Partitionierung auf dem Terminal unter macOS

Für macOS war ich auf der Suche nach einem Tool für die Partitionierung von Datenträgern, welches sich für die Nutzung im Terminal eignete. Am liebsten wäre mir eine Variante von cfdisk gewesen, welches durch die einfache Bedienung glänzt. fdisk auf dem Terminal ist in vielen Fällen doch etwas zu spartanisch. Fündig geworden bin ich schlussendlich bei gptfdisk, welches über den Paketmanager Homebrew installiert werden kann:

brew install gptfdisk

Mit diesem Paket werden drei Anwendungen installiert: gdisk, sgdisk und cgdisk. Während die ersten beiden Anwendungen reine Kommandozeilentools sind, verfügt cgdisk über eine interaktive Oberfläche.

cgdisk ist ein Clone von cfdisk

Nach dem Aufruf der Anwendung mit dem passenden Laufwerk:

sudo cgdisk /dev/disk4

können die entsprechenden Operationen und Aktion über das Menü vorgenommen werden. Nach dem Abschluss der Operationen kann der Nutzer die Änderungen über das Write-Kommando auf die Festplatte schreiben und anschließend das Programm beenden.

Zugriff auf MAMP-Logs

MAMP (Mac, Apache, MySQL und PHP) ist ein Paket zum lokalen Betrieb eines Webservers für Test- und Entwicklungszwecke. Neben der ursprünglichen Version für macOS, existiert mittlerweile auch eine Version für Windows. Bei der Entwicklung von Software z.B. einer PHP-Anwendung ist es hilfreich die Logs der einzelnen Bestandteile von MAMP nutzen zu können. Unter macOS befinden sich die Logs in dem Ordner:

/Applications/MAMP/logs/

In diesem Ordner sind eine Reihe von Dateien zu finden. Die einzelnen Logdateien tragen folgende Dateinamen:

/Applications/MAMP/logs/apache_error.log 
/Applications/MAMP/logs/mysql_error_log.err
/Applications/MAMP/logs/nginx_access.log 
/Applications/MAMP/logs/nginx_error.log 
/Applications/MAMP/logs/php_error.log

Die Nginx-Log-Dateien tauchen nur auf, wenn Nginx als Webserver in den Einstellungen von MAMP verwendet wurde. In der Windows-Version befinden sich die Log-Dateien ebenfalls im log-Ordner, welcher sich wiederum im MAMP-Installationsordner befindet.

jMonkeyEngine

Mit libGDX hatte ich vor einem Jahr bereits eine Game Engine für Java vorgestellt. Daneben existieren natürlich noch weitere Game Engines. Eine dieser Engines ist die jMonkeyEngine, welche seit 2003 entwickelt wird. Technisch basiert der SDK-Editor auf NetBeans-Plattform. Die Engine selbst nutzt OpenGL für die Darstellung der Grafik und verfügt über unterschiedlichste Features wie die Unterstützung für Beleuchtung, die Nutzung von Shadern, eine Reihe von Filtern und Effekten und eine Physikunterstützung. Daneben werden auch andere Dinge wie die Eingabe des Nutzers von der Engine abstrahiert.

Das jMonkeyEngine SDK

Lizenziert ist jMonkeyEngine unter der BSD-Lizenz und damit freie Software. Der Quelltext kann über GitHub bezogen werden. Die offizielle Seite des Projektes ist unter jmonkeyengine.org zu finden.

MQTT – eine Einführung

Wer Daten von A nach B übermitteln möchte, hat unzählige Möglichkeiten dies zu tun. Je nach Anforderung und Anwendungsfall sieht die ideale Möglichkeit der Datenübermittlung anders aus. Für die Kommunikation zwischen Sensoren und im IoT-Bereich hat das Protokoll MQTT den Standard gesetzt. Immer dort wo verteilte Systeme miteinander kommunizieren müssen, eignet sich MQTT. MQTT steht für Message Queue Telemetry Transport und ist architektonisch relativ einfach aufgebaut. MQTT ist Nachrichten-orientiert und zentralisiert.

Die MQTT-Architektur

Für MQTT wird ein Broker benötigt, die zentrale Instanz an welche alle Clients ihre Nachrichten senden und sie von diesem Broker empfangen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, das sich die Clients untereinander nicht kennen. Die gesamte Kommunikation läuft über dem Broker ab. Die Nachrichten werden nicht einfach wahllos an den Broker geschickt, sondern an ein sogenanntes Topic, ein Thema z.B. bad/lichtsensor1. Diese Topics sind hierarchisch aufgebaut und werden wie ein Pfad, mit einem Slash als Trennzeichen, definiert. Die Topics können von anderen Clients abonniert werden, so das diese bei einer neuen Nachricht betreffend des Topics informiert werden. Durch den hierarchischen Aufbau ist es möglich alle Topics einer bestimmten Hierarchieebene zu abonnieren. So würde der Topic:

bad/#

alle Untertopics von bad abonnieren. Eine weitere Möglichkeit ist es an einer bestimmten Stelle im Pfad das Sonderzeichen Plus zu benutzen:

+/lautsprecher/

In diesem Beispiel würden alle Lautsprecher aller Zimmer abonniert, so wären bad/lautsprecher als auch wohnzimmer/lautsprecher abgedeckt.

Nach der Verbindung mit einer CONNECT-Nachricht antwortet der Broker mit einer CONNACK-Nachricht. Damit ist die Verbindung etabliert. Der Client abonniert in dem Beispiel (siehe Bild) den Topic bad/lichtsensor1. Nun kann der Broker den Client über Nachrichten dieses Topic betreffend informieren. Wenn eine solche Nachricht eingeht, reagiert der Client, indem er auf dem Topic bad/lautsprecher die Nachricht bzw. den Wert on hinterlässt. Soll die Verbindung später wieder beendet werden, so wird eine DISCONNECT-Nachricht gesendet.

