elementaryOS und die Indikatoricons

elementaryOS verfügt über eine Status- und Menüleiste, ähnlich macOS. In dieser Leiste, welche sich am oberen Bildschirmrand befindet, befinden sich Indikatoren für das Netzwerk, den Sound und einige andere Dinge. Auch Applikationen, wie z. B. der Nextcloud-Client legen dort ihr Status-Icon ab. Wenn der Nextcloud-Client unter elementaryOS in der Version 6 (Odin) installiert wird, taucht allerdings kein Icon in der oberen Leiste auf. Grund hierfür ist das diese nicht Out-of-the-box unterstützt wird.

Die Einstellungen von elementaryOS

Allerdings kann hier Abhilfe geschaffen werden mit dem Wingpanel Ayatana-Compatibility Indicator. Um diesen in elementaryOS zu installieren, sollte im ersten Schritt das Terminal geöffnet und einige Abhängigkeiten installiert werden:

install libglib2.0-dev libgranite-dev libindicator3-dev libwingpanel-dev indicator-application

Anschließend kann der Download der entsprechenden DEB-Datei angestoßen werden:

wget -c "https://github.com/Lafydev/wingpanel-indicator-ayatana/blob/master/com.github.lafydev.wingpanel-indicator-ayatana_2.0.7_amd64.deb?raw=true" -O wingpanel-indicator.deb

Danach wird das heruntergeladene Paket installiert:

dpkg -i wingpanel-indicator.deb

Nun muss dafür gesorgt werden, dass der Wingpanel Ayatana-Compatibility Indicator beim Systemstart geladen wird. Dies kann unter elementaryOS über die Systemeinstellungen und dort den Punkt Anwendungen bewerkstelligt werden. Dort findet sich der Punkt Beim Anmelden automatisch gestartete Anwendungen. Unter diesem Punkt wird nun unten links eine neue Anwendung hinzugefügt und dort ein benutzerdefinierter Befehl eingegeben:

/usr/lib/x86_64-linux-gnu/indicator-application/indicator-application-service

Im Terminal muss nun noch eine Änderung an der Datei indicator-application.desktop vorgenommen werden:

nano /etc/xdg/autostart/indicator-application.desktop

Dort muss nun der Parameter Pantheon; hinzugefügt werden, sodass die Datei am Ende wie folgt aussieht:

[Desktop Entry]
Type=Application
Name=Indicator Application
Exec=/usr/lib/x86_64-linux-gnu/indicator-application/indicator-application-service
StartupNotify=false
Terminal=false
OnlyShowIn=Unity;GNOME;Pantheon;
NotShowIn=ubuntu;
NoDisplay=true
AutostartCondition=GNOME3 unless-session gnome

Nach einem Neustart des Systems funktioniert der neue Indikator, sodass z. B. das Status-Icon des Nextcloud-Clients ebenfalls auftauchen sollte.

Fehlermeldung im Thunderbird in Verbindung mit externen Kalendern

Ich nutze für die Synchronisation meiner Kalender über unterschiedliche Geräte Nextcloud. Unter Thunderbird habe ich entsprechend die Kalender als entfernte Kalender eingerichtet. Allerdings taucht ab und an folgende Fehlermeldung auf:

Dieser Eintrag wurde kürzlich auf dem Server geändert. Das Übertragen der Änderungen wird die Änderungen, die auf dem Server gemacht wurden, überschreiben.

Im Rahmen dieser Fehlermeldung erhält der Nutzer die Möglichkeit die Änderung zu verwerfen und neu zu laden oder die Änderung trotzdem zu übertragen. Da diese Meldung auf Dauer doch recht lästig war; suchte ich nach einem Weg diese zu deaktivieren. Die Lösung fand sich in den Einstellungen des jeweiligen Kalenders.

In den Einstellungen zum jeweiligen Kalender findet sich die Lösung

Dort findet sich eine Einstellung mit dem Namen Offline-Unterstützung. Wird diese Einstellung deaktiviert, gehören die entsprechenden Meldungen der Vergangenheit an.

