AnyDesk als TeamViewer-Alternative

Die Weihnachtszeit ist ja bekanntlich die Zeit im Jahr, in welcher die Eltern besucht werden und die IT wieder auf Vordermann gebracht wird. Für die schnelle Hilfe zwischendurch gibt es allerdings auch andere Lösungen. Früher habe ich dafür immer gerne TeamViewer genutzt, allerdings ist die Software mit der Zeit nicht unbedingt besser geworden und vor allem unter Linux fühlte sich das Ganze ziemlich unschön an. Auf der Suche nach Alternativen bin ich schlussendlich bei AnyDesk gelandet.

AnyDesk unter macOS

Die Firma hinter AnyDesk, die AnyDesk Software GmbH aus Stuttgart, wurde 2014 von einigen ehemaligen TeamViewer-Mitarbeitern gegründet. Für den persönlichen Gebrauch ist AnyDesk kostenfrei, sodass der Anwendungsfall für gelegentliche Hilfe unter Freunden und Verwandten problemlos abgedeckt werden kann. Die Software läuft nativ unter Linux, macOS, Windows, iOS und Android. Damit steht einem betriebssystemübergreifenden Support nichts im Weg steht. AnyDesk kann über die offizielle Webseite unter anydesk.com bezogen werden.

elementaryOS und die Indikatoricons

elementaryOS verfügt über eine Status- und Menüleiste, ähnlich macOS. In dieser Leiste, welche sich am oberen Bildschirmrand befindet, befinden sich Indikatoren für das Netzwerk, den Sound und einige andere Dinge. Auch Applikationen, wie z. B. der Nextcloud-Client legen dort ihr Status-Icon ab. Wenn der Nextcloud-Client unter elementaryOS in der Version 6 (Odin) installiert wird, taucht allerdings kein Icon in der oberen Leiste auf. Grund hierfür ist das diese nicht Out-of-the-box unterstützt wird.

Die Einstellungen von elementaryOS

Allerdings kann hier Abhilfe geschaffen werden mit dem Wingpanel Ayatana-Compatibility Indicator. Um diesen in elementaryOS zu installieren, sollte im ersten Schritt das Terminal geöffnet und einige Abhängigkeiten installiert werden:

install libglib2.0-dev libgranite-dev libindicator3-dev libwingpanel-dev indicator-application

Anschließend kann der Download der entsprechenden DEB-Datei angestoßen werden:

wget -c "https://github.com/Lafydev/wingpanel-indicator-ayatana/blob/master/com.github.lafydev.wingpanel-indicator-ayatana_2.0.7_amd64.deb?raw=true" -O wingpanel-indicator.deb

Danach wird das heruntergeladene Paket installiert:

dpkg -i wingpanel-indicator.deb

Nun muss dafür gesorgt werden, dass der Wingpanel Ayatana-Compatibility Indicator beim Systemstart geladen wird. Dies kann unter elementaryOS über die Systemeinstellungen und dort den Punkt Anwendungen bewerkstelligt werden. Dort findet sich der Punkt Beim Anmelden automatisch gestartete Anwendungen. Unter diesem Punkt wird nun unten links eine neue Anwendung hinzugefügt und dort ein benutzerdefinierter Befehl eingegeben:

/usr/lib/x86_64-linux-gnu/indicator-application/indicator-application-service

Im Terminal muss nun noch eine Änderung an der Datei indicator-application.desktop vorgenommen werden:

nano /etc/xdg/autostart/indicator-application.desktop

Dort muss nun der Parameter Pantheon; hinzugefügt werden, sodass die Datei am Ende wie folgt aussieht:

[Desktop Entry]
Type=Application
Name=Indicator Application
Exec=/usr/lib/x86_64-linux-gnu/indicator-application/indicator-application-service
StartupNotify=false
Terminal=false
OnlyShowIn=Unity;GNOME;Pantheon;
NotShowIn=ubuntu;
NoDisplay=true
AutostartCondition=GNOME3 unless-session gnome

Nach einem Neustart des Systems funktioniert der neue Indikator, sodass z. B. das Status-Icon des Nextcloud-Clients ebenfalls auftauchen sollte.

