Freie Alternative(n) für Evernote

Evernote ist eine praktische Anwendung. Mit ihr können Notizen gespeichert und verwaltet werden. Leider verlangt Evernote mittlerweile happige Preise für seine Premium-Funktionalitäten. Aus meiner Sicht ist dies allerdings das kleinere Problem. Viel schwerer wiegt, das die eigenen Daten einer amerikanischen Firma anvertraut werden müssen. Neben den proprietären Alternativen wie z.B. OneNote von Microsoft, gibt es mittlerweile einige freie Alternativen. Bevor man sich nach einer Alternative umschaut, sollte man erst einmal schauen welche essentiellen Features Evernote bietet. Kurz zusammengefasst sind die wichtigsten Features die Synchronisation über verschiedenen Geräte, der Web-Clipper, die Offline-Funktionalität und die OCR-Erkennung für PDF, Bilder und ähnliches. Wie wichtig jedes dieser Features ist bleibt der eigenen Gewichtung überlassen.

Mir persönlich wäre eine Lösung auf Basis von Nextcloud am liebsten. Als Notizanwendung auf Markdown-Basis bietet sich die Nextcloud App Notes an. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine rudimentäre Lösung. Mehr in die Richtung Evernote gehen die Lösungen ownNotes bzw. dessen Fork NextNote. Leider scheint bei diesen beiden Projekten keine Weiterentwicklung mehr stattzufinden bzw. diese sehr träge zu verlaufen.

Neben auf ownCloud bzw. Nextcloud basierenden Lösungen, gibt es eine Reihe von Standalone-Lösungen. Zu nennen wären hier unter anderem Paperworks, Permanote, Laverna, TagSpaces, Nemex, Brainstorm und OpenNote.

Die Login-Seite von wallabag

Vielen diesen Lösungen werden entweder nicht mehr weiterentwickelt oder lassen nicht wirklich das Evernote-Feeling aufkommen. Daneben gibt es Lösungen welche sich für bestimmte Aspekte von Evernote als Ersatz eignen. Ein Beispiel dafür ist wallabag, welches sich als Read-It-Later-Lösung versteht und zur Archivierung von Webseiten genutzt werden kann.

Eine Lösung welche in letzter Zeit verstärkt in den Fokus gerät ist Joplin, die vom gleichen Entwickler wie eine hier vor längerer Zeit vorgestellte Backuplösung ist. Joplin versteht sich als Alternative zu Evernote und setzt voll und ganz auf Markdown. Das bedeutet allerdings nicht das man keine Bilder oder andere Anhänge zu einem Projekt hinzufügen kann; dies ist problemlos möglich.

Joplin unter macOS

Für Joplin existieren Clients für macOS, Linux und Windows. Für die mobilen Plattformen existieren Apps für iOS und Android.

Joplin
Preis: Kostenlos
Joplin
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Als Backend unterstützt Joplin, das Dateisystem und eine Synchronisation zu OneDrive. An einer Unterstützung für Nextcloud und Dropbox wird gearbeitet. Laut dem Entwickler, wird diese nach der Beseitigung eines speziellen React Native Bugs implementiert:

Currently, synchronisation is possible with OneDrive (by default) or the local filesystem. A NextCloud driver, and a Dropbox one will also be available once this React Native bug is fixed. When syncing with OneDrive, Joplin creates a sub-directory in OneDrive, in /Apps/Joplin and read/write the notes and notebooks from it. The application does not have access to anything outside this directory.

Durch die geplante Nextcloud-Unterstützung ist es möglich die Synchronisierung auf dem eigenen Server zu nutzen; die eigenen Daten bleiben somit geschützt. Joplin hat mittlerweile die Betaphase verlassen und kann produktiv genutzt werden. Für einen Umstieg von Evernote auf Joplin existiert in der Anwendung eine Importfunktion um die enex-Dateien, welche beim Export aus Evernote erzeugt werden, zu importieren. Der Quelltext ist auf GitHub zu finden und unter der MIT-Lizenz lizenziert. Daneben gibt es eine offizielle Projektseite.

Heimautomation mittels Home Assistant

Auf dem Markt der Heimautomation gibt es eine Reihe von Standards und viele unterschiedliche Softwarelösungen. Viele dieser Lösungen sind proprietär; einige sind freie Software wie z.B. openHAB oder Calaos. Aus der Kategorie der freien Software sticht Home Assistant hervor. Die in Python 3 geschriebene Software versteht sich als eine umfassende Lösung zur Heimautomation. So wird eine Vielzahl von Standards wie Z-Wave oder das IKEA-Beleuchtungssystemen Tradfri unterstützt.

home-assistant.io

Mittlerweile existieren knapp eintausend Komponenten, welche auf der Webseite des Projektes eingesehen werden können. Diese Komponenten decken eine Vielzahl von Sensoren und Anwendungsmöglichkeiten ab. Dies fängt bei Alarmsensoren an, geht weiter über die Integration von Kalendern, die Steuerungen von Aktoren (wie Thermostaten), die Einbeziehung von Wetter, Luftqualität und anderen Daten und Dingen wie der Steuerung von Media-Playern (z.B. PLEX). Mit jeder neuen Version von Home Assistant finden neue Komponenten ihren Weg in das Projekt.

