Lasttest unter Ubuntu durchführen

Um einen neuen Rechner mit einfachen Mitteln unter Ubuntu einem Lasttest zu unterziehen, kann man sich meist bei bereits installierten Tools bedienen. Zur Belastung der CPU eignet sich yes:

yes > /dev/null &

Die Anwendung yes gibt ständig ein y auf die Konsole aus und erzeugt damit einhundert Prozent Last auf einer CPU. Wenn man für jeden CPU-Kern eine Instanz startet, kann man mittels yes problemlos Vollast erzeugen.

Die Last spiegelt sich in htop wider

Um die Festplatte zu füllen kann cat in Verbindung mit /dev/urandom genutzt werden:

cat /dev/urandom > bigfile &

Hier werden Zufallszahlen, welche aus /dev/urandom stammen, auf die Festplatte geschrieben. Für die Belegung und den Test des Speichers kann das Paket memtester installiert und genutzt werden:

apt-get install memtester
memtester 30000 4

Der erste Parameter gibt die Menge des zu nutzenden Arbeitsspeichers an, während der zweite Parameter die Anzahl der Durchläufe definiert. In diesem Beispiel werden 30 GB des Arbeitsspeichers belegt und vier Durchläufe durchgeführt.

WordPress-Beiträge als Markdown exportieren

Auf der Suche nach einer Möglichkeit um Beträge in WordPress als Markdown-Dateien zu exportieren, bin ich auf wp2md gestoßen. Dabei handelt sich um eine kleine Applikationen zur Umwandlung der WordPress-XML-Exportdatei zu Markdown. Zur Installation muss der Python-Paketmanager pip bemüht werden:

pip install git+https://github.com/dreikanter/wp2md

Anschließend kann wp2md für dem Export genutzt werden:

wp2md -d output/ export.xml

In der Minimalkonfiguration muss der Ausgabepfad und die Exportdatei angegeben werden. Die Export-Datei wird vorher unter WordPress über Werkzeuge -> Daten exportieren erzeugt. Anschließend erscheinen die Logmeldungen über den Exportfortschritt:

Dumping post to 'output/posts/20180616-pdfs-aus-bildern-mittels-imagemagick-erstellen.md'
Dumping post to 'output/posts/20180617-homebrew-deinstallieren-2.md'
Dumping post to 'output/posts/20180618-fernausloesung-der-kamera-am-iphone.md'
Dumping post to 'output/posts/20180619-transparente-verschluesselung-fuer-cloud-dienste.md'
Dumping post to 'output/posts/20180620-online-vektorisierer-fuer-rastergrafiken.md'
Dumping post to 'output/posts/20180711-zettlr-ein-flexibler-markdown-editor.md'
Dumping post to 'output/posts/20180712-bsnes-neu-aufgelegt.md'
Dumping post to 'output/posts/20180713-enpass-als-1password-alternative.md'
Dumping post to 'output/posts/20180720-ideentool-mit-neuen-generatoren-erschienen.md'
Dumping post to 'output/posts/20180723-cryptomator-laufwerk-verschwindet-unter-macos.md'
Dumping post to 'output/posts/20180725-puffer-fuer-streaming-im-vlc-mediaplayer-erhoehen.md'
Dumping index to 'output/index.md'

Total: posts: 3239; pages: 78; comments: 2878
Elapsed time: 30.55538 s

Neben den eigentlichen Artikeln, werden die dazugehörigen Kommentare exportiert. Daneben werde andere Inhalte wie Seiten und Entwürfe ebenfalls exportiert. Über die Kommandozeilenparameter kann der Export granulärer gesteuert werden. Der Quelltext des Projektes ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Projekt unter der GPL in der Version 3 und damit freie Software.

Puffer für Streaming im VLC-Mediaplayer erhöhen

Ich nutzt den VLC-Mediaplayer unter anderem dazu Internetradio zu hören. Wenn man sich in Gebieten mit wackliger Internetverbindung befindet, kann dies allerdings unangenehm werden. So passierte es mir ab und an das der Stream für einige Sekunden unterbrochen wurde. Abhilfe schafft es hier die maximale Zeit, welche der Stream zwischengespeichert wird, zu erhöhen.

In den erweiterten Einstellungen findet sich die entsprechende Option

Die entsprechende Einstellung befindet sich in den erweiterten Einstellungen des VLC im Punkt Streamausgabe. Dort gibt es den Eintrag Zwischenspeichern des Muxer bei der Streamausgabe (ms). Wird dieser Wert angepasst, verlängert sie die initiale Ladezeit des Streams um den eingestellten Wert. Damit ist die entsprechende Länge des Streams vorgeladen und Unterbrechungen können besser aufgefangen werden. Damit der Wert wirksam wird, sollte VLC nach Bestätigung der Einstellung neugestartet werden.

