seeseekey.net - Invictus Deus Ex Machina

Vor einiges Zeit hatte ich Sans Bullshit Sans vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Schriftart welche mittels Ligaturen bestimmte Wörter mit durch bullshit ersetzte.

projectseen.com

projectseen.com

Mit Project Seen, gibt es eine weitere Schriftart, welche nach diesem Prinzip arbeitet. Im Gegensatz zur Sans Bullshit Sans streicht die Wörter welche von der NSA und dem GCHQ getrackt werden – womit es auch einen praktischen Zweck erfüllt. Bezogen werden kann die Schritart unter projectseen.com.

Wenn man für ein Design oder eine Webapplikation Icons benötigt, ist das in vielen Fällen eine mühselige Angelegenheit. Mit dem CSS-Toolkit Font Awesome und dem dazugehörigen Font, kann man die Standardfälle nun wesentlich leichter abdecken. Der Font liefert dabei in Vektorform über 470 Icons für viele Anwendungsfälle – von Webapplikationen über Dateitypen und Einheitensymbolen. Die Icons lassen sich über das CSS-Toolkit ohne Probleme miteinander kombinieren, skalieren und anordnen. Ursprünglich entwickelt wurde Font Awesome für das Framework Bootstrap, ist aber mittlerweile unabhängig von diesem nutzbar.

fortawesome.github.io/Font-Awesome/

fortawesome.github.io/Font-Awesome/

Zu finden ist das Projekt auf GitHub. Der Quellcode ist bei Font Awesome unter der MIT-Lizenz lizenziert, während die Icons unter der SIL Open Font License bereitgestellt werden – damit ist Toolkit freie Software. Die offizielle Seite ist unter fortawesome.github.io/Font-Awesome/ zu finden.

Wenn ein Font ein Zeichen nicht unterstützt, erscheint meist ein leeres Quadrat, welches besagt das dieses Zeichen in der aktuellen Schriftart nicht verfügbar ist. Dieses nicht vorhandenen Zeichen nennt man dabei Tofu. Unter dem Namen Noto (was für No Tofu steht) wird eine Schriftart mit dem Ziel entwickelt das alle Unicode-Zeichen in dieser enthalten sein sollen.

Ein Font für alle Sprachen

Ein Font für alle Sprachen

Dabei sollen bereits bis Ende 2014 alle Zeichen vorhanden sein, welche in lebendigen Sprachen genutzt werden. Entwickelt wird Noto dabei vom Google Internationalization Team. Der Font kann auf der entsprechenden Projektseite bezogen werden. Lizenziert ist Notu unter der Apache Lizenz und somit freie Software.

In einigen Versionen hat Inkscape Probleme mit der Fontauswahl. Nachvollziehen kann man das zum Beispiel mit den Ubuntu Fonts. Diese gibt es in den Varianten „Ubuntu“, „Ubuntu Condensed“ und „Ubuntu Light“. Möchte man nun z.B. den Font „Ubuntu Light“ anwählen, so funktioniert es nicht. Inkscape springt unvermittelt auf den Font „Ubuntu“.

Die Fontauswahl unter Inkscape

Die Fontauswahl unter Inkscape

Bei diesem Problem handelt es sich um ein Fehler in Inkscape, welche sich glücklicherweise umschiffen lässt. Dazu gibt man den Fontnamen, in der Fontleiste ein und hängt ein Komma an den Namen. Aus „Ubuntu Light“ wird dann „Ubuntu Light,“. Damit akzeptiert Inkscape den Font und man kann wieder damit arbeiten.

Weitere Informationen gibt es unter:
https://bugs.launchpad.net/inkscape/+bug/595432

Scrivener ist eine Applikation für jeden der viel Text produziert. Was mir persönlich nie so richtig gefiel, waren die Fonteinstellungen. Diese sind in der Mac OS X Version Standardmäßig auf „Cochin“ mit einer Schriftgröße von 14 px eingestellt. Einmal ist mir die Größe der Schrift zu klein sowie das Schriftbild der „Cochin“ ziemlich suspekt.

Also musste Ersatz her. Ein sehr schönes Beispiel für ein gelungenes Schreibprogramm ist ja der iA Writer, welcher nur zum Schreiben gedacht ist, und dementsprechend nichts anderes kann. Es stellte sich also die Frage welche Schriftart dort genutzt wird, die Antwort findet man doch recht schnell: es ist Nitti Light. Einziges Problem an dieser, ist der Preis von 81,75 € – für das Geld bekommt man 2x Scrivener (Umrechnung in Fußballfelder folgt später ;)).

Also musste eine Schriftart her, welche metrisch ähnlich zu „Nitti Light“ ist. Abhilfe habe ich bei den Google Webfonts gefunden. Dort gibt es den Font „Cousine“ welcher „Nitti Light“ metrisch ähnlich ist und bei welchem sich es auch um einen Monospace-Font handelt. Er steht dabei unter der SIL Open Font License 1.1.

Nachdem der Font unter Mac OS X installiert wurde, kann mit der Konfiguration von Scrivener begonnen werden. Dazu öffnet man die Einstellungen von Scrivener und geht zum „Formatting“ Tab.

Die Fonteinstellungen unter Scrivener

Dort klickt man auf das „große A“ in der Toolbar im „Main Text Style“ Block. Anschließend kann man dort „Cousine“ mit einer Schriftgröße von 18 px einstellen. Nun steht man allerdings vor dem Problem das diese Einstellung nicht in das geöffnete Projekt übernommen wird. Die Einstellungen gelten im ersten Moment nur für neue Texte.

Um dies zu ändern geht man in die „Corkboard“-Ansicht und wählt dort mittels „Cmd + A“ alle Karteikarten der Pinwand aus. Nun wählt man im Menü „Documents“ -> „Convert“ -> „Formatting to Default Text Style…“ aus und bestätigt den sich öffnenden Dialog. Damit werden alle markierten Dokumente der Pinwand umgewandelt.

Auf der Suche nach einem speziellen Font bin ich über die Seite http://www.fontsquirrel.com gestolpert. Dort gibt es eine Menge kostenlose Fonts (welche auch kommerziell genutzt werden dürfen) sowie einige Komfortfunktionen. So kann man sich zu jedem Font ein Textbeispiel (mit einem eigenen Text) generieren lassen. Auf der jeder Fontseite sind dann auch die Lizenzbedingungen des jeweiligen Fonts zu finden. Alles in allem ein sehr schönes Angebot 🙂

Es gibt sicherlich abertausende von Fonts, aber nur sehr wenige dieser Fonts stehen unter einer freien Lizenz. Schmuckstücke sind sind sicherlich Linux Libertine (sowie deren Auszeichnungsschrift Linux Biolinum) und DejaVu (besonders die Sans Mono Variante). Die meisten der Fonts stehen dabei entweder unter GPL (mit der Ausnahme das die Schriftstücke nicht unter die Lizenz fallen) oder der OFL was für SIL Open Font License steht. Man kann nur hoffen das die Anzahl der freien Fonts in der Zukunft weiter steigt 🙂

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Open-Source-Font
http://en.wikipedia.org/wiki/Free_software_Unicode_typefaces

Um einen Font zu erstellen bedarf es normalerweise teurer Software und/oder einer Menge Einarbeitung in das Thema. Für einen kleinen Kurzfilm wollte ich einen speziellen Font und bin glücklicherweise fündig geworden. Unter http://fontstruct.fontshop.com kann man nach einer kostenlosen Registrierung einfach Fonts erstellen und sich als TrueType Font exportieren lassen. Aussehen tut das ganze so: