AMX Mod auf einem Counter-Strike 1.6 Server unter Ubuntu installieren

Vor ein paar Tagen beschrieb ich wie man einen Counter-Strike 1.6 Server unter Ubuntu aufsetzt. Dem Server in der Vanila-Version fehlen allerdings einige Komfort-Features wie z.B. das Voten von Maps. Möchte man diese Funktionalität nutzen, benötigt man ein entsprechendes Mod. Hier empfiehlt es sich das AMX Mod zu installieren. Dieses benötigt den Metamod, der allerdings direkt im Paket enthalten ist. Im ersten Schritt muss der Mod auf dem Server installiert werden. Dazu wechselt man auf das Home-Verzeichnis des Servernutzers und gibt dort folgende Kommandos ein:

mkdir amxmod
cd amxmod
wget http://www.amxmod.net/amxfiles/amxmod_2010.1/amxmod_2010.1_cs-en.zip
unzip amxmod_2010.1_cs-en.zip 
rm amxmod_2010.1_cs-en.zip
cp * /home/counterstrike/game/cstrike/ -r
cd ..
rm -r amxmod/

Mit den Kommandos wird der Mod heruntergeladen und an die richtige Stelle verschoben. Anschließend muss die Pluginliste für das Metamod aktiviert werden:

mv /home/counterstrike/game/cstrike/addons/metamod/sample_plugins.ini /home/counterstrike/game/cstrike/addons/metamod/plugins.ini

Damit das AMX Mod erkennt wer im Spiel über administrative Rechte verfügt, muss die users.ini-Datei bearbeitet werden. Diese befindet sich im Ordner /home/counterstrike/game/cstrike/addons/amx/config/users.ini. Der einfachste Weg den Administrator zu definieren ist es die Steam-ID des jeweiligen Spielers zu benutzen. Zur Ermittlung der Steam-ID des Spielers öffnet man im Spiel mittels der ^-Taste die Konsole und gibt dort den Befehl status ein. Anschließend kann der Nutzer der users.ini-Datei hinzugefügt werden:

"STEAM_0:1:12345"    ""       "abcefijmnopqrstu" "ce"

Dabei muss nur die Steam-ID im vorderen Teil geändert werden. Danach ist die Grundkonfiguration erledigt und der Server kann gestartet werden. Damit die Mods aktiviert werden, muss ein neuer Parameter beim Start übergeben werden:

-dll addons/metamod/dlls/metamod.so

In der vollständigen Kommandozeile könnte dies dann so aussehen:

./hlds_run -game cstrike +map de_dust2 +maxplayers 20 -dll addons/metamod/dlls/metamod.so

Sobald der Server hochgefahren ist kann in der Konsole des Spieles mittels des Befehls:

meta list

überprüft werden ob das Plugin erfolgreich gestartet wurde.

Der AMX Mod wurde erfolgreich installiert

In der Standard-Installation verfügt der AMX Mod über 76 Befehle, welche für den Betrieb und die Steuerung des Servers genutzt werden können:

