Reihenfolge der Konten im Thunderbird ändern

Beim Anlegen eines neuen Kontos in der freien Mail-Anwendung Thunderbird wird dieses immer an das Ende der Liste gestellt. Möchte man die Reihenfolge ändern, so wird man feststellen das es hierfür keine offensichtlichen Bordmittel in der Anwendung gibt.

Die Einstellungen des Thunderbird

Allerdings muss man nicht gleich zu einem Add-On oder dem Texteditor greifen. Über die Einstellungen lässt sie die Reihenfolge anpassen. Dazu müssen die Einstellungen im Tab Erweitert aufgerufen werden. Dort wählt man den Punkt Konfiguration bearbeiten… und öffnet den internen Konfigurationseditor. Dort sucht man nach der Zeichenkette:

mail.accountmanager.accounts

In dieser Konfiguration befindet sich eine kommaseparierte Auflistung der Accounts. Dort kann die Reihenfolge, entsprechend den eigenen Wünschen, verändert werden. Die Reihenfolge der Auflistung entspricht dabei exakt der Anzeigereihenfolge.

Die Konfiguration mit dem entsprechenden Eintrag

Nachdem der Eintrag bearbeitet wurde, muss Thunderbird neugestartet werden. Anschließend ist die neue Reihenfolge sichtbar.

Freies HTML5 Soundboard

Für einen Pen & Paper-Abend war ich auf der Suche nach einem freien und technisch simplem Soundboard. Idealerweise sollte dieses auf HTML5-Techniken basieren. Ein Soundboard welches diese Kriterien erfüllte, wollte sich allerdings nichts finden lassen, sodass ich selber tätig wurde. Herausgekommen ist ein simples und einfach zu konfigurierendes Soundboard.

Das Soundboard in Aktion

Zur Nutzung des Soundboard müssen die Soundclips in den assets-Ordner kopiert werden und dazu eine passende boards.json-Datei geschrieben werden. Ein Beispiel dieser Datei befindet sich im Repository. Anschließend kann das Soundboard im Browser genutzt werden. Soundclips können einzeln oder in einer Schleife abgespielt werden. Für jeden Clip lässt sich daneben die Lautstärke einzeln regeln. Auch das Abspielen von mehreren Clips parallel ist kein Problem. Zu finden ist das Soundboard auf GitHub. Lizenziert ist es unter der AGPL in der Version 3 und somit freie Software.

Realtek WLAN-Chip RTL8723de unter Ubuntu aktivieren

Wer sich in letzter Zeit ein Notebook mit dem WLAN-Chip RTL8723de von Realtek gekauft hat, der wird in die Röhre geschaut haben, sobald er versucht hat diesen unter Linux zum laufen zu bekommen. Nun gibt es allerdings seit einigen Tagen einen funktionsfähigen Treiber für Linux für eben diesen Chipsatz.

Ein HP-Notebook mit dem entsprechendem WLAN-Chip von Reaktek

Um diesen Treiber zu nutzen ist ein wenig Handarbeit nötig, da der Treiber noch nicht im Linux-Kernel vorhanden ist. Im ersten Schritt muss der Quelltext auf dem betreffenden Rechner kopiert werden. Dazu wird ein Terminal geöffnet und dort per Git das Repository mit dem Treiber bezogen:

git clone https://github.com/smlinux/rtl8723de.git

Anschließend wechseln wir in den Ordner und kompilieren den Treiber:

cd rtl8723de
make

Nun muss der Treiber nur noch installiert werden:

sudo make install

Nach einem Neustart ist der Treiber einsatzbereit und das WLAN kann genutzt werden.

Minecraft-Karten mittels Mapcrafter rendern

Bis vor einiger Zeit nutzte ich zum Rendern von größeren Minecraft-Karten den Minecraft Overviewer. Bei immer größer werdenden Karten lässt die Performance beim Minecraft Overviewer leider zu wünschen übrig. Abhilfe schafft hier der Mapcrafter, welcher unter mapcrafter.org zu finden ist. Mapcrafter wurde von Anfang an auf eine hohe Rendergeschwindigkeit optimiert. Dies merkt man vor allem dann, wenn eine komplette Karte neu gerendert werden muss. Gegenüber dem Minecraft Overviewer kann man hier teilweise Tage sparen.

Eine mittels des Mapcrafter gerenderte Minecraft-Karte

Neben der Unterstützung von isometrischen Karten können auch Karten in 2D-Perspektive (Draufsicht) gerendert werden. Die darzustellenden Blöcke können dabei fein konfiguriert werden, so das z.B. eine Karte ohne Wasser und Lava möglich ist. Der Quellcode des Mapcrafter ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Projekt unter der GPL3-Lizenz und damit freie Software.

Nethack-Server im Browser

Nethack, einer der Klassiker des Roguelike, spielt man normalerweise im Terminal. Doch das muss nicht so sein, wenn man sich eines Nethack-Servers bedient. Einer der bekannteren Nethack-Server ist der alt.org Server. Der Server bietet unterschiedliche Nethack-Versionen und die Terminal-Emulation läuft komplett im Browser. Nach der Registrierung, kann man nicht nur auf dem Server spielen, sondern auch anderen Spielern beim Spiel zuschauen.

Nethack auf alt.org/nethack/

Neben dem Spiel im Browser bietet der Server noch einen anderen Vorteil – die sogenannten Bones files. Stirbt ein Spieler, so kann es passieren das die aktuelle Ebene, mitsamt seines Skelettes und seines Inventars in einem Bone file gespeichert wird. Wenn man nun spielt, betritt man ab und an ein solches Bone file und findet die Hinterlassenschaften eines anderen Spielers. So kommt ein wenig Multiplayer-Gefühl im Singleplayer-Nethack auf.