Sendewiderruf unter iOS deaktivieren

In der neuen iOS-Version 16, gibt es die Möglichkeit das Senden von E-Mails zu widerrufen. Technisch wird dies dadurch realisiert, dass die E-Mail um eine bestimmte Zeit verzögert wird. Wird vom Nutzer erwartet, dass eine E-Mail sofort versendet wird, kann diese Funktionalität Verwirrung stiften.

Die Einstellungen für den Sendewiderruf unter iOS

Allerdings kann sie problemlos deaktiviert werden. Dazu müssen die Einstellungen geöffnet werden und dort der Punkt Mail ausgewählt werden. Wird in der folgenden Seite ganz nach unten gescrollt, findet sich dort der Punkt Verzögerung des Sendewiderrufs. Dort kann das Verhalten anschließend konfiguriert oder ganz deaktiviert werden.

Thunderbird-Log unter macOS erzeugen

Für die Suche nach einem Problem mit einem IMAP-Server wollte ich unter anderem das Log des Mail-Clienten sehen. In meinem Fall ist dies Thunderbird. Thunderbird ist in der Lage Log-Dateien zu schreiben. Allerdings müssen dafür im Terminal unter macOS einige Umgebungsvariablen gesetzt werden:

export MOZ_LOG=POP3:4,IMAP:4,SMTP:4
export MOZ_LOG_FILE=~/thunderbird.log

Anschließend kann Thunderbird über das Terminal gestartet werden:

/Applications/Thunderbird.app/Contents/MacOS/thunderbird-bin

Während der Ausführung schreibt Thunderbird die entsprechenden Ereignisse in die konfigurierte Log-Datei.

Base64 kodierte Daten in Binärdateien umwandeln

Base64 ist eine Kodierung, welche es ermöglicht binäre Daten in ASCII-Zeichen zu kodieren. Genutzt wird diese Art der Kodierung unter anderem beim Versenden von Anhängen in Mails. Manchmal ist es notwendig solche Daten im Terminal wieder in ihre binäre Form zu verwandeln. Dazu kann unter Linux und macOS das Werkzeug base64 genutzt werden:

base64 base64.txt --decode > binary.dat

Mit diesem Befehl wird der Inhalt der Datei base64.txt dekodiert und in die Datei binary.dat geschrieben.

Thunderbird mit dem Profilmanager starten

Die Mail-Anwendung Thunderbird lagert ihre Daten in sogenannten Profilen. Von diesen Profilen können mehrere gespeichert und genutzt werden. In einem Profil sind sämtliche Daten wie Mails und ähnliches hinterlegt. Unter Umständen kann es vorkommen, dass ein anderes Profil genutzt werden soll. In einem solchen Fall kann der Profilmanager aufgerufen werden.

Der Profilemanager von Thunderbird

Dazu muss Thunderbird mittels des Parameters -P gestartet werden:

thunderbird -P

Sollte das gewünschte Profil nicht auftauchen, so kann das gewünschte Profil auch direkt in der Konfiguration gesetzt werden. Je nach System befindet sich der Ordner mit den entsprechenden Profilen an unterschiedlichen Stellen:

Linux: ~/.thunderbird/xxx.default
macOS: ~/Library/Thunderbird/Profiles//
Windows 2000/XP: C:\Dokumente und Einstellungen\%Benutzername%\Anwendungsdaten\Thunderbird\Profiles\xxx.default
Windows Vista/7/10; C:\User\%Nutzername%\AppData\Roaming\Thunderbird\Profiles\xxx.default

In diesem Ordner findet sich eine Datei mit dem Namen profiles.ini:

[General]
StartWithLastProfile=1

[Profile0]
Name=default
IsRelative=1
Path=Profiles/n7m00lts.default
Default=1

Dort kann unter Path das gewünschte Profil gesetzt werden und anschließend Thunderbird mit diesem gestartet werden.

550-Inconsistent/Missing DNS PTR record

Beim Senden einer Mail an eine Mail des Anbieters Freenet erhielt ich vom Mail-Server folgende Antwort:

host emig.freenet.de[2001:748:100:40::8:115]
said: 550-Inconsistent/Missing DNS PTR record (RFC 1912 2.1)
(exammple.org) 550 [2001:db8:a0b:12f0::1]:34865 (in reply to RCPT TO command)

Der PTR Resource Record, auf den hier verwiesen wird, ist ein wichtiges Element für Durchführung von Reverse DNS-Abfragen. Für die IPv4- und die IPv6-Adresse des Servers hatte ich einen solchen Eintrag gesetzt. Deshalb war ich etwas verwundert, dass diese Meldung gesendet wurde. Bei der Nachforschung stellte ich dann fest, dass der Server eine IPv4-Adresse besitzt, aber ein ganzes IPv6-Subnetz. Das ist nicht weiter verwunderlich, allerdings sendet Postfix nicht mit einer festen IPv6-Adresse, sondern nutzt irgendeine Adresse aus dem Subnetz. Werden die Einstellungen von Postfix geöffnet:

nano /etc/postfix/main.cf

findet sich dort der Eintrag:

inet_interfaces = all

Durch diesen Eintrag ist nicht genau festgelegt welcher IP-Adresse für das Senden genutzt wird. Hier sollten die genauen IP-Adressen festgelegt werden:

inet_interfaces = 82.91.44.12,2001:db8:a0b:12f0::1

Anschließend sollte Postfix neugestartet werden:

service postfix restart

Wird nun erneut eine Mail an den Freenet-Server geschickt, so kann es passieren, dass die Fehlermeldung erneut zurückgesendet wird. In einem solchen Fall muss noch einige Minuten bis Stunden gewartet werden, bevor der Freenet-Server die Mails entgegennimmt.