1: amx_help - displays this help
2: amx_langmenu - displays language menu
3: amx_language [|save] - displays/sets/saves language
4: amx_listmaps - lists maps that can be nominated
5: amx_who - displays who is on server
6: say /currentmap - displays current map (say)
7: say /ff - displays friendly fire status (say)
8: say /flop15 - displays worst 15 players (MOTD)
9: say /flop15new - displays worst 15 players (MOTD)
10: say /hp - displays info. about your killer (chat)
11: amx_csayy [color]  - sends center hud message to all players - anonymous
12: amx_flicksay [color]  - sends flickering hud message to all players
13: amx_flicksayy [color]  - sends flickering hud message to all players - anonymous
14: amx_fsay   [color]  - sends hud message to all players
15: amx_fsayy   [color]  - sends hud message to all players - anonymous
16: amx_fxsay [color]  - sends fx hud message to all players
17: amx_fxsayy [color]  - sends fx hud message to all players - anonymous
18: amx_help - displays this help
19: amx_kick  [reason] - kicks
20: amx_kickmenu - displays kick menu
21: amx_langmenu - displays language menu
22: amx_language [|save] - displays/sets/saves language
23: amx_leave  [tag] [tag] [tag] - kicks non specified players
24: amx_listmaps - lists maps that can be nominated
25: amx_map  - changelevel
26: amx_mapmenu - displays changelevel menu
27: amx_name   - changes player's name
28: amx_plugcmdmenu [filename.amx/plugin name] - displays plugins commands menu
29: amx_psay   - sends private message
30: amx_psayy   - sends private message - anonymous
31: amx_say  - sends message to all players
32: amx_sayy  - sends message to all players - anonymous
33: amx_scrollsay [color]  - sends scroll message to all players
34: amx_scrollsayy [color]  - sends scroll message to all players - anonymous
35: amx_slap  [power] - slaps
36: amx_slapmenu - displays slap/slay menu
37: amx_slay  - slays
38: amx_speechmenu - displays speech menu
39: amx_teammenu - displays team menu
40: amx_teleportmenu - displays teleport menu
41: amx_tsay [color]  - sends left side hud message to all players
42: amx_tsayy [color]  - sends left side hud message to all players - anonymous
43: amx_vote    [answer #3] [answer #4] - starts a custom vote
44: amx_voteban  [ip] - starts a voteban
45: amx_voteff - starts a vote to enable/disable Friendly Fire
46: amx_votekick  - starts a votekick
47: amx_votemap  [map] [map] [map] - starts a votemap
48: amx_votemapmenu - displays votemap menu
49: amx_votenextmap [time] - the map will be changed [time] seconds after the end of the vote
50: amx_who - displays who is on server
51: amxmodmenu - displays menus
52: say <@[@|@]|#[#|#]|$[$|$]>[color]  - displays chat/hud message
53: say /currentmap - displays current map (say)
54: say /ff - displays friendly fire status (say)
55: say /flop15 - displays worst 15 players (MOTD)
56: say /flop15new - displays worst 15 players (MOTD)
57: say /hp - displays info. about your killer (chat)
58: say /me - displays current round stats (chat)
59: say /rank - displays your rank (chat)
60: say /rankstats - displays your server stats (MOTD)
61: say /rankstatsnew - displays your server stats (MOTD)
62: say /report - displays weapon status (say_team)
63: say /score - displays last score (chat)
64: say /stats - displays players stats (menu/MOTD)
65: say /statsme - displays your stats (MOTD)
66: say /streak - display info. about your killing streak
67: say /switch - switch client's stats on or off
68: say /thetime - displays the time (say)
69: say /timeleft - displays time left on map (say)
70: say /top15 - displays top 15 players (MOTD)
71: say /top15new - displays top 15 players (MOTD)
72: say currentmap - displays current map
73: say nextmap - displays next map
74: say thetime - displays current time
75: say timeleft - displays timeleft
76: say_team @ - displays message to admins

Counter-Strike 1.6 Server unter Ubuntu installieren

Counter-Strike 1.6 hat mittlerweile einige Jahre auf dem Buckel, gehört aber immer noch zu den beliebtesten Multiplayer-Spielen. Möchte man unter Ubuntu einen Server aufsetzen, so ist dies in wenigen Schritten erledigt. Im ersten Schritt müssen Abhängigkeiten installiert und ein Nutzer für den Server angelegt werden:

apt-get install lib32gcc1
adduser counterstrike

Nach dem Anlegen des Nutzers wird in dessen Kontext gewechselt und dort die Ordner-Infrastruktur angelegt:

su counterstrike
cd
mkdir steam
mkdir game

Nun steht die Installation des Steam-Kommandozeilen-Clients an:

cd steam
wget http://media.steampowered.com/installer/steamcmd_linux.tar.gz
tar -xvzf steamcmd_linux.tar.gz
rm steamcmd_linux.tar.gz

Danach kann der Steam-Client gestartet werden und der Counter-Strike-Server installiert werden:

./steamcmd.sh
login anonymous
force_install_dir /home/counterstrike/game/
app_update "90 -beta Beta" validate

Beim app_update kann es bei der Installation zu folgender Fehlermeldung kommen:

Error! App '90' state is 0x6 after update job.

Zur Lösung des Problems muss der Befehl:

app_update "90 -beta Beta" validate

so oft ausgeführt werden, bis der Vorgang schlussendlich erfolgreich beendet wird. Anschließend kann der Steam-Client mit dem Kommando exit beendet werden. Bevor man den Server startet, sollte man die server.cfg-Datei den Umständen entsprechend anpassen. Diese befindet sich im Ordner /home/counterstrike/game/cstrike/. Fertig konfiguriert könnte diese so aussehen:

// Use this file to configure your DEDICATED server. 
// This config file is executed on server start.

