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Sim City sollte jedem der sich halbwegs für Spiele interessiert ein Begriff sein. Dabei handelt es sich um eine ursprünglich zweidimensionale Simulation einer Stadt. Das klassische Sim City wurde vor einigen Jahren in Form von Micropolis unter einer freien Lizenz veröffentlicht. Mit 3d.city wurde dieses Prinzip nun in die dritte Dimension und in den Browser befördert.

3d.city am Beispiel einer kleinen Stadt

3d.city am Beispiel einer kleinen Stadt

Für die Simulation nutzt 3d.city die Javascript-Implementation micropolisJS bzw. baut darauf auf und nutzt für die 3D-Darstellung die three.js-Engine. Das Spiel ist unter der GPL lizenziert und damit freie Software. Der Quelltext ist auf GitHub zu finden. Ausprobiert werden kann 3d.city unter lo-th.github.io/3d.city/.

Mit den in den letzten Jahren zunehmenden Fähigkeiten der Browser, tauchten vermehrt Engines auf, mit denen einfach 2D und 3D Anwendungen und Spiele programmiert werden konnten. Eine dieser Engine ist dabei Babylon.js. Dabei handelt es sich um eine auf HTML5 und WebGL basierende 3D-Engine, welche in Javascript implementiert ist. Sie enthält unter anderem einen kompletten Szenengraph mit Entitäten wie Licht, Kameras, Materialien und Meshes. Daneben deckt die Funktionalität der Engine Themengebiete wie Kollision, Physik, Animation, Partikel und vieles mehr ab.

Ein einfaches Beispiel

Ein einfaches Beispiel

Ausprobiert werden kann die Engine auf dem Babylon.js Playground. Lizenziert ist Babylon.js unter der Apache License in der Version 2.0 und damit freie Software. Der dazugehörige Quelltext ist auf GitHub zu finden. Daneben kann die Engine auch über die offizielle Seite unter babylonjs.com bezogen werden.

The Legend of Zelda: Ocarina of Time hat mittlerweile einige Jahre auf dem Buckel – das haben sich auch einige Fans des Spieles gedacht und arbeiten an einer Neuauflage. Allerdings nicht wie man das ganze im ersten Moment erwarten würde. Statt epochaler 3D-Grafik wird das ganze Spiel in 2D aufgelegt.

Die Grafik ist dabei angelehnt an das für das Super Nintendo erschienene The Legend of Zelda: A Link to the Past. Aktuell sind zirka 10 Prozent des Originalspieles umgesetzt. Die offizielle Seite, auf welcher auch eine Demo-Version für Windows zu finden ist, ist unter oot-2d.com zu erreichen.

Wenn man eine Software mit einer Versionsnummer 1.0 sieht, klingt das meist nicht sonderlich ausgereift. Bei Open Source Software ist dies in vielen Fällen anders. Hier fangen viele Entwickler mit einer 0.1 Version oder ähnlichem an. Die Version 1.0 ist dann meist ein großer Sprung. So auch bei MakeHuman, das nun in der Version 1.0 erschienen ist.

Ein in MakeHuman erstelltes Modell

Ein in MakeHuman erstelltes Modell

Bei der Software handelt es sich um Werkzeug zum Erzeugen von menschlichen 3D-Modellen. Mit ihr ist es möglich sich in wenigen Minuten ein 3D-Modell eines Menschen zu erzeugen. Die damit erzeugten Modelle, können lizenzfrei genutzt werden. Die Software selbst ist unter der AGPL lizenziert. Bezogen werden kann MakeHuman unter makehuman.org.

Gestern versuchte ich Fallout 3 auf einem Mac OS X und anschließend auf einem Linux System zu installieren. Das ganze sollte mittels Wine zum laufen gebracht werden, was grundsätzlich kein Problem darstellen sollte. Allerdings stellte sich das dank DRM aller SecuROM und DVD Überprüfung als ein Ding der Unmöglichkeit heraus, vor allem dann wenn man kein CD/DVD-ROM Laufwerk im entsprechenden Rechner hat. Nun gut wer nicht will, der hat schon.

Der Übertäter in Form von Fallout 3

Wenn Fallout schon nicht funktioniert, so kann man sich ja immerhin noch am geistigen Vater des Spieles bedienen: Wasteland. Allerdings muss man sich nicht mit dem Original von 1987 begnügen sondern kann ab Oktober 2013 mit deren Nachfolger Wasteland 2 vorlieb nehmen. Das ganze würde über Kickstarter mit einer Summe von $ 2.933.252 finanziert.

Das Spiel wird es in einer Linux, Windows und Mac OS X Version geben und auch als DRM freie Version angeboten. Neben der englischen Originalsprache soll das Spiel mindestens in die Sprachen Französisch, Italienisch, Deutsch und Spanisch übersetzt werden.

Technisch wird das ganze auf der Unity Engine aufsetzen, welche dafür um eine Linux Unterstützung erweitert wird. Den entsprechenden Entwicklerblog findet man unter http://wasteland.inxile-entertainment.com/blog/.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wasteland

Es gibt ja Bestrebungen aus OSM Daten 3D Modelle zu erzeugen. Eines dieser Projekte ist OSM-3D von der Universität Heidelberg. Interessant dazu ist die entsprechende Wikiseite im OpenStreeMap Wiki welche unter http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:OSM-3D zu finden ist. Dort kann man nämlich schauen welche Attribute und Tags konkret ausgewertet werden, für alle die mit der Idee spielen so etwas mal selber zu bauen 😉

Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.osm-3d.org/

Wenn man etwas in 3D „drucken“ möchte also ein wenig Rapid Prototyping betreiben will der kann dazu einen Open Source 3D Drucker wie den RepRap benutzen. Mittlerweile gibts es aber auch Dienstleister die dies anbieten.

Zwei dieser Dienstleister sind Ponoko und Shapeways. Zu finden sind die Dienstleister unter http://www.ponoko.com/ bzw unter http://www.shapeways.com/. Ausprobieren schadet ja nicht 🙂

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/RepRap
http://de.wikipedia.org/wiki/Rapid_Prototyping