ownCloud und Nextcloud

Mit ownCloud gab es ab 2010 eine Lösung Daten in der Cloud zu lagern, welche nicht bei einem dritten Dienstleister, wie z.B. Dropbox, hinterlegt werden mussten. Im Gegensatz zu anderen Lösungen aus der damaligen Zeit ließ sich ownCloud relativ unkompliziert auf einem einfachen Webspace, welcher über PHP und eine Datenbank verfügte, installieren. Einige Jahre entwickelte sich ownCloud prächtig, bis es zu Meinungsverschiedenheiten über die Ausrichtung von ownCloud kam. Darauf hin verließen Frank Karlitschek, der Hauptentwicker von ownCloud, und einige weitere Entwickler die Firma ownCloud GmbH und spalteten das Projekt unter dem Namen Nextcloud ab.

Eine ownCloud-Installation wird zu Nextcloud migriert

Damit lief die Entwicklung der beiden Lösungen eine Weile parallel, wobei die Community und ein Großteil der Entwicklerkapazitäten gefühlt in Nextcloud steckten. Vor ein paar Tagen kündigte die ownCloud GmbH an, seine Architektur komplett umzustellen, womit die ursprüngliche ownCloud wohl tot ist und Nextcloud der mehr als legitime Nachfolger ist.

Case-sensitives Startvolume unter macOS

Vor einigen Tagen schrieb ich darüber das Steam unter macOS nicht mit einem Dateisystem funktioniert, wenn dieses case-sensitiv ist. Dass bedeutet das die Dateien test.txt und Test.txt zwei unterschiedliche Dateien aus Sicht des Betriebssystems sind. Bei case-insensitiven Systemen hingegen, wären dies die gleichen Dateien. Wird die case-sensitive Variante als Startvolume unter macOS betrieben so führt dies mittelfristig nur zu Problemen.

Das Startvolume unter macOS sollte im case-insensitiven Modus formatiert werden

Hintergrund ist das besagte Apps wie Steam oder die Adobe Suite mit einem case-sensitiven Dateisystem nicht zurechtkommen. Dies führt im einfachsten Fall dazu das die Applikation nicht startet, kann aber wie z.B. bei Nextcloud zu seltsamen Abstürzen führen. Als Lösung für dieses Problem bietet sich leider nur die Neuinstallation mit der case-insensitiven Variante von APFS an.

Probleme mit der Synchronisation unter Enpass 6

Vor knapp einem halben Jahr bin ich vom Passwort-Manager 1Passwort in Richtung Enpass umgestiegen. Vor ein paar Tagen ist die neue Version Enpass 6 erschienen, welche eine neue Oberfläche, die Unterstützung für mehrere Tresore und einige andere Dinge mitbringt. Bedingt durch die Änderungen funktioniert die Synchronisation leider nicht mehr; so das diese neu konfiguriert werden muss.

Einige Neuerungen führen zu Problemen bei der Synchronisation

Hintergrund hierfür ist das Zurücksetzen der Einstellungen nach dem Upgrade auf Enpass 6. Unter Enpass nutzte ich WebDAV (in diesem Fall eine Nextcloud-Instanz) zur Synchronisation mit einer URL nach dem Schema:

https://example.com/remote.php/webdav/Apps/Enpass

Wird die bestehende URL genutzt führt dies zu einem Fehler in der Synchronisation. Bedingt ist durch die Änderung des Formates, welches von Enpass im WebDAV-Ordner abgelegt wird. Dieser muss vor einer erneuten Synchronisation gelöscht werden. Daneben muss die URL angepasst werden:

https://example.com/remote.php/webdav/Apps

Der Ordner Enpass muss nicht mehr explizit angegeben werden, da dieser unter Enpass 6 automatisch angelegt wird. Mit diesen Änderungen synchronisiert Enpass wieder ohne Probleme mit einem WebDAV-Ziel.

Cryptomator-Laufwerk verschwindet unter macOS

Vor knapp einem Monat schrieb ich über die freie Software Cryptomator. Mit Hilfe dieser Software können Verzeichnisse verschlüsselt werden. Dies eignet sich vor allem für den Einsatz in Diensten wie Dropbox, Nextcloud und Co. Unter macOS hat die Cryptomator-App allerdings ein Problem – wenn man das Laufwerk einige Minuten nutzt, verschwindet es plötzlich wieder.

Die aktuelle Betaversion beherrscht die Laufwerkseinbindung über FUSE

Möchte man weiter mit dem Laufwerk arbeiten muss es im Cryptomator neu gemountet werden; ein entsprechender Bugreport beschreibt das Problem im Detail. Der Grund für dieses Problem ist allerdings nicht beim Cryptomator zu finden, sondern bei macOS. Hier existiert ein Problem das die WebDAV-Verbindung nach einiger Zeit bzw. unter bestimmten Bedingungen kappt. Das Problem tritt somit nicht nur beim Cryptomator, sondern auch bei anderen Anwendungen auf, welche unter macOS WebDAV nutzen.

Abhilfe bei der Nutzung des Cryptomator schafft die Version 1.4.0, welche aktuell in der zweiten Beta-Version vorliegt. In dieser Version findet die Laufwerkseinbindung standardmäßig über FUSE statt, so das die WebDAV-Probleme der Vergangenheit angehören. Die Betaversion kann auf GitHub über die Release-Seite des Projektes bezogen werden.

Enpass als 1Password-Alternative

Seit einigen Jahren nutzte ich als Passwort-Manager 1Password von Agile Bits. Die Gründe hierfür waren die einfache Nutzung über Plattformen hinweg. So existieren für 1Password Clients für Windows, macOS, iOS und Android. Allerdings gefiel mir die Richtung der Firmenpolitik von Agile Bits nicht mehr. So wird immer stärker auf den Cloud-Sync in der Agile Bits eigenen Cloud gesetzt. Die Standalone-Version wird damit irgendwann der Vergangenheit angehören. Ein weiteres Kriterium sich nach einer Alternative zuzuschauen war die Tatsache das 1Password keinen Client für Linux anbietet.

Enpass unter Windows

Nach längerem Suchen habe ich mich schließlich für Enpass entschieden. Die Desktop-Versionen von Enpass sind kostenlos, während man für die Mobilversionen jeweils knapp zehn Euro bezahlen darf. Die Desktop-Variante von Enpass liegt für Windows, Linux und macOS vor; bei den mobilen Plattformen werden Android und iOS unterstützt. Wer Synchronisation benötigt, kann bei Enpass über die üblichen Verdächtigen wie Dropbox und Co. synchronisieren. Auch die Nutzung eigener Dienste wie Nextcloud ist dank der WebDAV-Anbindung problemlos möglich. Hier muss bei der URL allerdings darauf geachtet werden, dass wenn ein benutzerdefinierter Ordner in der URL angegeben wird wie z.B.

https://example.com/remote.php/webdav/Apps

kein Slash an das Ende angehangen wird, da die Verbindungsaufnahme sonst nicht funktioniert. Ansonsten bietet Enpass neben der Synchronisation die klassischen Features eines Passwort-Managers wie die Generierung von Passwörter, eine Integration in die gebräuchlichsten Browser und eine Unterstützung für TOTP; ein Verfahren für die Generierung eines zweiten Faktors, welches viele vor allem im Rahmen des Google Authenticator kennengelernt haben. Bezogen werden kann Enpass über die offizielle Seite unter enpass.io. Standardmäßig wird dort auch eine portable Version des Passwort-Managers angeboten.