// server password
sv_password "geheim"
rcon_password "geheim"

// disable autoaim
sv_aim 0

// disable clients' ability to pause the server
pausable 0

// default server name. Change to "Bob's Server", etc.
hostname "Mein erster CS-Server"

// maximum client movement speed 
sv_maxspeed 320

// 20 minute timelimit
mp_timelimit 20

sv_cheats 0

// load ban files
// exec listip.cfg
// exec banned.cfg

Wenn man beim Start des Servers mittels:

./hlds_run -game cstrike +map de_dust2

folgende Ausgabe erhält:

dlopen failed trying to load:
/home/counterstrike/.steam/sdk32/steamclient.so
with error:
/home/counterstrike/.steam/sdk32/steamclient.so: cannot open shared object file: No such file or directory

muss ein symbolischer Link erstellt werden, welcher auf den linux32-Ordner der Steam-Installation zeigt:

cd
mkdir .steam
ln -s /home/counterstrike/steam/linux32 /home/counterstrike/.steam/sdk32

Anschließend kann der Server wieder gestartet werden. Alternativ kann der Server natürlich auch in einer screen-Umgebung gestartet werden, so das dieser im Hintergrund läuft.

macOS Server deinstallieren

Für macOS existiert seit vielen Jahren eine Erweiterung (der macOS Server), mit welchem dem Betriebssystem bestimmte Server-Funktionalitäten hinzugefügt werden können. Wenn der macOS Server später wieder deinstalliert werden soll, so ist dies in zwei einfachen Schritten möglich.

Die Konfigurationsoberfläche des macOS Server

Im ersten Schritt muss die Server-Applikation aus dem Programme-Ordner gelöscht werden. Anschließend muss der Ordner /Library/Server gelöscht werden. Damit ist der macOS Server deinstalliert.

Ordner mittels tar und gzip komprimieren

Möchte man unter Linux auf dem Terminal einen Ordner mittels tar und gzip komprimieren, so ist dies mit zwei Befehlen erledigt:

tar cvwf data.tar data

Damit wird der Ordner data in eine Tar-Datei archiviert. Bei den Buchstaben nach dem Befehl handelt es sich um die gewünschten Optionen (create, verbose, interactive, file). Eine Tar-Datei ist nicht komprimiert, da das Tar-Format die Daten der Dateien einfach hintereinander in der Tar-Datei anordnet. Zur Kompression der Tar-Datei wird gzip genutzt:

gzip -9 data.tar

Damit wird die Datei mittels gzip gepackt und trägt anschließend den Namen data.tar.gz. Das -9 teilt gzip mit, das die höchste Kompressionsstufe genutzt werden soll.

REST-Server mit Grapevine aufsetzen

In den letzten Tagen habe ich für ein Projekt einen REST-Server geschrieben. Der Server läuft unter .NET bzw. Mono – also war ich auf der Suche nach einer passenden Bibliothek bzw. einem Framework, welches mich bei dem Aufsetzen eines solchen Servers unterstützt. Nach einem Blick auf Nancy und einigen anderen Frameworks bin ich schlussendlich bei Grapevine gelandet.

sukona.github.io

sukona.github.io

Dabei handelt es sich um eine Bibliothek, welche neben einem REST-Client auch einen REST-Server bereitstellt. Das Hauptaugenmerk der Entwicklung wird dabei auf den REST-Server gelegt. Mit Hilfe des Frameworks lässt sich ein REST-Server mittels weniger Zeilen Quellcode aufsetzen:

ServerSettings settings = new ServerSettings();
settings.Host = "localhost";
settings.Port = "1111";

RestServer server = new RestServer(settings);
server.Start();

In diesem Beispiel werden die Einstellungen für den Server angelegt und anschließend dem Server übergeben. Danach wird der Server mit der Methode Start hochgefahren. Damit verfügt man zwar über einen REST-Server, dieser verfügt allerdings über keinerlei Methoden was die praktische Verwendung eher erschwert. Ressourcen für den Server werden mittels des Attributes RestResource markiert:

[RestResource(BasePath = "/time/")]
public class TimeModule
{
    [RestRoute(PathInfo = "date")]
    public IHttpContext GetDate(IHttpContext context)
    {
        context.Response.SendResponse(Grapevine.Util.HttpStatusCode.Accepted, getDate());
        return context;
    }
}

Über das Attribut RestRoute wird eine Methode für Grapevine gekennzeichnet – das Pathinfo definiert dabei den Pfad über welchen diese aufgerufen werden kann. Durch den über das Attribut RestResource festgelegten BasePath lautet die vollständige URL für die Ressource:

http://localhost:1111/time/date

Wird diese Methode per GET aufgerufen, so wird das aktuelle Datum zurückgegeben. Damit ist ein minimaler REST-Server mit einer Ressource implementiert. Grapevine selbst ist unter der Apache Lizenz lizenziert und damit freie Software. Der Quelltext der Bibliothek befindet sich auf GitHub.