Wer das Versionkontrollsystem Git nicht auf der Konsole nutzen möchte, kann sich einer grafischen Anwendung bedienen. Für Mac OS X gibt es dabei eine Reihe von kommerziellen Applikationen, allerdings gibt es auch freie Varianten wie GitX.
Eine GitX Variante
Das ursprüngliche GitX wurde unter der GPL2 lizenziert. Nachdem die Entwicklung Ende 2009 eingestellt wurde, übernahmen andere den Staffelstab und entwickelten GitX weiter. Eine Übersicht über die verschiedenen Forks bietet dabei die Seite gitx.org. Die Version welche aktuell entwickelt wird hört dabei auf den Namen Rowanj-Fork dessen Entwicklung auf GitHub verfolgt werden kann.
Mittels OSXFuse und dem mitgelieferten Paket für SSHFS ist es unter Mac OS X möglich sich mittels SSH zu einem Server zu verbinden und sein Dateisystem einzubinden. In meinem Fall sah das auf dem Terminal so aus:
sshfs :/ /Volumes/example
So weit funktionierte auch alles, nur bei machen Dateien wurde ich von einem „Permission denied“ begrüßt. Lösen lässt sich dieser Fehler durch die Angabe des Parameters „-o defer_permissions“:
sshfs -o defer_permissions :/ /Volumes/example
Damit können alle Dateien und Ordner auf dem entsprechend eingebundenen entfernten Rechner genutzt werden.
TextMate ist einer der besten Editoren für Mac OS X. Seitdem er unter einer freien Lizenz veröffentlicht wird, gibt es keinen Grund mehr ihn nicht zu nutzen. Nur ein Feature raubt mir mit absoluter Regelmäßigkeit den Nerv – das sogenannte „Smart Typing“. Dabei werden beim Tippen bestimmter Zeichen wie Klammern oder Anführungszeichen automatisch die schließenden Zeichen hinzugefügt.
Die Bundle-Konfiguration
Um dieses Feature abzuschalten, begibt sich man sich in die Bundle-Konfiguration. Diese erreicht man über das Menü unter „Bundles -> Edit Bundles…“. Dort such man die Sektion „Text -> Settings -> Miscellaneous“ auf. Komplett deaktiviert sieht der Block dann so aus:
smartTypingPairs = ();
Das Problem an dieser Variante ist, das man diese Werte in jedem Bundle ändern muss, welche Smart Typing Paare (z.B. das C und C# Bundle) enthält. Einfacher ist es, das ganze Feature zu deaktivieren. Dazu gibt man im Terminal:
Möchte man Wine unter Mac OS X nutzen, so kann man sich mittels Homebrew oder Macports das entsprechende Paket installieren. Anschließend kann man die gewünschte Windows App mittels Wine auf der Konsole starten:
wine calc.exe
Manchmal möchte man aber einen anderen Weg gehen und eine Windows-Applikation in eine Mac-App verpacken. Hierfür wurde die App WineBottler von Mike Kroenenberg entwickelt.
Die Konfiguration einer Applikation im WineBottler
Mit dem WineBottler ist es möglich die Windows-Applikation in eine Mac-App zu Kapseln. Nach der Konfiguration der entsprechenden Applikation wird diese in eine solche „.app“-Struktur gepackt und kann anschließend einfach unter Mac OS X gestartet werden. Auf Wunsch ist es auch möglich Wine selbst in diese App zu packen, so das die App auf einem anderen Rechner ohne Abhängigkeiten gestartet werden kann.
Wenn man einen KVM Host aufgesetzt hat, steht man vor der Frage wie man diesen effizient verwaltet. Für die grafische Remoteverwaltung gibt es unter Ubuntu den Virtual Machine Manager welcher einfach über die Paketverwaltung installiert werden kann:
apt-get install virt-manager
Im Virtual Machine Manager können dabei neue virtuelle Maschinen angelegt oder bestehende Maschinen verändert werden. Der Virtual Machine Manager stellt dabei eine Abstraktionsebene bereit, so kann er nicht nur KVM, sondern auch Xen und LXC Maschinen verwalten.
Virtual Machine Manager
Unter Mac OS X steht keine Virtual Machine Manager Alternative zur Verfügung. Allerdings kann man hier etwas schummeln, indem man den KVM Host dafür zweckentfremdet. Dazu muss das Paket „virt-manager“ auf dem KVM Host installiert werden. Auf dem Mac muss XQuartz installiert werden, damit eine X11 Implementierung zur Verfügung steht. Nach der Installation öffnet man ein Terminal und gibt dort folgendes ein:
ssh -X
virt-manager -c qemu:///system
Anschließend wird der Manager gestartet und kann wie gewohnt genutzt werden.
Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X
Bei diesem Verfahren wird die grafische Ausgabe des KVM Hosts auf den Mac umgeleitet. Somit wird der Virtual Machine Manager auf der Ubuntu-Maschine ausgeführt, präsentiert seine Oberfläche aber unter Mac OS X.