Freie Remote Desktop Software unter Mac OS X

Nachdem die Remotedesktop Software Version von Microsoft bei neueren Mac OS X Versionen gerne mal die Hufe hoch reißt wenn man sie beendet, wurde es Zeit sich nach etwas neuem umzuschauen. Die Wahl fiel dabei auf CoRD. Dabei handelt es sich um eine freie, GPLv2 lizenzierte, Remote Desktop Software welche mittlerweile in der Version 0.5.7 verfügbar ist.

Die Startoberfläche von CoRD

Die Startoberfläche von CoRD

Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Anlegen eines neuen Servers (wenn es nicht über „Quick Connect“ erfolgt). Nachdem man in dem Dialog alle Einstellungen vorgenommen hat, muss man Cmd + S drücken um die Einstellungen in einer RDP Datei zu speichern. Schließt man den Dialog einfach, so sind die Einstellungen verloren. Anschließend kann man die RDP Datei öffnen und wird mit dem entsprechenden Server verbunden. Bezogen werden kann CoRD unter http://cord.sourceforge.net.

Jedi Knight nun Open Source

LucasArts wurde vor einigen Wochen von Disney geschlossen. Mittlerweile stellt sich raus, das das ganze auch gute Seiten hat. So wurden die Quelltexte der Spiele „Jedi Knight 2 – Jedi Outcast“ und „Jedi Knight – Jedi Academy“ von Raven Software unter der GPLv2 veröffentlicht. Raven Software entwickelte diese damals für Lucas Arts.

Allerdings ist der Quelltext nicht mehr an der ursprünglichen Quelle auf Sourceforge (Jedi Outcast, Jedi Academy) zu finden. Der Grund dafür ist, das es noch einige proprietäre Bestandteile im Quelltext gibt, welche noch entfernt werden müssen, bevor das ganze wieder auf Sourceforge veröffentlicht wird.

Allerdings ist der Quelltext mittlerweile gespiegelt auf Github zu finden. So ist Jedi Outcast unter https://github.com/dpiers/Jedi-Outcast und Jedi Academy unter https://github.com/dpiers/Jedi-Academy zu finden.

Besonders witzig sind auch die Kommentare in den Quelltexten:

void NPC_CheckPlayerAim( void )
{
    //FIXME: need appropriate dialogue
    /*
    gentity_t *player = &g_entities[0];

    if ( player && player->client && player->client->ps.weapon > (int)(WP_NONE) && player->client->ps.weapon < (int)(WP_TRICORDER) )
    {//player has a weapon ready
        if ( g_crosshairEntNum == NPC->s.number && level.time - g_crosshairEntTime < 200 
            && g_crosshairSameEntTime >= 3000 && g_crosshairEntDist < 256 )
        {//if the player holds the crosshair on you for a few seconds
            //ask them what the fuck they're doing
            G_AddVoiceEvent( NPC, Q_irand( EV_FF_1A, EV_FF_1C ), 0 );
        }
    }
    */
}

Mittlerweile wird auch an einer Linuxumsetzung von Jedi Outcast gearbeitet, welche sich ebenfalls auf Github befindet.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.reddit.com/r/programming/comments/1bnezw/jedi_outcastjedi_academy_source_code_released/
http://news.softpedia.com/news/Raven-Software-Asked-SourceForge-to-Remove-Jedi-Academy-and-Jedi-Outcast-344896.shtml
http://news.softpedia.com/news/Jedi-Academy-and-Jedi-Outcast-Projects-Mysteriously-Disappear-from-SourceForge-344571.shtml

Tiny Tiny RSS installieren und als Google Reader Alternative benutzen

Da der Google Reader ja bald eingestellt wird, sollte man sich langsam darüber Gedanken machen, wie es weitergeht. Natürlich kann man auf fremde Dienste wie Feedly wechseln. Allerdings behagt dieser Gedanke nicht jedem, da man wieder an einen bestimmten Anbieter gebunden ist. Eine Abhilfe schafft hier die Software „Tiny Tiny RSS“ welcher auf PHP und MySQL (wahlweise auch PostgreSQL aufsetzt). Die Software selbst steht dabei unter der GPLv2.

Probleme bei der Installation

Probleme bei der Installation

Nachdem man die Software heruntergeladen hat und auf seinen Webspace kopiert hat, kann es auf einigen Systemen beim Test der Konfiguration zu Problemen mit der Einstellung „open_basedir“ kommen. Hat man hier keine Möglichkeit dies umzustellen oder möchte dies nicht, so muss man einige kleinere Anpassungen am Quelltext von „Tiny Tiny RSS“ vornehmen. Dazu wird in den Dateien „include/sanity_check.php“ und „install/index.php“ der Absatz:

if (ini_get("open_basedir")) {
  array_push($errors, "PHP configuration option open_basedir is not supported. Please disable this in PHP settings file (php.ini).");
}

auskommentiert. Danach sollte die Installation gelingen. Nach der Installation kann man sich mit den Standardnutzerdaten „admin“ und „password“ anmelden. Das Passwort sollte man anschließend sofort ändern. In den Einstellungen wird unter Benutzer ein neuer Nutzer angelegt, damit man nicht mit einem administrativen Account arbeiten muss.