Über den Dialog zum Öffnen eines Netzwerkstreams, können ebenfalls die Pufferzeiten angepasst werden

Alternativ kann die Pufferzeit auch über den Menüeintrag Netzwerkstream öffnen… eingestellt werden. In dem sich öffnenden Dialog findet sich in der erweiterten Ansicht ebenfalls ein Punkt mit dem Namen Zwischenspeicherung. Dieser Wert gilt allerdings nur für den aktuell zu öffnenden Stream, zeigt aber ansonsten das gleiche Verhalten wie die globale Einstellung.

Cryptomator-Laufwerk verschwindet unter macOS

Vor knapp einem Monat schrieb ich über die freie Software Cryptomator. Mit Hilfe dieser Software können Verzeichnisse verschlüsselt werden. Dies eignet sich vor allem für den Einsatz in Diensten wie Dropbox, Nextcloud und Co. Unter macOS hat die Cryptomator-App allerdings ein Problem – wenn man das Laufwerk einige Minuten nutzt, verschwindet es plötzlich wieder.

Die aktuelle Betaversion beherrscht die Laufwerkseinbindung über FUSE

Möchte man weiter mit dem Laufwerk arbeiten muss es im Cryptomator neu gemountet werden; ein entsprechender Bugreport beschreibt das Problem im Detail. Der Grund für dieses Problem ist allerdings nicht beim Cryptomator zu finden, sondern bei macOS. Hier existiert ein Problem das die WebDAV-Verbindung nach einiger Zeit bzw. unter bestimmten Bedingungen kappt. Das Problem tritt somit nicht nur beim Cryptomator, sondern auch bei anderen Anwendungen auf, welche unter macOS WebDAV nutzen.

Abhilfe bei der Nutzung des Cryptomator schafft die Version 1.4.0, welche aktuell in der zweiten Beta-Version vorliegt. In dieser Version findet die Laufwerkseinbindung standardmäßig über FUSE statt, so das die WebDAV-Probleme der Vergangenheit angehören. Die Betaversion kann auf GitHub über die Release-Seite des Projektes bezogen werden.

bsnes; neu aufgelegt

Im Oktober 2004 erblickte der Emulator bsnes das Licht der Welt. Im Gegensatz zu anderen Emulatoren für das Super Nintendo Entertainment System hatte bsnes einen Vorteil: er emulierte die Spiele akkurat. Erreicht wurde dies dadurch das der Emulator das SNES ohne irgendwelche Hacks und Abkürzungen emulierte. Stattdessen wurden die einzelnen Chips, wie der SPC 700 oder der Super FX Chip, taktgenau emuliert. Das wiederum wirkte sich auf die Systemvorraumsetzungen aus, so das bsnes entsprechend CPU lastig war. Dieser Aufwand bei der Emulation führte dazu das bsnes der einzige SNES-Emulator war, welcher alle kommerziell erhältlichen Spiele des SNES fehlerfrei emulieren konnte.

Die aktuelle Version des Emulators bsnes

Im Laufe der Jahre wurde aus bsnes der Emulator higan. Dieser emulierte nicht nur das SNES, sondern auch andere Systeme wie das Nintendo Entertainment System, die Game Boy-Familie und das Sega Master System. In der Community kamen Versionen wie bsnes-classic auf, welche versuchten die ursprüngliche Version weiterzuentwickeln. Mitte Mai verkündete byuu die Wiederaufnahme des bsnes-Projektes.

Neben der Auskopplung als Standalone SNES Emulator, welcher den Kern von higan nutzt, soll das ganze aufgrund eines auf mehrere Thread aufgeteilten Rendering entsprechend performant aber auch akkurat emuliert werden. Im Gegensatz zum ursprünglichen bsnes, soll ein verstärkter Fokus auf eine einfache Handhabung gelegt werden. Dies umfasst unter anderem das direkte Laden von ROMs, das automatische Mapping von Gamepads und die Unterstützung für Soft-Patching. Kurz zusammengefasst hat es byuu in der entsprechenden Ankündigung:

The goal is to provide all of the recent higan SNES emulation improvements and the SNES preservation project work to a wider audience.

Bezogen werden kann die aktuelle Version von bsnes über die Projektseite. Aktuell stehen nur Binaries für Windows zur Verfügung; Linux und macOS sollten allerdings folgen. Der dazugehörige Quellcode (bzw. der von higan) befindet sich auf GitLab und ist unter der GPL in Version 3 lizenziert. Damit ist higan und das wieder aufgelegte bsnes freie Software.