Probleme beim Nextcloud-Update nach einer Unterbrechung

Beim Update einer Nextcloud-Instanz wurde der Prozess des Updates beim Download der neuen Version unterbrochen. Anschließend tauchte die Meldung:

Step 4 is currently in process. Please reload this page later.

beim erneuten Aufruf des Updaters auf. Um diese Meldung zu beheben, sollte in das Datenverzeichnis der Nextcloud-Instanz gewechselt werden (meist trägt dieses den Namen data) und dort der Ordner beginnend mit der Zeichenkette updater- aufgerufen werden. In diesem Ordner befinden sich eine Datei mit dem Namen .step. Nachdem diese Datei gelöscht wurde, kann der Updater wieder geöffnet und der Vorgang erneut gestartet werden.

Ulysses und Probleme mit der Synchronisation unter iOS

Das Schreibprogramm Ulysses erschien vor einigen Wochen in der Version 18. Neben der macOS-Version erschien zeitgleich die entsprechende iOS-Version. Die beiden Versionen können über iCloud oder per Dropbox synchronisiert werden.

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Bei der Dropbox-Variante wurden bis zur Version 18 ausschließlich Markdown-Dateien synchronisiert, welche allerdings nicht alle Features von Ulysses abdecken. Mit der neuen Version können nun auch die internen von Ulysses genutzten Dateien zur Synchronisierung genutzt werden.

Im ersten Schritt müssen die Einstellungen für den Ordner geöffnet werden

Allerdings werden, nachdem der Ordner aus der Dropbox unter iOS hinzugefügt wurde, nur die Ordner und nicht die Texte synchronisiert. Verantwortlich hierfür ist ein Bug, welcher in einer der nächsten Versionen behoben werden soll. Zum Glück kann sich mit einem Workaround beholfen werden.

Anschließend kann auf das interne Format umgestellt werden

Dazu müssen die Einstellungen des Dropbox-Ordners unter iOS geöffnet werden. Anschließend sollte dort das Feld Markdowndateien lesen und schreiben deaktiviert werden. Danach beginnt die Synchronisierung der internen Ulysses-Dateien. Der Fortschritt lässt sich am besten über das Statistikfenster beobachten. Manchmal scheint die Synchronisation erst zu starten, wenn ein Ordner geöffnet wurde, in welchem das Cloud-Symbol angezeigt wird.

Was leider auch mit der neuen Ulysses-Version immer noch nicht funktioniert, ist die Einbindung über WebDAV, sodass der Nutzer im Moment immer noch gezwungen ist fremde Cloud-Dienste zu nutzen. Eine Anbindung an eine eigene Nextcloud-Instanz (über WebDAV) ist somit immer noch Zukunftsmusik und wird vom Ulysses-Team gefühlt sehr stiefmütterlich behandelt. Stattdessen wird der Nutzer immer wieder auf unbestimmte Zeit vertröstet. Bei einer Software die vom Nutzer abonniert werden muss und somit dauerhaft zur Finanzierung der Firma beiträgt, darf der Nutzer erwarten, dass solche Anwendungsszenarien Beachtung finden.

ownCloud und Nextcloud

Mit ownCloud gab es ab 2010 eine Lösung Daten in der Cloud zu lagern, welche nicht bei einem dritten Dienstleister, wie z.B. Dropbox, hinterlegt werden mussten. Im Gegensatz zu anderen Lösungen aus der damaligen Zeit ließ sich ownCloud relativ unkompliziert auf einem einfachen Webspace, welcher über PHP und eine Datenbank verfügte, installieren. Einige Jahre entwickelte sich ownCloud prächtig, bis es zu Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung von ownCloud kam. Darauf hin verließen Frank Karlitschek, der Hauptentwicker von ownCloud, und einige weitere Entwickler die Firma ownCloud GmbH und spalteten das Projekt unter dem Namen Nextcloud ab.

Eine ownCloud-Installation wird zu Nextcloud migriert

Damit lief die Entwicklung der beiden Lösungen eine Weile parallel, wobei die Community und ein Großteil der Entwicklerkapazitäten gefühlt in Nextcloud steckten. Vor ein paar Tagen kündigte die ownCloud GmbH an, seine Architektur komplett umzustellen, womit die ursprüngliche ownCloud wohl tot ist und Nextcloud der mehr als legitime Nachfolger ist.