Diaspora nun verfügbar, aber…

Ab dem heutigen Tagen ist Diaspora (ein freies dezentrales Sozial Network) verfügbar. Allerdings wird das dem normalen Nutzer nichts nutzen. Denn heute wurde „nur“ der Quelltext freigegeben. Dieser ist im übrigen unter http://github.com/diaspora/diaspora zu finden. Mit der ersten benutzbaren Alphaversion rechnen die Entwickler im Oktober 2010. Nun ist Diaspora also ein Communityprojekt. Lassen wir uns überraschen :)

PS: Wer es ausprobieren möchte sollte http://openspora.com besuchen :)

Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.joindiaspora.com/2010/09/15/developer-release.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Diaspora_%28Software%29
http://www.golem.de/1009/78014.html

MegaGlest

Unter dem Namen Glest gibt es ein offenes Open Source Strategiespiel für Linux (und für Windows). Leider wird Glest im Moment nicht weiter entwickelt. Und so wurde Glest von einigen Freiwilligen geforkt und wird nun unter dem Namen MegaGlest weiter betrieben. Dabei wurde vieles erweitert, so gibt es jetzt statt zwei Rassen, gleich ein paar mehr. Zu MegaGlest hat freies Magazin einen interessanten Artikel herausgebracht welcher hier gelesen werden kann. Finden kann man Megaglest unter http://sourceforge.net/projects/megaglest/.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Glest
http://wiki.ubuntuusers.de/Spiele/Glest
http://www.golem.de/1007/76396.html
http://www.pro-linux.de/news/1/15898/neues-3d-echtzeit-strategiespiel-mega-glest-335.html

htop für das Netzwerk

Ich benutze sehr gerne htop um mir auf einem Ubuntu Server System die Prozesse, Auslastung etc. anzeigen zu lassen. Ein ähnliches Werkzeug gibt es auch für das Netzwerk. Es hört auf den Namen iptraf und kann mittels

apt-get install iptraf

installiert werden. Es bietet dabei verschiedene Modi zur Anzeige des Datenverkehrs bzw. dessen Zusammenfassung. Möchte man hingegen den gesamten Netzwerkverkehr aufzeichnen um ihn später zu analysieren so benötigt man das Paket tshark und kann dann mittels tshark -w network.protocol & den gesamten Netzwerkverkehr in die Datei network.protocol schreiben. Diese Datei kann man später in Wireshark öffnen, was die Auswertung doch stark vereinfacht.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Iptraf
http://wiki.ubuntuusers.de/Wireshark

UML Tool für Ubuntu

Auf der Suche nach einem UML Werkzeug stieß ich vor einigen Tagen auf Umbrello. Bei dieser Software handelt es sich um eine Anwendung zum modellieren von UML Diagrammen (wobei die verschiedenen Diagramme unterstützt werden). Auch Quellcode kann aus diesen Diagrammen erzeugt werden. Um Umbrello zu auf den Rechner zu holen muss das Paket umbrello installiert werden. Die offizielle Seite ist unter http://uml.sourceforge.net zu finden.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/UML

RAID 5 mit Verschlüsselung und Samba aufsetzen

Ein NAS mit einem RAID 5, einem Samba Server und Verschlüsselung auf Basis von Ubuntu wäre doch eine schöne Sache. Um das zu bewerkstelligen lädt man sich den Ubuntu Server unter http://www.ubuntu.com/server herunter, brennt ihn auf eine CD uns startet diese auf dem entsprechenden Rechner.

Dort wählt man dann Deutsch als Sprache aus und geht im Menü auf Ubuntu Server installieren. Nach einigen Fragen bezüglich der Tastatur- und Ländereinstellungen geht es dann weiter mit den Partionseinstellungen. An dieser Stelle erzeugen wir ein neues RAID 5. Dazu wählen wir als Partionsmethode manuell aus und gehen anschließend auf den Menüpunkt Software-RAID konfigurieren. Sollte es bereits Partionen geben so sollten diese vorher gelöscht werden. Sollte hierbei noch ein Software RAID eingerichtet sein, so muss dieses zuerst unter Software-RAID konfigurieren gelöscht werden (MD Gerät löschen).