Wenn man seine Daten mittels Google Takeout exportiert hat, kann man die „subscriptions.xml“ aus dem Export in „Tiny Tiny RSS“ importieren. Dazu geht man in den Einstellungen auf den Tab „Feed“ und dort auf „OPML“. Dann kann man die entsprechende Datei importieren.

Tiny Tiny RSS in Aktion

Tiny Tiny RSS in Aktion

Danach kann man seine Feeds in der Oberfläche bewundern. Die erste (manuelle) Aktualisierung kann dabei durchaus einige Zeit in Anspruch nehmen. Nun gilt es die automatische Aktualisierung der Feeds mittels eines Cronjobs in Angriff zu nehmen. Dazu wird ein Cronjob erstellt welcher alle 15 Minuten die URL:

http://example.org/ttrss/backend.php?op=globalUpdateFeeds&daemon=1

aufruft, wobei der Teil „http://example.org/tsrss/“ natürlich durch die eigene URL ersetzt werden muss. Die Webapplikation stellt auf Wunsch (in den Einstellungen konfigurierbar), eine API zur Verfügung, so das man auch Apps mit ihr betreiben kann. So gibt es für Android einen Client mit dem selben Namen.

Tiny Tiny RSS (TRIAL)
Tiny Tiny RSS (TRIAL)
Entwickler: Andrew Dolgov
Preis: Kostenlos

Für iOS scheint es da noch keine adäquate Lösung zu geben wobei ich mir wünschen würde, das Mr.Reader das ganze in eine neue Version integrieren würde.

Die Mobilansicht von Tiny Tiny RSS

Die Mobilansicht von Tiny Tiny RSS

Die Mobilansicht auf entsprechenden Geräten ist leider etwas fummelig, wobei es sich nicht um die richtige Mobilansicht handelt, sondern um die normale Ansicht. Die mobile Ansicht kann über das System Plugin „mobile“ aktiviert werden. Allerdings wird sie nicht mehr gewartet und ist wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Abhilfe schafft hier ttrss-mobile welches über die API mit dem Hauptsystem kommuniziert. Nachdem man die Software auf seinen Webspace hochgeladen hat, muss man noch die Pfade in der „conf.js“ anpassen. Anschließend kann man sich mit seinen Zugangsdaten einloggen.

In den Einstellungen gibt es auch einige interessante Nutzerplugins wie z.B. „mail“ mit welchem man Artikel per Mail versenden kann. Alles in allem ist „Tiny Tiny RSS“ ein robustes Stück Software, welches nach der Installation genau das macht was es soll. Die offizielle Seite der Software ist dabei unter http://tt-rss.org zu finden.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://michaelsonntag.net/tiny-tiny-rss-tutorial-1-installation-konfiguration/
http://michaelsonntag.net/tiny-tiny-rss-tutorial-2-optische-anpassungen-und-plugins/
http://michaelsonntag.net/tiny-tiny-rss-tutorial-3-artikel-feiner-strukturieren/
http://michaelsonntag.net/tiny-tiny-rss-tutorial-4-noch-ein-paar-kleinigkeiten/
http://www.linux.com/learn/tutorials/322446-weekend-project-replacing-google-reader-with-tiny-tiny-rss

DBPedia

Wissen in strukturierter Form hat im Gegensatz zu unstrukturiertem Wissen, einige entscheidende Vorteile. Der wichtigste ist wahrscheinlich die automatisierte Anwendung und Auswertung durch Computersysteme. Natürlich muss hierzu erst einmal das entsprechende Wissen in eine strukturierte Form gebracht werden. Genau dies wird beim DBPedia Projekt gemacht. Im Falle dieses von der Universität Leipzig betriebenen Projektes werden dabei die strukturierten Daten der Wikipedia ausgewertet und der Allgemeinheit unter der GPL bzw. der CC-BY-SA Lizenz zur Verfügung gestellt. Zu finden ist das Projekt dabei unter http://de.dbpedia.org/.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/DBpedia

1w6

Wer gerne „echte“ Rollenspiele spielt, der sollte sich einmal „1w6“ anschauen, welches unter http://1w6.org zu finden ist. Dabei handelt es sich nach der Selbstbeschreibung um ein schlankes und universelles Rollenspielwerk, welches unter einer freien Lizenz, in diesem Fall der GPL steht. Die entsprechenden Repositories sind dabei unter http://1w6.org/deutsch/regeln/quellen#hg-repos zu finden. In dem System gibt es verschiedene Welten, wie zum Beispiel die Freihändler Welt, welche in einem Science Fiction Setting angesiedelt ist. Das Material kann in PDF Form heruntergeladen werden, oder auch gegen ein kleines Entgelt bestellt werden.