Robocode

Sich einen Roboter bauen und diese gegen andere Roboter kämpfen zu lassen, kann relativ schnell ins Geld und Material gehen. Einfacher wird es dabei mit Robocode, wobei es sich um eine Softwareumgebung handelt, in welcher Roboter programmiert werden können. Anschließend treten diese in einer virtuellen Arena gegeneinander an.

Die Bots im Kampf gegeneinander

Die Bots im Kampf gegeneinander

Geschrieben werden die Roboter in Java. Dabei finden sich eine Menge Beispiele in der Robocode Installation. Bei Robocode selbst handelt es sich um Open Source Software welche unter der Eclipse Public License steht. Die offizielle Webseite ist unter http://robocode.sourceforge.net/ zu finden. Lauffähig ist das ganze unter Linux, Mac OS X und Windows.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Robocode

GPS getaggte Bilder auf einer Karte anzeigen

Über das Wochenende hatte ich einige GPS getagte Bilder geschossen und wollte diese auf einer Karte darstellen. Eine kurze Suche im Netz ergab, das so etwas in dieser Form nicht existierte (wobei hier natürlich ein Irrtum vorliegen kann). Also wurde das ganze auf Basis von Leaflet implementiert.

Die Webapplikation in Aktion

Die Webapplikation in Aktion

Leaflet ist ein Framework mit welchem man schnell Kartenapplikationen im Web realisieren kann. Um den „Gps Tagged Image Viewer“ zu benutzen, müssen die Dateien auf einem Webserver kopiert werden. Die Bilder werden dabei in den Ordner „images“ kopiert. Anschließend wird das PHP Skript „parseimages.php“ aus dem „utils“ Ordner ausgeführt. Dieses ließt die EXIF Daten aus den Bildern aus und erzeugt die entsprechenden Marker in einer Javascript Datei. Danach kann das ganze genutzt werden.

Die Karte ist dabei mit drei Kartenebenen versehen, einmal Bing Luftbilder (für welche ein API-Key registriert werden muss), sowie OpenStreetMap in zwei unterschiedlichen Renderings. Der Quelltext ist unter GPLv3 verfügbar und kann auf GitHub bezogen werden.

Freie Korrespondenzschrift

Für die tägliche Korrespondenz kann man natürlich die bösartige „Arial“ nutzen, allerdings bevorzuge ich freie Schriftarten und solche die typographisch ein gewisses Mindestmaß an Stil haben. Da mir meine aktuelle Korrespondenzschriftart „DejaVu Sans Mono“ nicht mehr zusagte, war ich auf der Suche nach einer neuen. Die „DejaVu Sans Mono“ ist eine nichtproportionale Schriftart und wirkt dadurch zwar sehr persönlich, da sie an eine Schreibmaschine erinnert, allerdings führt das dazu, das die Texte sehr viel Platz in Anspruch nehmen.

Die erste Wahl fiel dabei auf eine Garamond. Das Problem war das die freie EB Garamond sich unter LibreOffice nicht dazu bewegen ließ Versalziffern in einer tabellarischen Darstellung anzuzeigen. Stattdessen gab es nur Mediävalziffer, welche leider nur im Fließtext zur Geltung kommen, aber bei Tabellen und ähnlichem nicht wirklich gut aussehen.

Linux Libertine in der Übersicht

Linux Libertine in der Übersicht

Am Ende gewann die Linux Libertine, welche wie seine Schwester „Linux Biolinum“ vom Libertine Open Fonts Projekt entwickelt wird. Bezogen werden kann die Schrift dabei unter http://www.linuxlibertine.org/.

Google verabschiedet sich von offenen Standards

Google scheint eine kritische Masse erreicht zu haben. Anders kann man sich das Verhalten in letzter Zeit nicht erklären. Während Larry Page sich auf der Keynote zur Google I/O noch bitterlich beschwerte, das den Nutzern von „Outlook.com“ die Möglichkeit eröffnet wurde mit Google Chat zu kommunizieren, aber dies umgekehrt nicht Fall sei und gleich danach beteuerte wie wichtig Interoperabilität ist.

Das Problem ist, das diese Aussage ziemlich zwiespältig wirkt. So wurde kurze Zeit später bei der Zusammenführung der hauseigenen Messenger einfach die XMPP Kommunikation zu anderen Servern gekappt. Somit ist es Nutzer dieser Messenger nicht mehr möglich mit Jabber Nutzern zu reden welche ihre Accounts bei anderen Diensten betreiben. Stattdessen soll man den haus­ei­gen Client nutzen, welcher nur mit Google Kontakten funktioniert.

Das ist beileibe nicht die einzige Abwertung eines offenen Standards durch Google. Vor einigen Monaten traf es den Google Reader (und damit RSS), welcher in diesem Monat seine letzte Schonfrist genießt. Auch die offene Kalender API über iCal wird zum September 2013 eingestellt. Dann erfolgt der Zugriff auf diese Daten nur noch über die proprietäre „Calendar API“ von Google.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage warum Google sich so verhält. Ein Grund könnte die Nutzerbindung sein, mit welcher die Googlenutzer im Google Datensilo gefangen bleiben, wenn es keine offenen Austauschschnittstellen mehr gibt. Ein anderer Grund könnte sein, das Google mehr Geld verdienen möchte. So ist z.B. die „Calendar API“ auf 10000 Abfragen pro Tag begrenzt, wer mehr benötigt darf eine Erhöhung des Quota bei Google erbetteln. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis wir auch für diesen Dienst löhnen dürfen.

Allerdings revidiert Google auch ab und an eine Entscheidung, wie bei der Calender API welche nun über CalDAV wieder für alle zugreifbar sein soll. Auch sollen die Kontakte mittels der CardDAV API abgefragt werden können. Wobei sich hier für den Beobachter ein hin und her ergibt, welches man von einem verlässlichen Partner nicht erwartet. So hilft es wohl nur das Datensilo zu verlassen und die private Cloud auf eigenem Webspace zu betreiben. Oder wie Goethe sagte: „Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!“.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://www.golem.de/news/larry-page-microsoft-will-uns-ausnutzen-1305-99298.html
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-Kalender-API-bleibt-offen-fuer-alle-1883394.html
https://netzpolitik.org/2013/google-verabschiedet-sich-grostenteils-von-offenen-standards-fur-instant-messaging/
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-Chat-Client-kappt-Jabber-Kompatibilitaet-1866059.html

Kali Linux

Für Penetrationstest im IT-Umfeld gab es bis vor einiger Zeit die Distribution „Backtrack“. Mittlerweile steht der Nachfolger dieser zur Verfügung. Er trägt dabei den Namen „Kali Linux“. Die Basis für Kali Linux bildet dabei ein Debian, der Standard Desktop ist GNOME.

Kali Linux mit GNOME

Kali Linux mit GNOME

In der Distribution sind dabei viele Werkzeuge für unterschiedlichste Zwecke, wie forensische Auswertungen, Reverse Engineering, Sniffing, Spoofing und Stress Test Werkzeuge enthalten. Neben der Möglichkeit das ganze als Live CD zu benutzen, gibt es auch einen grafischen Installer. Bezogen werden kann Kali Linux unter http://www.kali.org. Es existieren dabei x86-Versionen für 32- und 64 Bit. Daneben wird auch die ARM Architektur unterstützt.

Weitere Informationen gibt es unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kali_Linux
http://www.pro-linux.de/news/1/19561/kali-linux-10-erscheint-als-nachfolger-von-backtrack.html