Piwik in die MediaWiki integrieren

Um Piwik in die MediaWiki zu integrieren gibt es eine Extension die auf den „Piwik Integration“ hört. Das Problem dieser Extension ist das sie seit 2009 nicht mehr weiterentwickelt wurde. Bedingt dadurch funktioniert das ganze nicht mehr mit der aktuellen Media Wiki Version.

Abhilfe schafft hier die Extension „PCR GUI Inserts“ welche unter http://www.mediawiki.org/wiki/Extension:PCR_GUI_Inserts zu finden ist. Mit dieser Extension ist es möglich Code auf der MediaWiki einzubinden. Im Gegensatz zu anderen Verfahren, wie z.B. dem direkten editieren der Templatedateien funktioniert diese Lösung auch nach einem Update der MediaWiki Version weiter.

Für die Installation muss man dabei folgende Schritte befolgen:

  • Extension herunterladen
  • den entpackten Ordner in den „extensions“ Ordner der MediaWiki hochladen
  • die „LocalSettings.php“ bearbeiten

Bei der Bearbeitung der „LocalSettings.php“ muss nur die Zeile:

require_once( "$IP/extensions/PCRGUIInserts/pcr_guii.php" );

an das Ende der Datei angefügt werden. Danach ist die „PCR GUI Inserts“ Erweiterung aktiv. Nun muss nur noch der Piwik Tracking Code eingebaut werden. Dazu gibt es in der entsprechenden Wiki ein schönes Beispiel:

$wgPCRguii_Inserts['SkinAfterBottomScripts']['on'] = true;
$wgPCRguii_Inserts['SkinAfterBottomScripts']['content'] = '<script type="text/javascript">
var pkBaseURL = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://piwik.example.com/" : "http://piwik.example.com/");
document.write(unescape("%3Cscript src=\'" + pkBaseURL + "piwik.js\' type=\'text/javascript\'%3E%3C/script%3E"));
</script><script type="text/javascript">
try {
var piwikTracker = Piwik.getTracker(pkBaseURL + "piwik.php", 2);
piwikTracker.trackPageView();
piwikTracker.enableLinkTracking();
} catch( err ) {}
</script><noscript><p><img src="http://piwik.example.com/piwik.php?idsite=2" style="border:0" alt="" /></p></noscript>';

Diese Zeilen werden dabei auch in die „LocalSettings.php“ geschrieben. Natürlich müssen die entsprechenden Domainnamen angepasst werden, sowie die passende Nummer für die zu trackende Webseite benutzt werden.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Piwik
http://de.wikipedia.org/wiki/MediaWiki

MacPorts deinstallieren

MacPorts kann man installieren und natürlich auch wieder deinstallieren. Zur Deinstallation öffnet man ein Terminal und gibt dort:

sudo port -fp uninstall installed

ein. Damit sind im ersten Schritt sämtliche Ports deinstalliert. Nun müssen nur noch die restlichen Spuren auf der Festplatte getilgt werden. Dies geschieht mittels:

sudo rm -rf \
/opt/local \
/Applications/DarwinPorts \
/Applications/MacPorts \
/Library/LaunchDaemons/org.macports.* \
/Library/Receipts/DarwinPorts*.pkg \
/Library/Receipts/MacPorts*.pkg \
/Library/StartupItems/DarwinPortsStartup \
/Library/Tcl/darwinports1.0 \
/Library/Tcl/macports1.0 \
~/.macports

im Terminal. Danach ist MacPorts deinstalliert.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://guide.macports.org/chunked/installing.macports.uninstalling.html

Der Twitter Radiergummi unter Mac OS X

Vor einiger Zeit hatte ich beschrieben wie man den „twitter-eraser“ unter Ubuntu installiert. Heute gibt es das ganze für Mac OS X. Dazu öffnen wir das Terminal und geben dort folgendes ein:

git clone https://github.com/ilf/twitter-eraser
git clone git://github.com/tweepy/tweepy.git
cd tweepy
sudo python setup.py install
cd ..
sudo rm -r tweepy/

Die weitere Einrichtung ist im Artikel der Installation für Ubuntu ausreichend beschrieben. Nun müssen wir nur noch einen Cronjob eintragen, damit das Skript regelmäßig ausgeführt wird. Dafür geben wir im Terminal:

EDITOR=nano crontab -e

ein und füllen die Datei mit folgendem Inhalt:

*/45 *    * * *   python /Users/seeseekey/radiergummi.py

Danach muss das ganze nur noch gespeichert werden (Strg + O) und anschließend kann „nano“ wieder beendet (Strg + X) werden. Damit ist das Skript eingerichtet.

Der luftige Air Mac

In der IT Welt gibt es ja Grabenkämpfe was das beste System ist und so findet man Anhänger aller Fraktionen die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Wobei „die Wahrheit“ doch sicherlich ein Stück trivialer ist, so das jeder sich das System suchen sollte mit dem er glücklich ist.

Bei mir sollte das ein Macbook Air werden. Im ersten Moment nicht wegen dem OS X, sondern wegen der Hardware die mir doch sehr zusagte. Nachdem das ganze bestellt und geliefert wurde, ging es ans erste Ausprobieren. Linux und Windows sind mir bekannt so das doch gewisse Abläufe fest verdrahtet waren/sind.

