Der große fitflat-Ausfall

Alle die ab letzten Donnerstag, dem 12. Juni 2014 das „Glasfaser Hypernetz“ der Stadtwerke in Neubrandenburg nutzen wollten, schauten wahrscheinlich erst einmal in die Röhre. Bestimmte Netzbereiche, wie die von Google oder Hetzner, ließen sich nicht mehr erreichen. Das führte zu interessanten Effekten, so konnte man z.B. Bing nutzen, Google aber nicht. Die Störung erstreckte sich dabei von Donnerstag über Freitag, bis Samstag. Im Moment scheint das Netz wieder zu funktionieren, allerdings mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit – wer seine zugesicherte Bandbreite ausschöpfen möchte hat Pech. Wer in diesen Tagen auf das Internet angewiesen war, der musste sich nach einer Alternative umschauen. An ein ordentliches Arbeiten war bei diesem Störungbild nicht zu denken. Netze waren über den Zeitraum der Störung mal erreichbar und kurz darauf wieder verschwunden.

Den Kunden informieren? Nicht bei der neu.sw (Bild: Malte Penndorf unter CC-BY-SA)

Den Kunden informieren? Nicht bei der neu.sw (Bild: Malte Penndorf unter CC-BY-SA)

Das Management der Stadtwerke ließ auch zu wünschen übrig. Das einzige was man bestätigen könnte war, das es eine Störung gab. Wie lange sie andauert und wodurch sie verursacht wurde? Die Antwort der Stadtwerke lautete zusammengefasst: „Wir wissen nicht wie lange die Störung dauert, noch warum sie da ist?“. Fairerweise muss man sagen, das der Ausfall als solches nicht in den Bereich der Stadtwerke, sondern in das „vorgelagerte Netz“ fiel. So lag der Ausfall bei der e.discom, welche auf ihrer Webseite mit folgendem Text werben:

Die Verfügbarkeit des e.discom-Netzes wird durch den Einsatz modernster Übertragungstechnik, eine hohe Redundanz und ein leistungsfähiges Netzmanagement garantiert. Einzelverbindungen bieten wir standardmäßig mit einer Verfügbarkeit von 99,5% im Jahresdurchschnitt an. Sollten Sie eine höhere Ausfallsicherheit benötigen, reden Sie mit uns. Gerne entwickeln wir mit Ihnen zusammen ein passendes Servicekonzept und unterbreiten Ihnen ein individuelles Angebot.

Bei einer zugesicherten Verfügbarkeit von 99,5% (was knapp zwei Tage wären), ist ein Ausfall welcher sich über mehr als besagte zwei Tage erstreckt natürlich bedenklich. Auch bei der e.discom konnte man den Fehler nicht genau eingrenzen, hier wurde sich mit der Holzhammermethode beholfen – einfach neu aufsetzen.

Ganz gleich wer am Ende auch verantwortlich ist, die Informationspolitik der Stadtwerke ist nicht hinnehmbar. Auf den Webseiten finden sich keine Statusmeldungen zur Störung. Stattdessen wird der Kunde im Dunkeln gelassen, er hat ja schon bezahlt. Auch scheinen sich die Stadtwerke keine redundante Leitungen für einen solchen Fall vorzuhalten. Alles in allem hinterlässt das alles einen sehr faden Beigeschmack.

Unterbrochenes Ubuntu-Upgrade fortsetzen

Da sitzt man vor seinem Ubuntu-Upgrade und eine unbedachte Handbewegung später hat man das Upgrade abgebrochen. In einem solchen Fall sollte man das Upgrade natürlich fortsetzen, wer möchte schon gerne ein halbfertiges System. Wurde die SSH Verbindung unterbrochen, muss sich im ersten Schritt mit dem Server verbunden werden. Anschließend gibt man im Terminal folgendes ein:

dpkg --configure -a
apt-get dist-upgrade
apt-get autoremove
apt-get autoclean
reboot

Danach sollte der Server auf dem aktuellsten Stand sein und das Upgrade durchgeführt sein. Sollte man das Upgrade vor dem Umstellen der Paketlisten abgebrochen haben, dürfte ein einfaches „do-release-upgrade“ genügenum den Upgrade-Vorgang erneut zu starten.

