Erste Schritte mit Merkaartor und OpenStreetMap unter Ubuntu

Bei OpenStreetMap handelt es sich um eine freie Karte der Welt welche ständig verbessert wird. Dabei kann man auch selber Hand anlegen. Dazu benötigt man die Anwendung Merkaartor welche über den Paketmanager installiert werden kann. Um Karten zu erstellen oder zu verbessern gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist es einen GPS Track aufzuzeichnen und diesen als Grundlage für die Erstellung der Karte zu benutzen. Die zweite Möglichkeit ist es Luftbilder zu benutzen z.B. das von Bing bereitgestellte Material und dies abzuzeichnen. Da in den Repositories von Ubuntu nur die Version 0.16 verfügbar ist (und Bing erst ab 0.17 unterstützt wird) sollte das PPA

ppa:marcusls/maverick 

zur Installation benutzt werden.

Nach dem Start von Merkaartor finden wir links in der Layers Ansicht einen Punkt Map. Dort drücken wir die rechte Maustaste und wählen unter Plugins den Punkt Bing Maps aus. Nun zoomen wir auf den entsprechenden Bereich in der Karte welchen wir mappen wollen. Wer den gewünschten Platz auf Anhieb nicht findet kann einen neuen Map Layer anlegen welcher TMS -> OSM Mapnik benutzt, so das man die OpenStreetMap Karte sieht und sich so besser orientieren kann.

Hat man den entsprechenden Bereich gefunden kann man sich die passenden OSM Daten dazu herunterladen. Dazu drückt man auf den Button Download und wählt dort Current View aus. Nun kann man in diesen Daten mappen, so kann man bestehende Punkte anfassen und verschieben oder z.B. Häuser kartieren. Dazu wählt man das Area Werkzeug aus und markiert legt damit die Punkte rund um das Haus an. Anschließend fügt man zu den Tags den Wert Schlüssel building sowie den Wert yes hinzu.

Um das ganze nun auch der offiziellen Karte hinzuzufügen, geht man in das Menü File und wählt dort den Punkt Upload aus. Hier kann es nötig sein seine OSM Accountdaten anzugeben, bzw. sich einen entsprechenden Account anzulegen. Fertig ist das erste gemappte Gebäude.

Wem der Merkaartor zu kompliziert ist der kann auch den auf der offiziellen Seite eingebauten Editor Podlatch 2 benutzen, dieser ist wirklich sehr einfach gestaltet und kann so auch von Einsteigern benutzt werden :)

Weitere Informationen gibt es unter:
http://merkaartor.be/
http://www.openstreetmap.org
https://launchpad.net/~marcusls/+archive/maverick
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Map_Features
http://wiki.ubuntuusers.de/OpenStreetMap/Programme#Merkaartor

WLAN wieder automatisch aktiv

Nach dem Update von Kubuntu auf die 10.10er Version hatte ich das Problem das das WLAN auf meinem Netbook sich nicht mehr automatisch mit dem Router verband. Dies musste nun immer manuell gemacht werden. Damit das ganze wieder automatisch funktioniert muss man in die Systemeinstellungen gehen und dort die Netzwerkeinstellungen wählen. Dort wählt man unter Drahtlos die entsprechende Verbindung und klickt auf Bearbeiten. Nun muss man nur noch den Haken bei Automatisch verbinden setzen und schon funktioniert alles wieder wie gewohnt :)

Probleme beim grafischen Login mittels KDM

Bei der Anmeldung an meinem Netbook gab es mit Kubuntu und KDM ein Problem. Nach der EIngabe des richtigen Passwortes verschwand der Dialog um knapp zwei Sekunden später wieder aufzutauchen. Bei mir half es die Rechte für /dev/null/ ordentlich mittels:

sudo chmod uga+rw /dev/null

zu setzen. Danach funktionierte die Anmeldung wieder tadellos.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://forum.ubuntuusers.de/topic/kdm:-grafischer-login-nicht-mehr-moeglich/

Anzahl reservierter Blöcke herabsetzen

Unter der ext Dateisystemfamilie ist es so, dass standardmäßig fünf Prozent des Speicherplatzes für root reserviert sind so das das Dateisystem nicht „vollaufen“ kann, ohne das der Nutzer root es wieder richten kann. Das Problem an dieser Reglung ist das sie manchmal eine ziemliche Platzverschwendung ist. Bei meinem NAS beläuft sich diese auf zirka 300 GB. Glücklicherweise kann man diesen Wert aber korrigieren. Im ersten Schritt sollte man dazu die Blockgröße des Gerätes ermitteln. Dies geschieht mittels:

sudo tune2fs -l /dev/md0

In der Ausgabe dieses Befehls gibt es dann eine Zeile namens Reserved block count in der die reservierten Blöcke stehen und eine Zeile namens Block size in der die Blockgröße steht. In meinem Fall beträgt diese 4096 Bytes. Nun kann man ausrechnen wie viele Blöcke man benötigt um den gewünschten freies Speicherplatz zu reservieren. Bei mir soll es genau ein Gigabyte sein, also exakt 262144 Blöcke. Gesetzt wird das ganze dann mittels:

sudo tune2fs -r 262144 /dev/md0

wobei /dev/md0/ das entsprechende Gerät ist. Und schon ist der neue Wert gesetzt.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/ext
http://www.pro-linux.de/artikel/2/1125/dateisystem-tuning.html
http://entwickler.com/itr/online_artikel/psecom,id,868,nodeid,9.html