Nachdem wir Software-RAID konfigurieren ausgewählt haben gehen wir auf MD Gerät erstellen und wählen dort RAID5 aus. Danach wird man nach der Anzahl der aktiven Geräte (sprich Festplatten) gefragt. Hier gibt man die Anzahl der Festplatten an welche man für das RAID verwenden will. Die Festplatten sollten dabei die gleiche Größe aufweisen (sonst wird die kleinste Festplatte als kleinster Nenner angesehen). Nach den aktiven Geräten kann man die Reservegeräte (Hot Spare) definieren und anschließend angeben welche Festplatten in das RAID genommen werden sollen.

Nachdem man das ganze bestätigt hat und die RAID Konfigurationsseite mittels Fertigstellen verlassen hat, definiert man noch den Einhängepunkt des RAID5 Gerätes (/) sowie das Dateisystem (ext4) und beendet die Partitionierung. Zusätzlich kann man noch eine Swap Partion anlegen, muss dies aber nicht tun (je nachdem wie viel Arbeitsspeicher in dem Gerät steckt).

Während der Installation wird man dann noch gefragt ob man Mail konfigurieren möchte. Dort wählt man nur lokal aus und fährt mit der Installation fort bis man seinen Nutzernamen und sein Passwort vergeben muss. Auf die Frage ob der persönliche Ordner verschlüsselt werden soll antwortet man mit Ja. Dann fährt man mit der Installation fort bis man gefragt wird ob man bestimmte Pakete vorinstallieren möchte. Hier wählt man OpenSSH server und bestätigt das ganze.

Nach der Installation erstellen wir mittels mkdir /home/seeseekey/share den Ordner in dem später unserer Daten liegen und installieren mittels:

sudo apt-get install mc htop samba swat

den Samba Server (sowie das Webinterface), htop und den Midnight Commander (letztere nur der Bequemlichkeit halber). Mittels

sudo smbpasswd -a seeseekey

erzeugen wir einen neuen Sambabenutzer. Dabei ist zu beachten das der betreffende Sambanutzer im System schon als Benutzer existieren muss. Am besten legt man solche Nutzer mittels

sudo adduser –no-create-home –disabled-login –shell /bin/false seeseekey

an. Diese Nutzer haben dann kein Homeverzeichnis und können sich auch nicht auf dem System einloggen. Nun müssen wir noch einige Dinge an den Dateirechten ändern damit Swat die Samba Config schreiben kann. Dies geschieht auf der Konsole mittels

sudo chown root:admin /etc/samba/smb.conf
sudo chmod 664 /etc/samba/smb.conf

Anschließend starten wir Swat mittels sudo /etc/init.d/openbsd-inetd restart neu. Danach können wir uns mit einem Webbrowser anmelden (http://“IP Adresse“:901 z.B. 192.168.1.15:901). Als Nutzername und Passwort dient dabei der bei der Installation angelegte Benutzer.

Nachdem wir uns verbunden haben können wir unter Globals einige Dinge einstellen z.B. den Namen der Arbeitsgruppe (workgroup). Unter Shares legen wir eine Freigabe an. In diesem Beispiel nennen wir die Freigabe Daten und klicken auf erstellen. In dem sich öffnenden Optionen setzen wir folgende Parameter:

path -> /home/seeseekey/share/
admin users -> seeseekey
readyonly -> No
available -> Yes

und klicken anschließend auf Änderungen speichern.

Nun haben wir ein System welches ein RAID 5 kombiniert mit einem Sambaserver und einer Verschlüsselung bereitstellt. Wenn man den Server startet muss man den Nutzernamen und das Passwort eingeben, damit das entsprechende Nutzerverzeichnis in welchem die Freigabe liegt entschlüsselt wird. Das kann man natürlich auch per SSH machen, allerdings ist die Sitzung (und somit die SMB Freigabe) nur so lange verfügbar wie die SSH Verbindung steht. Eine Anmeldung direkt am NAS (es reicht ja wenn eine Tastatur angeschlossen ist) ist also vorzuziehen.

Ein kleiner Hinweis noch am Rande: Mittels cat /proc/mdstat kann man nach der Anmeldung Informationen über das RAID abfragen.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Network_Attached_Storage
http://wiki.ubuntuusers.de/Software-RAID
http://wiki.ubuntuusers.de/ecryptfs-utils
http://wiki.ubuntuusers.de/SAMBA
http://wiki.ubuntuusers.de/samba_server
http://wiki.ubuntuusers.de/Samba_Server_Swat