VirtualBox Vollbild-Probleme unter Mac OS X

Wenn man Mac OS X als Host für einen VirtualBox-Gast nutzt, kann dies zu Problemen mit dem Vollbildmodus führen. Möchte man den VirtualBox Gast auf dem zweiten Monitor betreiben, so ist dies ohne Probleme möglich. Aktiviert man allerdings den Vollbildmodus von VirtualBox auf dem sekundären Monitor, wird das Vollbild stattdessen auf dem Hauptschirm aktiviert.

In der Mini-Toolbar kann der entsprechende Monitor eingestellt werden

In der Mini-Toolbar kann der entsprechende Monitor eingestellt werden

Als Lösung bietet sich hier die Mini-Toolbar an welche im Vollbild-Modus angezeigt wird. Über das Menü kann der Bildschirm, welcher im Vollbild zum Zuge kommen soll, ausgewählt werden. VirtualBox merkt sich diese Einstellung auch für die Zukunft, so das sie nur einmal nötig ist. Ist die Mini-Toolbar im Vollbild-Modus nicht zu sehen, so muss sie in den Einstellungen der entsprechenden virtuellen Maschine aktiviert werden.

SSH-Schlüssel mit falschen Zugriffsrechten

Wenn man beim Zugriff mittels SSH unter Mac OS X folgende Meldung bekommt:

@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@
@         WARNING: UNPROTECTED PRIVATE KEY FILE!          @
@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@
Permissions 0644 for '/Users/seeseekey/.ssh/id_rsa' are too open.

weißt das auf ein Problem mit den Zugriffsrechten hin. In diesem Fall sind die Rechte für den privaten Schlüssel zu großzügig vergeben. Dies kann unter anderem dann passieren wenn man ein Backup einspielt. Um dieses Problem zu beheben, gibt man im Terminal folgendes ein:

sudo chmod 600 ~/.ssh/id_rsa
sudo chmod 600 ~/.ssh/id_rsa.pub

Damit sind die Zugriffsrechte für diese Dateien restriktiv gesetzt, so das SSH an dieser Stelle wieder problemlos funktioniert.

Gelöschte Dateien unter ownCloud entfernen

Bei einer ownCloud-Instanz welche schon einige Betriebsstunden auf dem Buckel hat, kann es zu einem unschönen Effekt kommen. Beim Versuch den Papierkorb über die Funktion „Gelöschte Dateien“ zu leeren, versucht ownCloud alle Dateien aufzulisten, was allerdings nicht gelingt. Der Browser friert ein und das Leeren des Papierkorbes ist nicht möglich.

Der Button um die gelöschten Dateien aufzurufen

Der Button um die gelöschten Dateien aufzurufen

Auch wenn das Leeren des Papierkorber nach Meinung der ownCloud-Entwickler nicht notwendig ist, da die Dateien nach einer Weile weggeworfen werden, sollte es trotzdem eine Lösung geben um den Papierkorb manuell zu leeren. Ein Workarround ist es den Papierkorb direkt zu löschen in dem man das Verzeichnis „owncloud/data/username/files_trashbin/ löscht. Anschließend müssen noch zwei Tabellen in der Datenbank bereinigt werden:

TRUNCATE TABLE oc_files_trashsize;
TRUNCATE TABLE oc_files_trash;

Eine weitere Möglichkeit diese Problematik zu entschärfen, ist es die Vorhaltezeit von gelöschten Dateien von 180 Tagen auf 30 Tage zu reduzieren. Dazu öffnet man die config.php Datei welche im config-Ordner zu finden ist und trägt folgenden Wert ein:

'trashbin_retention_obligation' => 30,

Damit wird verhindert das sich zu viele Dateien im Papierkorb ansammeln und das Problem deutlich entschärft.