Ein Macbook Air

Die erste Sache die mir auffiel war der Bootvorgang. Im Gegensatz zu einem PC war dieser angenehm textlos, so das mich nur ein Apple Logo anschaute bis das System gebotet war. Bei anderen Rechner darf man in dieser Zeit ja schöne BIOS-Meldungen lesen und/oder sich an wechselnden Logos erfreuen.

Der ganze Start dauert etwa 10 – 15 Sekunden, auch sonst ist die gefühlte Schwubdizität auf einem hohen Level, keine störenden Kaffeepausen mehr in Aussicht. FileVault wurde gleich mitaktiviert und wirkt sich auch nicht fühlbar auf die Performance aus. Nachdem man ein bisschen mit dem System herumgespielt hat, kommen die ersten Sachen bei denen man sich als „Other OS“ Nutzer wundert:

  • Wo ist mein Backslash?
  • Warum zur Hölle kann ich das Terminal nicht zwei Mal starten?
  • Gibt es keinen vernünftigen Norton Commander Clone?
  • Wo sind die Einfüge- und Entfernentaste?
  • Wie installiert man eigentlich Software ohne den Appstore und wie deinstalliert man sie wieder?

Zu der „Backslash“ Problematik und diversen anderen Sonderzeichen werde ich sicherlich noch einen extra Artikel schrieben. Eine weitere Sache bei der man etwas verwirrt ist, ist wohl die Tatsache das man eine Anwendung nicht mehr als einmal auf bekommt. Besonders nervig ist das beim Terminal, zu mindestens bis zu dem Moment in welchem man feststelt das man mittelt „Cmd + T“ einen neuen Tab öffnen kann.

Eine andere Sache die recht störend war, ist das es augenscheinlich keinen vernünftigen „2-Panel“ Dateimanager für OS X gibt. Zwar gibt es Software wie „Path Finder“ und „Forklift“ aber das „Norton Commander“ Feeling will da nicht aufkommen. Schuld daran ist hauptsächlich die unzureichende Tastaturbedienung. Ich bin am Ende beim „muCommander“ gelandet welcher unter http://www.mucommander.com/ zu finden ist. Dabei handelt es sich um eine freie Java Anwendung.

Eine weitere Sache die man nach einer Weile drauf hat, sind die MacPorts. So kann man sich z.B. Gimp über MacPorts mittels:

sudo port install gimp

installieren. Die Softwareinstallation kann prinzipiell über vier Arten erfolgen:

  • App Store
  • Macports
  • dmg Datei herunterladen und in Programme Ordner schieben
  • Installer (*.pkg et cetera) herunterladen und ausführen

Das Deinstallieren unterscheidet sich dann auch je nach Intallationsart. Über den Appstore installierte Programme können direkt im Launcher deinstalliert werden, indem man mit der Maus etwas länger auf ein Symbol drücken. Bei den Macports sieht das ganze so aus:

sudo port uninstall gimp

Bei den Applikationen welche einfach nur in das Programmverzeichnis geschoben wurden, reicht es diese einfach aus diesem zu löschen. Allerdings kann es durchaus sein, das danach noch Konfigurationsdateien und ähnliches auf der Festplatte vorhanden sind.

Interessant wurde es dann wieder, als ich versucht einige Bash Skripte welche ich unter Linux in Benutzung habe, auch auf dem Mac auszuführen. Glücklicherweise ist das kein Problem, da es sich bei der Shell um eine Bash handelt. Die Skripte kann man im ersten Moment allerdings nur im Terminal ausführen, es sei denn man hängt ein „.command“ an den Dateinamen heran, dann geht das ganze auch von der grafischen Oberfläche.

Als Jabber Client musste „iChat“ herhalten und für IRC tut es erst einmal „LimeChat“. Die Installation von „Krusader“ und „Kdenlive“ über Macports schlug leider fehl, hier muss dann doch noch etwas geforscht werden. Alles in allem ein schönes Betriebsystem, wobei ich am meisten von der beleuchteten Tastatur begeistert bin ;)

twitter-eraser unter Ubuntu installieren

Bei „twitter-eraser“ handelt es sich um ein Werkzeug (in Form eines Pythonskriptes) zum löschen von alten Tweets. Möchte man das Skript unter Ubuntu ausführen/einrichten sind folgende Schritte im Terminal nötig:

git clone https://github.com/ilf/twitter-eraser
apt-get install python-tweepy

Anschließend sollte man die Datei „radiergummi.py“ bearbeiten und dort die entsprechenden Limits einstellen. Für den „Consumer key“, das „Consumer secret“, den „Access token“ und das „Access token secret“ besucht man dann die Webseite https://dev.twitter.com/apps und generiert diese dort, indem man eine neue Applikation anlegt. Wichtig ist dabei das man in den Einstellungen den „Application type“ auf „Read, Write and Access direct messages“ stellt.

Nun muss nur noch der entsprechende Cronjob eingerichtet werden. Dazu wird mittels „crontab -e“ die entsprechende Datei geöffnet folgende Zeile hinzugefügt:

*/45 *    * * *   python /home/seeseekey/radiergummi.py

Damit wird das Skript alle 45 Minuten ausgeführt. Allerdings sollte man es vorher noch manuell ausprobieren und die Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Kürzer sollte man die Cron Zeit im übrigen nicht einstellen, da per OAuth nur 350 Updates pro Stunde getätigt werden dürfen.

Weitere Informationen gibt es unter:
https://seeseekey.net/archive/8209
https://seeseekey.net/archive/8132
http://wiki.ubuntuusers.de/Cron