Die Home Assistant Demo-Seite

Installiert werden kann Home Assistant auf einer Vielzahl von Systemen, von verschiedenen Linux-Distributionen über Windows und macOS. Empfohlen wird allerdings die Installation eines vom Projekt erstellten Raspberry Pi-Images. Dieses hört auf den, für deutsche Ohren gewöhnungsbedürftigen, Titel Hass.io und ist für den Betrieb auf einem Raspberry Pi 3 (Modell B) vorgesehen. In diesem Image sind die Funktionalitäten für den Betrieb von Home Assistant kombiniert. Über eine Weboberfläche kann dieses System konfiguriert werden. So können z.B. SSH- oder Samba-Server aktiviert werden um auf die Konfigurationen von Home Assistant zuzugreifen. Technisch basiert Hass.io auf resinOS und nutzt Docker-Container für die Isolierung der einzelnen Serverkomponenten. Der Quelltext des Home Assistant-Projektes ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Projekt unter der Apache-Lizenz in der Version 2.

Ulysses für Windows?

Ulysses, die App für Autoren, die im Zuge ihrer Umstellung auf ein Abo-Modell für reichlich Gesprächsstoff sorgte, gibt es für macOS und iOS. Um so verwunderter war ich, als ich entdeckte dass es mittlerweile eine Version für Windows gibt. Diese unter ulysseswindows.com zu findende Version sieht dabei aus wie ein offizieller Ableger des Herstellers:

ulysseswindows.com

Wenn man sich die Kontakt-Seite anschaut, sieht man, dass es sich nicht um eine Seite der Leipziger Ulysses GmbH & Co. KG handelt. Dort findet man stattdessen Kontaktdaten aus dem sonnigen Kalifornien:

156 2nd Street
San Francisco, CA 94105, USA

Nachdem man Eins und Eins zusammengezählt hat, wird man feststellen dass es sich bei der Windows-App um eine dreiste Kopie handelt, man beachte nur das sehr stark an das Original angelehnte Logo. Bestätigt wird dies vom Ulysses-Team auf Twitter:

Das Statement der Ulysses-Macher aus Leipzig

Niemand hätte etwas gegen eine Ulysses-Alternative gehabt; sich allerdings der Methode des dreisten Kopieren zu bedienen, schreit danach das Original zu unterstützen.

Blue Yeti am iPhone anschließen

Das Blue Yeti ist ein beliebtes USB-Mikrofon, welches fürs das entsprechende Geld ordentliche Qualität liefert. Das Mikrofon kann problemlos an beliebige Rechner mit Linux, macOS oder Windows angeschlossen werden. Problematischer wird dies, wenn man versucht das Mikrofon an ein iPhone anzuschließen. Mit dem Lightning auf USB Kamera-Adapter ist dies prinzipiell kein Problem. Allerdings versorgt sich das Blue Yeti komplett über den USB-Anschluss mit dem entsprechenden Strom. Das iPhone kann allerdings nicht genug Strom bereitstellen und teilt dies dem Nutzer in einer Fehlermeldung mit.

Das Blue Yeti benötigt zuviel Strom

Die Lösung für Problem ist relativ einfach. Man benötigt einen Powered-USB-Hub.

Das Blue Yeti muss über einen Powered-USB-Hub mit dem iPhone verbunden werden

Schließt man das Blue Yeti über den Powered-USB-Hub an, sorgt dieser für die Stromversorgung des Mikrofons. Das iPhone muss sich daraufhin nur noch um die Datenverbindung kümmern. Damit kann das iPhone in Verbindung mit dem Blue Yeti für mobile Aufnahmen genutzt werden.

Redshift

Ab und an schaue ich gerne in den Himmel. Damit man dann auch weiß was genau man da siehst, kann man sich mit entsprechenden Apps behelfen. Eine der besseren Apps und meine persönliche Lieblingsapp in diesem Bereich ist Redshift. Die App verfügt über ein Planetarium mit einigen Millionen Sternen und weiteren interessanten Objekten wie Satelliten oder der ISS. Die Zeitperiode der Darstellung ist, von 3000 vor bis 3000 Jahre nach unserer Zeitrechnung, frei wählbar. Redshift gibt es in drei unterschiedlichen Versionen, welche sich im jeweiligen Funktionsumfang unterscheiden.

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
Unbekannte App
Preis: Kostenlos
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So ist das Ansteuern von Teleskopen z.B. nur in der Pro-Version verfügbar. Die Größe der integrierten Datenbanken nimmt von Edition zu Edition ebenfalls zu. Alles in allem ist Redshift eine App die einem den Sternenhimmel etwas näher bringt. Neben der iOS-Version gibt es ebenfalls Versionen für Android, Windows und macOS.