Ed25519-SSH-Schlüssel im Terminal generieren

Wer in den letzten Jahren einen SSH-Schlüssel generiert hat, wird meist RSA als kryptografischen Verfahren dafür genutzt haben. Mittlerweile geht die Empfehlung für neue Schlüssel mehrheitlich zu solchen, welche auf elliptische Kurven basieren. Ein solcher Schlüssel kann im Terminal über den Befehl:

ssh-keygen -t ed25519

generiert werden. Alternativ kann eine entsprechende E-Mail-Adresse für den Schlüssel definiert werden:

ssh-keygen -t ed25519 -C ""

Anschließend wird ein entsprechender Schlüssel erzeugt:

The key fingerprint is:
SHA256:1RCIsYVjuj9JUdpkAQEpnHmQEI2n+VsW1hr5dPk/X9w 
The key's randomart image is:
+--[ED25519 256]--+
|o*.=.o+*ooo.     |
|. O o =o=  o     |
| + o =.B .. .    |
|o   * = +.       |
| . . B oS.       |
|  . = o   .    ..|
|   + o .   .    E|
|  .   +     o  . |
|       .     o.  |
+----[SHA256]-----+

Wer sich den öffentlichen Schlüssel anschaut, wird feststellen, das dieser wesentlich kürzer ist:

ssh-ed25519 AAAAC3NzaC1lZDI1NTE5AAAAIDQFUwFRKdr/6xq208X6ME9kQF0pxVWSEmIkMqJXwUZ2 

Die Länge des Schlüssels verglichen mit den RSA-Schlüsseln sagt allerdings direkt nichts über die Sicherheit des Schlüssels aus. Grundsätzlich sind die Ed25519-Schlüssel kürzer als vergleichbare RSA-Schlüssel. Daneben ist das Verfahren schneller und resistenter gegen Kollisionsattacken und sollte daher in Zukunft gewählt werden.

Audio-Dateien mittels ffmpeg normalisieren

Für einen Audio-Workflow wollte ich unter anderem Audio-Dateien normalisieren, damit diese mit einer identischen Lautheit verfügbar sind. Dazu kann das freie ffmpeg genutzt werden:

ffmpeg -i local.flac -filter:a loudnorm local.wav

Allerdings wird bei der Normalisierung eine 2-Pass-Lösung empfohlen. Dabei wird im ersten Durchlauf die Datei analysiert, um die entsprechenden Werte für die qualitativ hochwertige Normalisierung zu ermitteln:

ffmpeg -i local.flac -filter:a loudnorm=print_format=json -f null NULL

Für die entsprechende Datei wird dann eine Ausgabe erzeugt:

{
	"input_i" : "-33.65",
	"input_tp" : "-8.11",
	"input_lra" : "7.10",
	"input_thresh" : "-44.96",
	"output_i" : "-25.28",
	"output_tp" : "-2.00",
	"output_lra" : "4.50",
	"output_thresh" : "-36.36",
	"normalization_type" : "dynamic",
	"target_offset" : "1.28"
}

Mithilfe dieser Informationen kann dann der zweite Durchlauf gestartet werden:

ffmpeg -i local.flac -filter:a loudnorm=linear=true:i=-16:lra=7.0:tp=-2.0:offset=0.50:measured_I=-33.65:measured_tp=-8.11:measured_LRA=7.10:measured_thresh=-44.96 -ar 44100 local.wav

Da die Lösung mittels ffmpeg etwas umständlich ist, wurde ffmpeg-normalize entwickelt. Dieses Python-Tool kann über den Python-Paketmanager installiert werden:

pip3 install ffmpeg-normalize

Anschließend kann die Normalisierung und Konvertierung vorgenommen werden:

ffmpeg-normalize local.flac -o local.wav -ar 44100

In diesem Fall wird die FLAC-Datei normalisiert und in eine Wave-Datei konvertiert und die entsprechende Samplerate auf 44100 gestellt. Um das Kommando einfacher zugänglich zu machen, kann eine Bash-Funktion definiert werden. Unter macOS muss diese in der entsprechenden Konfigurationsdatei der Z shell angelegt werden:

nano ~/.zshrc

Anschließend kann die entsprechende Funktion in der Datei definiert werden:

normalize ()
{
  ffmpeg-normalize "$1" -o "$1".wav -ar 44100
}

Nachdem das Terminal neu gestartet wurde, kann das Kommando wie folgt benutzt werden:

normalize local.flac

Datei im Terminal Base64 kodieren

Wer unter macOS eine Datei Base64 kodieren möchte, kann dies einfach über das Terminal bewerkstelligen:

cat file.md | base64 > file-base64.md

Auch die Rückwandlung funktioniert analog:

cat file-base64.md | base64 --decode > file-decoded.md

Das Ganze muss auch nicht mit ganzen Dateien betrieben werden, sondern kann auch direkt mit Text befüllt werden:

echo -n 'Lorem Ipsum' | base64

Wie bei den Dateien kann mittels des Parameters –decode das Ganze wieder dekodiert werden.

Formatierung in Ulysses ändert sich nach Aktualisierung

Ulysses ist eine großartige App zum Schreiben größerer Dokumente bis hin zu Büchern. Innerhalb der Applikation wird mit Markdown gearbeitet, welches dann entsprechend dargestellt wird. Dafür sind unter Ulysses sogenannte Themes zuständig. Über diese wird festgelegt wie das Markdown innerhalb der App dargestellt wird.

Die Einstellungen von Ulysses

In neueren Versionen werden Überschriften in unterschiedlichen Größen dargestellt, was ich gelinde gesagt als schrecklich empfinde. Allerdings ist dies kein Problem, da dass entsprechende Theme einfach angepasst werden kann und die Überschriften damit in der gleichen Größe angezeigt werden. Allerdings gibt es bei dieser Möglichkeit ein Problem. Wurde das Standardtheme (aktuell D22) angefasst, so wird dieses bei einer Aktualisierung der Anwendung wieder überschrieben.

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Die Idee dahinter ist, dass das Standardtheme immer entsprechend aktuell gehalten wird, damit der Nutzer Neuerungen gleich sieht. Gelöst werden kann das Problem dadurch, das eine Kopie vom Standardtheme angelegt wird. Dieses kann dann nach den Wünschen des Nutzers angepasst werden. Die Änderungen werden bei einer Aktualisierung der Applikationen auch nicht mehr überschrieben.

Uhrzeit und Datum in der Menüleiste unter macOS

Unter macOS gibt in der Menüleiste eine Anzeige für das Datum und die Uhrzeit. Diese kann dabei nach den Wünschen des Nutzers angepasst werden. Allerdings finden sich die entsprechenden Einstellungen nicht unter Sprache & Region.

Die Einstellungen für das Dock und die Menüleiste

Stattdessen muss in den Einstellungen der Punkt Dock & Menüleiste geöffnet werden. In diesem findet sich dann auf der linken Seite der Punkt Uhr. Dort kann die Uhr in der Menüleiste entsprechend an die Wünsche des Nutzers angepasst werden.