Globales @Before in JUnit

Wenn man unter JUnit für mehrere Tests einige vorbereitende Schritte benötigt, so kann man dafür die @Before Annotation nutzen:

@Before
public void setup() {
    // Prepare something
}

Das Problem an dieser Methode ist, das dass ganze auf eine Klasse beschränkt ist. Benötigt man die vorbereitenden Schritte in mehreren Klassen, so muss man sich unter JUnit 4 anders behelfen. Dort führt die Lösung über eine abstrakte Klasse:

public abstract class TestBase {
    @Before
    public void setup() {
        // Prepare something
    }
}

Von dieser Klasse können die Klassen mit den Testfällen abgeleitet werden. Allerdings muss man beachten, das es hierbei zu doppelter Initialisierung kommen kann. Unter JUnit 5 kann man dies nun wesentlich einfacher lösen. Dort gibt es die neue Annotation @BeforeAll:

@BeforeAll
public void setup() {
    // Prepare something
}

Mit diese Annotation wird die Initialisierung vor der Ausführung der Tests durchgeführt.

Größe des Flashspeichers beim NodeMCU ermitteln

Das auf dem ESP8266 basierendem Entwicklungsboard NodeMCU gibt es unterschiedlichen Varianten, die sich unter anderem durch die Größe des Flashspeichers unterscheiden. Möchte man nun ermitteln welche Größe der Speicher beim eigenen NodeMCU-Board hat kann man dies mit einem Programm aus einem der ESP8266-Repositories sehr unkompliziert ermittelt.

Die Größe des Flashspeichers wird über die serielle Schnittstelle ausgegeben

Nachdem die Arduino IDE mit dem Programm geöffnet wurde und das Programm auf das NodeMCU-Board geflasht wurde, kann die Ausgabe über die serielle Schnittstelle ausgelesen werden. Dazu muss der serielle Monitor, im Menü unter Werkzeuge -> Serieller Monitor zu finden, aktiviert werden. Wichtig ist es, dass hier die korrekte Baudrate eingestellt wird.

Webseiten aus der Wayback Machine herunterladen

Wenn man eine nicht mehr verfügbare Webseite aufrufen möchte oder einen älteren Stand einer Webseite benötigt ist die Wayback Machine vom Internet Archive stets zur Stelle. Das Internet Archive ist eine gemeinnützige Organisation, welche seit 2007 offiziell als Bibliothek vom US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien anerkannt ist.

archive.org/web/

Manchmal benötigt man einen Snapshot einer bestimmten Version der Webseite und möchte diesen nicht umständlich über das Webinterface der Wayback Machine herunterladen. In diesem Fall kann sich des Tools wayback-machine-downloader bedienen. Dieses Tool, welches in Ruby geschrieben ist, kann einfach über den Ruby-Paketmanager installiert werden:

gem install wayback_machine_downloader

Anschließend kann das Tool genutzt werden:

wayback_machine_downloader http://example.com

Damit wird der letzte gesammelte Snapshot heruntergeladen. Daneben existieren Option wie die –to Optionen um den Snapshot nur aus einem bestimmten Zeitraum zu holen. Da ich mehrere Snapshots einer Seite benötigte habe ich das ganze in ein Skript gegossen:

#sh

for i in `seq 127 1`;
  do
    # Define date postfix
    DATE_POSTFIX="28120000";
			
    # Linux (Linux date)
    #DATE=`date +%Y%m -d "$i month ago"`    
				
    # macOS (BSD date) 
    DATE=`date -j -v-${i}m +%Y%m` 
    
    # Add date postfix
    DATE=$DATE$DATE_POSTFIX
				
    # Create folder for snapshot
    mkdir $DATE
    cd $DATE

    # Download snapshot
    wayback_machine_downloader http://example.com --to $DATE

    # Leave folder
    cd ..
  done  

In diesem Skript wird durch das Skript 127 Monate in die Vergangenheit gereist und ein Snapshot der Webseite heruntergeladen. Das ganze läuft so lange durch bis das Ende der Schleife erreicht ist. So erhält man pro Monat einen Snapshot. Der Wayback Machine Downloader, dessen Quelltext auf GitHub zu finden ist, ist unter der MIT Lizenz lizenziert und damit freie Software.

