Da ich mittlerweile doch ziemlich oft in bestimmten IRC Channels aufhalte ist mir aufgefallen das viele Leute sogenannte Pastbin Dienste nutzen. Ein Pastebin ist im Grunde nicht anderes als eine Website welche es dem Benutzer erlaubt beliebige Textschnipsel ohne Anmeldung zu posten. Meist bieten diese Systeme auch Syntaxhighlighting für eine Menge Programmiersprachen an. Beliebt ist das ganze im IRC wo längere Texte nicht so gerne gesehen werden. Ich benutze im übrigen http://www.nopaste.ch als Pastebin Dienst.
Dinge über Linux die ich immer wieder vergesse…
Es gibt so ein paar Dinge und Befehle die ich immer wieder vergesse und dann erstmal wieder minutenlang danach im Internet suche. Aus diesem Grund schreibe ich sie hier mal auf :)
Kernelversion ermitteln
Die Kernelversion ermittelt man, indem man einfach uname -a in die Konsole eingibt.
Rekursiv den Besitzer von Dateien ändern
Möchte man alle Dateien eines Ordners einem anderen Besitzer zu ordnen so benutzt man hierfür den Befehl chown. Um jetzt z.B. alle Dateien welche im Ordner /home/seeseekey/ liegen dem Besitzer robert, der Gruppe users zuzuweisen muss man folgendes eingeben: chown -R -c robert:users /home/seeseekey/.
Mit apt-cache ein Paket suchen
Wenn man mal wieder ein Paket sucht aber nicht genau weiß wie es heißt so hilft apt-cache search Suchbegriff. Das ganze könnte dann z.B. so aussehen: apt-cache search python und schon bekommt man alle Pakete in denen der Name python vorkommt.
Über SSH auf die graphische Oberfläche des Freerunners zugreifen
Möchte man auf dem Desktop z.B. mal den Browser ausprobieren, da man auf dem Neo z.B. keinen Slash eingeben kann, so wäre es wünschenswert das man die graphische Ausgabe gleich per SSH mitnimmt. Erfreulicherweise ist das ganze auch relativ unkompliziert.
Als erstes stellt man eine Verbindung per USB Networking her. Natürlich geht das ganze auch übers WLAN, dabei müssen dann allerdings die IP Adressen angepasst werden. Sobald man sich dann per SSH mit seinem Neo verbunden hat gibt man export DISPLAY=192.168.0.200:0.0 ein und bestätigt das ganze mit der Entertaste.
Auf unseren PC öffnen wir nun noch ein Terminal und geben folgendes ein:
xhost +
ssh -X root@192.168.0.202
Um nun zu testen ob das ganze funktioniert hat, geben wir nun einfach openmoko-browser2 ein und schon müsste sich der Browser auf dem Desktop öffnen und wir können die Anwendung wie auf dem Neo benutzen.
E, EFL, Evas und Edje
Zur Zeit belese ich mich gerade über EVAS und Edje welche Teile der Enlightenment Foundation Libraries (EFL) sind. Das ganze dient dazu, mich in die Lage zu versetzen meine erste graphische Anwendung für das Neo zu schreiben. Doch erst einmal hübsch der Reihe nach. Wovon wird hier überhaupt geredet?
Am besten ist es mit Enlightenment zu beginnen. Bei Enlightenment (meist einfach nur E genannt) handelt es sich um einen Fenstermanager für unixoide Systeme. So ein Fenstermanager macht im Grunde nichts anderes Fenster zu verwalten, was ja irgendwie logisch ist. Konkret bedeutet das, dass der Manager Funktionen wie das Minimieren, Vergrößern, Verschieben und Schließen des Fensters bereitstellt. Dies tut der Manager natürlich nicht nur für ein Fenster sondern für alle Fenster.
