KVM Server unter Mac OS X verwalten

Wenn man einen KVM Host aufgesetzt hat, steht man vor der Frage wie man diesen effizient verwaltet. Für die grafische Remoteverwaltung gibt es unter Ubuntu den Virtual Machine Manager welcher einfach über die Paketverwaltung installiert werden kann:

apt-get install virt-manager

Im Virtual Machine Manager können dabei neue virtuelle Maschinen angelegt oder bestehende Maschinen verändert werden. Der Virtual Machine Manager stellt dabei eine Abstraktionsebene bereit, so kann er nicht nur KVM, sondern auch Xen und LXC Maschinen verwalten.

Virtual Machine Manager

Virtual Machine Manager

Unter Mac OS X steht keine Virtual Machine Manager Alternative zur Verfügung. Allerdings kann man hier etwas schummeln, indem man den KVM Host dafür zweckentfremdet. Dazu muss das Paket „virt-manager“ auf dem KVM Host installiert werden. Auf dem Mac muss XQuartz installiert werden, damit eine X11 Implementierung zur Verfügung steht. Nach der Installation öffnet man ein Terminal und gibt dort folgendes ein:

ssh -X 
virt-manager -c qemu:///system

Anschließend wird der Manager gestartet und kann wie gewohnt genutzt werden.

Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X

Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X

Bei diesem Verfahren wird die grafische Ausgabe des KVM Hosts auf den Mac umgeleitet. Somit wird der Virtual Machine Manager auf der Ubuntu-Maschine ausgeführt, präsentiert seine Oberfläche aber unter Mac OS X.

Fuse für Mac OS X

Wenn man bestimmte Dateisystemen auf einem Betriebssystem wie Linux oder Mac OS X einbinden möchte, steht einem das „Filesystem in Userspace“ oder kurz Fuse zur Verfügung. Während es unter Linux ein fester Bestandteil des Kernels ist, muss es bei Mac OS X nachinstalliert werden. Dabei stehen dem Anwender unterschiedlichste Implementierungen wie Fuse4X und ähnliche zur Verfügung. Viele dieser Produkte teilen allerdings das Schicksal von Fuse4X – sie werden nicht mehr aktiv weiterentwickelt.

osxfuse.github.io

osxfuse.github.io

Das einzig aktive Fuse Projekt für Mac OS X scheint im Moment OSXFuse zu sein welches unter http://osxfuse.github.io/ zu finden ist. Auch die Fuse4X Entwicklungen sind mittlerweile zu einem großen Teil in dieses Projekt eingeflossen. OSX Fuse ist dabei freie Software auch wenn die Lizenz etwas zu ausführlich ist. Es scheint sich dabei um eine BSD-Lizenz zu handeln.

Dockkopie für Windows

Wer ohne das bekannte Mac OS X Dock auch unter Windows nicht auskommen mag, der sollte einen Blick auf RocketDock werfen. Dabei handelt es sich um eine Kopie des Mac OS X Docks für Windows. Entwickelt wurde das ganze dabei von Punk Labs.

RocketDock in Aktion

RocketDock in Aktion

Zu finden ist RocketDock unter rocketdock.com. Auf der Webseite werden auch Erweiterungen, sogenannte Docklets, Skins und andere Erweiterungen angeboten. Lizenziert ist die Anwendung unter einer Creative Commons Lizenz (BY-NC-SA). Möchte man das Dock so konfigurieren, das die Fenster es nicht überdecken, sollte man zusätzlich das Tool MaxMax installieren. Mit diesem kann man die Bereiche einstellen, in welche die Fenster maximieren. Damit wird das Dock anschließend nicht mehr überdeckt.

Taskmanager unter Mac OS X

Unter Windows gehört der Taskmanager zu den bekanntesten Werkzeugen, wenn man einmal nach dem Rechten sehen will. Auch unter Mac OS X gibt es ein solches Tool. Aufgerufen werden kann diesen, indem man mittels Spotlight nach der „Aktivitätsanzeige“ sucht.

Die Aktivitätsanzeige unter Mac OS X

Die Aktivitätsanzeige unter Mac OS X

Im Gegensatz zu seinen Windowspendant zeigt er nicht nur den „CPU-Verbrauch“, sondern auch andere Dinge wie den Energiebedarf einzelner Anwendungen an. So bietet die Aktivitätsanzeige Infomationen über die CPU, den Speicher, den Energiebedarf, die Festplatte und über die Netzwerkkommunikation.

Paketsuche für Homebrew

Bei Homebrew handelt es sich ähnlich wie MacPorts um einen Paketmanager für Mac OS X. Leider gibt es auf der offiziellen Homebrew Seite keine Möglichkeit nach bestimmten Paketen zu suchen.

braumeister.org

braumeister.org

Diese Lücke füllt die Seite braumeister.org. Die Seite bietet eine Suchmaschine über die gesamte Paketbasis an. Dabei ist die Seite und die Technik dahinter freie Software, deren Quelltext in einem Repository auf GitHub zu finden ist. Lizenziert ist das ganze dabei unter einer BSD-Lizenz.