Mono-Probleme auf dem Raspberry Pi

Auf einem meiner Raspberry Pi-Rechner läuft eine in Mono geschriebene Server-Applikation. Damit die Server-Applikation funktionierte benötigte sie natürlich die Mono Runtime. Diese kann unter Raspbian einfach mittels des Kommandos:

apt-get install mono-runtime

installiert werden. Als ich die Serverapplikation nach der Installation von Mono ausführen wollte erhielt ich allerdings folgende Fehlermeldung:

Missing method .ctor in assembly Melinda.dll, type System.Runtime.CompilerServices.ExtensionAttribute
Can't find custom attr constructor image: Melinda.dll mtoken ...

Dieses Problem ließ sich durch die Installation der Bibliothek libmono-system-core4.0-cil beheben:

apt-get install libmono-system-core4.0-cil

Im Anschluss erhielt ich bei einem erneuten Startversuch eine weitere Fehlermeldung:

Grapevine.Exceptions.Server.UnableToStartHostException occurred
An error occured when trying to start the Grapevine.Server.RestServer

In diesem Fall kam die Fehlermeldung vom REST-API Framework Grapevine. Allerdings war der Fehler nicht wirklich in der Bibliothek zu finden. Stück für Stück kamen weitere Fehlermeldungen wie diese:

System.Reflection.ReflectionTypeLoadException: The classes in the module cannot be loaded.

zustande. Nach einiger Recherche war klar: auch in diesem Fall fehlten weitere Abhängigkeiten aus dem Mono-Framework. In diesem Fall half die Holzhammermethode; die Installation des kompletten Mono-Frameworks. Dazu wurde das Paket mono-complete mittels:

apt-get install mono-complete

installiert. Dieses nimmt ein paar mehr Megabyte als das Runtime-Paket in Anspruch, allerdings sind damit alle möglichen Abhängigkeiten installiert. Somit kann man sich auf die eigentliche Entwicklung und Ausführung der eigenen Applikationen konzentrieren, anstatt einer kuriosen Fehlermeldung nach der anderen hinter her zu jagen.

SSH-Deamon auf dem Raspberry Pi aktivieren

Seit November 2016 wird die Standarddistribution für den Raspberry Pi namens Raspbian, eine auf Debian basierende Distribution, mit deaktiviertem SSH-Server ausgeliefert. Was aus Sicherheitsgründen lobenswert ist hat natürlich für die schnelle Inbetriebnahme eines Raspberry Pi einige Nachteile.

Ein Raspberry Pi 3

Allerdings existieren zwei relativ einfache Wege den SSH-Dienst wieder zu aktivieren. Die erste Möglichkeit ist, nachdem das Image auf die für den Raspberry Pi verwendete SD- bzw. microSD-Karte gebracht wurde, auf der boot-Partion der Karte eine Datei mit dem Namen ssh anzulegen. Ist diese Datei vorhanden, so wird der SSH-Serverdienst beim Start des Raspberry Pi aktiviert.

Die entsprechende Option in raspi-config

Läuft der Raspberry Pi bereits und man hat Zugriff auf diesen kann der SSH-Dienst mittels des Konfigurationstools raspi-config aktiviert werden. Nachdem dieses gestartet wurde, wird dort der Punkt Interfacing Options ausgewählt. Dort findet sich der Unterpunkt P2 SSH. Wählt man diesen Unterpunkt an, wird nach der Bestätigung der Sicherheitsabfrage der SSH-Dienst aktiviert.

Nach der Sicherheitsabfrage wird der SSH-Dienst aktiviert

Nun kann sich (wenn das Raspbian noch in der Standardkonfiguration läuft) mittels:

ssh 

und dem Passwort raspberry eingeloggt werden. Da man dieses Passwort nach der Ersteinrichtung ändern sollte, erhält man beim Login über ssh folgenden Hinweis:

SSH is enabled and the default password for the 'pi' user has not been changed.
This is a security risk - please login as the 'pi' user and type 'passwd' to set a new password.

Dieses Hinweis sollte befolgt werden und das Passwort mit dem Kommando:

passwd

geändert werden. Anschließend kann der Raspberry Pi ohne Probleme mit dem SSH-Dienst genutzt werden. In der offiziellen Raspberry Pi Dokumentation wird weiterführend auf das Thema eingegangen. Dort wird neben der eigentlichen Einrichtung des SSH-Dienstes auch die Nutzung verschiedener Clients in den unterschiedlichen Betriebssystemen besprochen.