Enlightenment wurde 1997 ins Leben gerufen und schlief dann irgendwann mit der Version 0.16 ein. Aber dank Open Source wurde Enlightment aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Die neue Version von Englightment hört auf den Namen E17 und befindet sich zur Zeit in der Entwicklung. Für diese Version wurden auch die Enlightenment Foundation Libraries (EFL) geschrieben. Das Schöne an den Enlightenment Foundation Libraries ist das sie ohne Probleme auf Embedded Geräten wie z.B. PDAs und Smartphones benutzt werden können. Unter anderem auf dem Neo Freerunner :)
Damit man einen Überblick über die Enlightenment Foundation Libraries bekommt sollen hier einige der wichtigsten Teile dieser Bibliotheken vorgestellt werden:
Evas
Bei Evas handelt es sich um eine hardwarebeschleunigte Canvas API, welche sich um die graphische Low Level Arbeit kümmert. Evas definiert dabei eine Gruppe von Evas_Objects wie z.B. Rechtecke, Kreise, Bilder und Gradienten. Für diese Objekte können dann Dinge wie die Farbe, der Transperenzgrad etc. zugewiesen werden. Evas das ganze dann in die Primitive um und zeichnet das ganze. Allerdings habe ich zwei Quellen gefunden die jeweils das gegensätzliche behaupten. Die Enlightment Wiki behauptet das Evas das ganze in X11 Primitive zerlegt und zeichnet während die andere Quelle besagt das Evas diese Objekte in ein Bild zeichnet und dieses Bild letztendlich anzeigt.
Ecore
Bei Ecore handelt es sich wie der Name bereits erraten läßt um die Kernbibliotheken der Enlightenment Foundation Libraries. Diese Bibliotheken enthalten Dinge wie Events, Timer, IPC und Ecore_Evas welches die Erzeugung eines Evas Canvas wrappt und das ganze unter einer einfachen API bereitstellt.
EET
Bei EET handelt es sich um eine Bibliothek zum Speichern von beliebigen Datenchunks in einer Datei. Optional können diese Chunks auch automatisch komprimiert werden. Diese EET Dateien eignen sich am besten für Daten welche oft gelesen aber relativ selten geschrieben werden müssen.
Edje
Edje ist die grafische Design und Layoutbibliothek man könnte das ganze auch Theming Engine nennen, ganz einfach aus dem Grund, das jede Anwendung welche Edje benutzt automatisch für Skins vorbereitet ist. Technisch gesehen liefert Edje (welche auf dem Evas Canvas aufbaut) eine Abstraktionsebene zwischen dem Interface und dem Code, sprich Code und Interface sind sauber voneinander getrennt. Dies erlaubt sehr flexible Layouts und Animationen. Edje kombiniert dabei komplexe Evas Objekte in ein einzelnes Objekt. Dieses Edje_Object kann dabei genauso behandelt werden wie die Evas Primitive.
Ich denke diese vier Bibliotheken sind für den Anfang das wichtigste. Wer mehr Informationen dazu sucht, findet diese unter http://wiki.enlightenment.org/. Vielleicht schreibe ich demnächst mal einen Artikel wie man das ganze in Verbindung mit Python benutzt (sobald ich herausbekommen habe wie es funktioniert).
Einen IRC Channel von der Kommandozeile mitloggen
Es gibt sicher den einen oder andere interessanten IRC Channel. Was macht man aber wenn man alles lesen möchte was in ihm geschrieben ist aber nicht immer online ist bzw. man den Rechner nicht zu Hause laufen lassen möchte. In solchen Fällen ist ein eigener Server im Netz sehr praktisch.
In diesem Beispiel nutzen wir den IRC Clienten irssi sowie die Anwendung screen. Installiert wird das ganze mittels apt-get:
sudo apt-get install irssi screen
Nachdem wir das installiert haben kann es auch schon losgehen:
screen irssi
/set nick seeseekey
/set autolog on
/connect irc.freenode.net
/join #neo1973-germany
Zu finden sind die Logs dann unter „~/irclogs/servername/#channelname.log“. Mit Strg+A und anschließend D verlässt man den Screen und kann seine SSH Verbindung beenden. Der IRC Client läuft im Hintergrund weiter. Mittels „screen -r“ kann man den Screen später wieder aufrufen.