendes Medium geschrieben.

Time Machine sichert die Daten

Time Machine sichert die Daten

Interessant ist nun, welche Dateien Time Machine sichert – so wird nicht das gesamte Systeme gesichert, sondern nur bestimmte Dinge wie die Programme und Anwendungen des Nutzers. Cache-, Logdateien, der Papierkorb und das eigentliche Betriebsystem werden nicht gesichert. Bei einer vollständigen Wiederherstellung wird stattdessen das System neu installiert und anschließend das Time Machine-Backup wieder eingespielt. Das führt unter anderem dazu das installierte MacPorts, nach dem Rückspielen des Dateisystems nicht mehr vorhanden sind.

Mobile Backups unter Mac OS X deaktivieren

Ich hatte in den letzten Tagen ein seltsames Verhalten auf meinem Mac. Wenn ich eine Datei löschte wurde kein Speicher freigegeben. Im Gegenteil, der freie Speicher wurde immer weniger. Verantwortlich dafür waren die Mobile Backups. Diese TimeMachine Funktion sorgt dafür das auch dann Backups erstellt werden, wenn das Backup-Laufwerk nicht verfügbar ist. Möchte man diese Funktionalität abschalten, so muss man im Terminal:

sudo tmutil disablelocal

eingeben. Damit wird das lokale Backup deaktiviert und der vom Backup belegte Speicherplatz freigegeben. Beim Löschen von Dateien wird damit wieder Speicher freigegeben.

Backup per sshfs

Wenn man einen Server betreibt ist ein Backup sehr praktisch. Viele Hoster bietet mittlerweile Backupspeicher an, auf welchen man seine Daten sichern kann. In diesem Artikel wird dabei davon ausgegangen das sich auf dem Server größere Imagedateien befinden, welche inkrementell gesichert werden sollen. Im ersten Schritt wird der Backupspeicher eingebunden. Viele Server lassen sich dabei mit SFTP ansprechen. Um dieses einzubinden muss das passende Paket installiert werden:

apt-get install sshfs

Danach erstellen wir einen Mountpunkt:

mkdir /mnt/backup

Anschließend kann das entfernte Dateisystem eingebunden werden:

sshfs :/ /mnt/backup

Für das Backup wird „rdiff-backup“ genutzt, welches über die Paketverwaltung installiert werden kann:

apt-get install rdiff-backup

Problematisch an „rdiff-backup“ ist die Tatsache, das dieses unter anderem mit Hardlinks arbeitet und diese bei SFTP unter Umständen nicht zur Verfügung stehen. Deshalb muss im ersten Schritt ein Image erzeugt werden und dieses eingebunden werden. Mittels:

rdiff-backup /etc/ /mnt/backup/etc/

kann dann anschließend das Backup angelegt werden. Möchte man ermitteln welche Backupversionen sich im Verzeichnis befinden, so kann dies durch

rdiff-backup -l /mnt/backup/etc/

bewerkstelligt werden. Damit man das ganze nicht immer per Hand erledigen muss (was bei Backups nicht ratsam wäre), habe ich das ganze in ein Skript gegossen welches auf GitHub zu finden ist.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/FUSE/sshfs
http://www.nongnu.org/rdiff-backup/
http://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Backup_unter_Linux_mit_rdiff-backup

Backup mittels rsync

Mittels „rsync“ ein Backup zu erstellen, ist für den normalen Nutzer unter Umständen etwas schwierig. Wesentlich vereinfacht wird der Prozess von dem Skript „rsync-time-backup“. Dieses unter einer MIT-Lizenz stehende Skript funktioniert dabei unter Linux und Mac OS X. Die Installation besteht dabei aus dem klonen des entsprechenden Git Repositories auf den eigenen Rechner:

git clone https://github.com/laurent22/rsync-time-backup

Genutzt wird das ganze nach dem Schema:

./rsync_tmbackup.sh <quelle> <ziel> [ausgeschlossene Dateien als Pattern]

Das Skript legt dabei für jedes Backup ein Verzeichnis mit dem Datum als Namen an. Dateien welche bereits in einem vorherigen Backup vorhanden und identisch sind, werden dabei per Hardlink verknüpft. Damit belegen sie keinen zusätzlichen Speicherplatz. Das Wiederherstellen von Daten ist bei diesem Backup sehr einfach. Es reicht den entsprechenden Ordner wieder zum Quellverzeichnis zu kopieren. Hierfür werden keine zusätzlichen Tools benötigt. Zu finden ist das Skript auf GitHub.

Automatisches Backup unter iTunes abschalten

Wenn man sein iPhone mit iTunes verbindet, so synchronisiert es sich automatisch. Dabei wird auch gleich ein Backup erstellt. Zwar ist es möglich das gesamte automatische Prozedere zu deaktivieren, was allerdings sehr unpraktisch ist wenn man nur das Backup verhindern möchte. Im diesen Fall kann man das ganze im Terminal mit der Zeile:

defaults write com.apple.iTunes AutomaticDeviceBackupsDisabled -bool true

deaktivieren. Anschließend werden die Backups bei der automatischen Synchronisierung ausgespart. Möchte man es wieder aktivieren genügt obige Zeile, wobei das „true“ durch ein „false“ ausgetauscht wird.