Die Kommunikation zwischen Client und Broker

Wenn ein Client keine aktive Verbindung zum Broker hat und eine neue Nachricht auf einem Topic aufläuft, auf welches der Client ein Abonnement hält, so verpasst er diese Nachricht. Anders sieht es aus, wenn der Sender beim Senden der Nachricht das sogenannte Retain-Flag für die Nachricht gesetzt hat. In diesem Fall stellt der Broker die Nachricht später noch zu.

Für den Fall, das die Verbindung vom Client nicht beendet wird bzw. beendet werden kann, existiert in MQTT ein sogenanntes Testament. So kann es bei Sensoren, die über Batterien gespeist sind durchaus vorkommen, dass die Verbindung plötzlich abbricht. Deshalb kann ein Client ein Testament, eine Nachricht auf ein Topic, hinterlegen, welche im Falle des Verbindungsabbruches vom Broker über das Topic versendet wird.

In der Praxis existieren zwei Versionen von MQTT: MQTT 3 welches die größte Basis besitzt und MQTT 5, welches mit einigen Neuerungen aufwarten kann, um das Protokoll fit für die Zukunft zu machen. Spezifiziert wird MQTT von OASIS, der Organization for the Advancement of Structured Information Standards. Die größten Unterschiede zwischen der letzten 3er-Version 3.1.1 und 5 sind Shared Subscriptions, welche Load Balancing auf Clientseite erlauben, Negative Acks eine Art Statuscodes ähnlich den HTTP-Statuscodes und User Properties, bei denen es sich um die Entsprechung zu den HTTP-Headern handelt. Diese können unter anderem für Metadaten genutzt werden. Ergeben haben sich diese Neuerungen hauptsächlich durch die Rückmeldungen aus der Community über die letzten Jahre.

Das OSI-Modell

Technisch basiert das MQTT-Protokoll auf TCP/IP. Dabei werde die Ports 1883 und 8883 genutzt. Der erste Port ist für die unverschlüsselte, der zweite Port für die verschlüsselte Kommunikation reserviert. Im OSI-Schichtenmodell befindet sich MQTT, wie HTTP auf dem Application Layer (OSI Layer 7). Im Gegensatz zu HTTP ist MQTT bleibt die Verbindung bei MQTT auch bestehen, wenn keine Daten übertragen werden.

Gestartet wird die Kommunikation des Clients mit einer CONNECT-Nachricht, woraufhin der Broker das Ganze mit einer CONNACK-Nachricht bestätigt. Nun kann der Client Topics abonnieren und Informationen zu einem Topic senden (PUBLISH).

MQTT beherrscht drei verschiedene Stufen des Quality of Service (QoS). Stufe 0 ist vom Modell her Fire-and-Forgot; die Nachricht wird einmal versendet und danach vom Broker vergessen. Ob sie ankommt, ist auf dieser QoS-Stufe nicht relevant. Bei Stufe 1 garantiert der Broker das die Nachricht mindestens einmal zugestellt wird, sie kann aber durchaus auch mehrfach bei den Clients ankommen. Stufe 2 hingegen garantiert, dass die Nachricht exakt einmal ankommt. Offiziell sind die QoS-Stufen wie folgt benannt:

At most once (0)
At least once (1)
Exactly once (2)

Je nach gewählter QoS-Stufe kommt es zu vermehrter Kommunikation über das MQTT-Protokoll. Bei Stufe 1 würde die Gegenstelle nach einer PUBLISH-Nachricht mit einer PUBACK-Nachricht antworten. Ohne eine solche Nachricht wird bei Stufe 1 der Sendevorgang so lange wiederholt, bis er von der Gegenseite bestätigt wurde. Deshalb ist nicht sichergestellt das die Nachricht nur einmal ankommt.

Wenn dies nicht gewünscht ist, kann stattdessen die QoS-Stufe 2 genutzt werden. Hier wird in der PUBLISH-Nachricht vom Sender eine ID mitgegeben. Nach dem Empfang wird die Nachricht gespeichert, aber noch nicht verarbeitet. Der Empfänger sendet eine PUBREC-Nachricht mit der ID an den Sender. Erhält der Sender diese Nachricht, sendet er eine Release-Nachricht (PUBREL), an den Empfänger. Als letzte Aktion sendet Empfänger ein PUBCOMP-Nachricht an den Sender und verarbeitet anschließend die Nachricht. Der Sender löscht beim Empfang der PUBCOMP-Nachricht die Nachricht.

Hintergrund für die unterschiedlichen Qualitätsstufen ist der Ressourcenverbrauch; je niedriger die QoS-Stufe um so weniger Ressourcen wie Zeit, Speicher und CPU, werden benötigt, um die Nachricht zu verarbeiten.

An Brokern und Client-Bibliotheken mangelt es MQTT nicht. Zu den bekanntesten Brokern gehören Mosquitto, HiveMQ und VerneMQ. Im Produktivbetrieb muss auf eine Absicherung der Topics geachtet werden. So ist es je nach Broker möglich das diese eine Authentifizierung der Clients verlangen und erst dann den Zugriff auf die Topics erlauben. Client-Bibliotheken für MQTT gibt es wie Sand am Meer, für unterschiedlichste Systeme wie Arduino, C, Java, .NET, Go und viele weitere Sprachen und Frameworks.

MQTTBox unter macOS

Daneben existieren grafische Client, welche die Nachrichten auf dem Broker anzeigen und die Interaktion mit einem Broker ermöglichen. Zu diesen Clients gehören unter anderem MQTT.fx, mqtt-spy und MQTTBox.