Automatischen Wechsel der Airpods zu macOS abschalten

Die AirPods von Apple verbinden sich automatisch mit macOS und iOS-Geräten. Das ist insofern ein praktisches Feature, wenn z. B. vom iPhone zum iPad gewechselt wird. Nervig wird es, wenn der Versuch unternommen wird mit dem iPhone zu telefonieren und zeitgleich am Mac gearbeitet wird. In diesem Fall werden bei einer Audioausgabe, automatisch die Kopfhörer mit dem Mac verbunden, was allerdings unpraktisch ist, wenn dabei ein Telefonat geführt wird.

Die Einstellungen für die Airpods unter macOS

Glücklicherweise kann dieser automatische Handover unter macOS deaktiviert werden. Dazu müssen die Systemeinstellungen aufgerufen werden und dort der Punkt Bluetooth aufgerufen werden. In dem Eintrag für die AirPods findet sich dort nun ein Button mit der Aufschrift Optionen. Wird dieser angeklickt öffnet sich ein Einstellungsdialog, in welchem sich unter anderem der Punkt Mit diesem Mac verbinden findet. Diese Option kann nun auf Wenn zuletzt mit diesem Mac verbunden gestellt werden. Anschließend ist der automatische Handover deaktiviert.

Downloads über youtube-dl per Bash-Funktion in der Z shell unter macOS nutzen

Vor ein paar Tagen hatte ich darüber geschrieben, wie es möglich ist mittels youtube-dl nur den MP4-Stream eines Videos herunterzuladen. Wenn das Kommando öfter benutzt werden soll, ist es etwas umständlich und wenig einprägsam.

Um das Kommando einfacher zugänglich zu machen, kann eine Bash-Funktion definiert werden. Unter macOS muss diese in der entsprechenden Konfigurationsdatei der Z shell angelegt werden:

nano ~/.zshrc

Anschließend kann die entsprechende Funktion in der Datei definiert werden:

yd ()
{
  youtube-dl -f 'bestvideo[ext=mp4]+bestaudio[ext=m4a]' "$1"
}

Nachdem das Terminal neu gestartet wurde, kann das Kommando wie folgt benutzt werden:

yd YouTubeID123

Anschließend startet der Download wie gehabt und das Kommando geht in Zukunft wesentlich einfacher von der Hand.

Passwort einer verschlüsselten PDF ermitteln

Vor einigen Tagen stand ich vor dem Problem ein PDF mit Vertragsunterlagen öffnen zu wollen, welches allerdings mit einem Passwort geschützt war. Und wie es Murphys Gesetz vorschreibt, hatte ich das entsprechende Passwort natürlich verlegt.

Mithilfe der Software PDFCrack, kann ein solches Passwort wieder hergestellt werden. Dazu muss die Software erst installiert werden, unter macOS z. B. mittels Homebrew:

brew install pdfcrack

Unter Linux steht PDFCrack über die entsprechenden Paketmanager ebenfalls zur Verfügung. Anschließend kann damit begonnen werden das Passwort zu ermitteln:

pdfcrack -f encrypted.pdf

PDFCrack beginnt nun damit alle möglichen Passwörter durchzuprobieren; bis schlussendlich das richtige Passwort gefunden wurde:

Security Handler: Standard
V: 2
R: 3
P: -1852
Length: 128
Encrypted Metadata: True
FileID: 382bbf6cdba9941cfd35bd21e6dbas0b68
U: 07556c324622f519b6838c213136129500000000000000000000000000000000
O: 9fb467e3c673228ac08571dab482b385da99ada024cf952ef8f8489d6f680d226
Average Speed: 84554.6 w/s. Current Word: 'O4eg'
Average Speed: 84246.6 w/s. Current Word: '9ojn'
Average Speed: 84455.9 w/s. Current Word: 'ZOou'

Wird der Prozess abgebrochen; so wird der aktuelle Status in der einer sav-Datei abgespeichert. Leider ist PDFCrack nicht Multithreading fähig; sodass es von mehreren Prozessorkernen leider nicht profitiert und der Vorgang somit entsprechend lange dauert.