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Wenn man eine Nextcloud-Installation neu aufsetzt und die Dateien der Nutzer wieder in jeweiligen Order packt, wird man feststellen das sie nicht automatisch in der Dateien-App von Nextcloud auftauchen. Stattdessen muss über das Wartungstool occ ein Scan der Nutzerordner stattfinden. Hierzu dient der Befehl:

sudo -u www-data php occ files:scan --all

Je nach Anzahl der Nutzer kann dieser Vorgang mehrere Minuten bis zu einigen Stunden dauern. Nach Abschluss des Vorgangs erhält man ein Protokoll über den Scan:

Scanning files for 3 users
Starting scan for user 1 out of 3 (Example1)
Starting scan for user 2 out of 3 (Example2)
Starting scan for user 3 out of 3 (Example3)

+---------+-------+--------------+
| Folders | Files | Elapsed time |
+---------+-------+--------------+
| 3152    | 52241 | 00:12:40     |
+---------+-------+--------------+

Anschließend sind die Dateien in der Dateien-App von Nextcloud wieder sichtbar und werden wieder mit dem Desktop-Client synchronisiert.

Manchmal möchte man einen Linux Server unter Windows in das Dateisystem einhängen. Unter Windows ist dies mittels “Dokan SSHFS” möglich. Dazu muss im ersten Schritt der Dokan Installer (http://dokan-dev.net/wp-content/uploads/DokanInstall_0.6.0.exe) heruntergeladen und installiert werden.

Danach wird “Dokan SSHFS” (http://dokan-dev.net/wp-content/uploads/dokan-sshfs-0.6.0.zip) heruntergeladen und entpackt. Dort startet man dann die Datei “DokanSSHFS.exe” woraufhin ein neues Icon im Tray erscheint.

Danach kann der Mount Dialog gestartet werden und nach Eingabe der passenden Daten sollte er dann als Laufwerk der Wahl auftauchen.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://dokan-dev.net/en/
http://de.wikipedia.org/wiki/SSHFS

Unter der ext Dateisystemfamilie ist es so, dass standardmäßig fünf Prozent des Speicherplatzes für root reserviert sind so das das Dateisystem nicht “vollaufen” kann, ohne das der Nutzer root es wieder richten kann. Das Problem an dieser Reglung ist das sie manchmal eine ziemliche Platzverschwendung ist. Bei meinem NAS beläuft sich diese auf zirka 300 GB. Glücklicherweise kann man diesen Wert aber korrigieren. Im ersten Schritt sollte man dazu die Blockgröße des Gerätes ermitteln. Dies geschieht mittels:

sudo tune2fs -l /dev/md0

In der Ausgabe dieses Befehls gibt es dann eine Zeile namens Reserved block count in der die reservierten Blöcke stehen und eine Zeile namens Block size in der die Blockgröße steht. In meinem Fall beträgt diese 4096 Bytes. Nun kann man ausrechnen wie viele Blöcke man benötigt um den gewünschten freies Speicherplatz zu reservieren. Bei mir soll es genau ein Gigabyte sein, also exakt 262144 Blöcke. Gesetzt wird das ganze dann mittels:

sudo tune2fs -r 262144 /dev/md0

wobei /dev/md0/ das entsprechende Gerät ist. Und schon ist der neue Wert gesetzt.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/ext
http://www.pro-linux.de/artikel/2/1125/dateisystem-tuning.html
http://entwickler.com/itr/online_artikel/psecom,id,868,nodeid,9.html

Nachdem ich gestern gefragt hatte wie ich die Cloud in meinen Rechner bekomme, bekam ich einige hilfreiche Kommentare. Danke nochmal an alle Kommentatoren 🙂 Und dann wollte ich google-docs-fs natürlich gleich mal ausprobieren. Also ging es erstmal auf das Google Code Projekt unter http://code.google.com/p/google-docs-fs/ und lud mir dort die entsprechende deb Datei herunter.

Bevor das Paket dann installiert wird, sollte noch das Paket python-gdata heruntergeladen und installiert werden. Dieses findet sich ebenfalls auf der Seite. Diese Paket ist auch über den Paketmanager verfügbar, allerdings ist die dortige Version zu alt um mit google-docs-fs benutzt zu werden. Danach sollte das google-docs-fs Paket installiert werden. Anschließend kann das ganze mittels:

gmount directory mail@example.com

gemountet werden. Das unmounten sollte dabei über

gumount directory

geschehen. Was ich bei meinen versuchen noch nicht herausgefunden habe ist ob man google-docs-fs das Passwort direkt übergeben kann. Im Moment wird es nämlich jedes Mal interaktiv abgefragt. Ab und an gab es auch Probleme mit einigen Dateien, die jedoch auf dem ersten Blick keinem Muster folgen.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://code.google.com/p/google-docs-fs/w/list