Freie Schnelllesesoftware

In den letzten Tagen hat eine Technologie namens Spritz von sich hören lassen. Dabei handelt es sich um eine Lesetechnologie bei der einzelne Wörter zu sehen sind, welche an einem optimalen Fixpunkt ausgerichtet sind. Damit soll die Lesegeschwindigkeit gesteigert werden.

OpenSpritz in Aktion

OpenSpritz in Aktion

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Open Source Implementierungen, welche sich diesem Thema angenommen haben. Zum einen gibt es OpenSpritz, dabei handelt es sich um eine auf Javascript basierende Implementation für den Browser, in Form eines Bookmarklets. Neben OpenSpritz gibt es weitere Variante welche im Browser läuft. Sie hört dabei auf den Namen Spritz-JS.

Eine grafische auf Perl basierende Anwendung existiert unter dem Namen Gritz. Diese sollte dabei ohne Probleme unter Linux, Mac OS X und Windows laufen. Für die Konsole gibt es Speedread, welches ebenfalls auf Perl basiert. Was bei den freien Versionen im Moment auffällt ist, das diese bei kürzen Wörtern die Anzeigezeit zu kurz wählen, was die Lesbarkeit der Texte wieder etwas einschränkt. Aber hier wird im Laufe der Entwicklung sicherlich nachgebessert.

Jabber-Client mit OTR Unterstützung für iOS

Einen reinen Jabber-Client für iOS zu finden ist schwierig. Noch schwieriger ist es wenn dieser auch noch OTR enthalten soll. ChatSecure bietet leider nur kurze Pushzeiten an, so das man nach 10-Minuten Inaktivität keine Nachrichten mehr bekommt. Mit IM+ sind auch längere Inaktivitäten möglich. Dabei handelt es sich allerdings um einen MultiMessenger für die unterschiedlichsten Systeme.

IM+ Instant Messenger
Preis: Kostenlos+

Neben der Anbindung der Messenger untersützt IM+ auch das sogenannte Off-the-Record-Messaging kurz OTR. Damit können sich zwei Teilnehmer verschlüsselt austauschen. Es ist das digitale Äquivalent zum 4-Augen Gespräch.

Wenn man IM+ für XMPP-Verbindungen nutzt, sollte man sich bewusst sein, das nicht das Gerät eine Verbindung mit dem Jabberserver aufbaut, sondern hier noch eine Station hinzukommt. Der IM+ Client verbindet sich mit einem Server in Kanada und dieser verbindet sich mit dem Jabberserver. Aus Sicht des Jabberservers sieht der Client so aus:

IM+ (tls://184.107.68.165:23474#ejabberd@service)

Wahrscheinlich wird das ganze für die Abwicklung der unterschiedlichen Protokolle sowie für die Pushbenachrichtigungen benötigt. Wer hier also ohne OTR chattet, sollte sich nicht wundern.

KVM Server unter Mac OS X verwalten

Wenn man einen KVM Host aufgesetzt hat, steht man vor der Frage wie man diesen effizient verwaltet. Für die grafische Remoteverwaltung gibt es unter Ubuntu den Virtual Machine Manager welcher einfach über die Paketverwaltung installiert werden kann:

apt-get install virt-manager

Im Virtual Machine Manager können dabei neue virtuelle Maschinen angelegt oder bestehende Maschinen verändert werden. Der Virtual Machine Manager stellt dabei eine Abstraktionsebene bereit, so kann er nicht nur KVM, sondern auch Xen und LXC Maschinen verwalten.

Virtual Machine Manager

Virtual Machine Manager

Unter Mac OS X steht keine Virtual Machine Manager Alternative zur Verfügung. Allerdings kann man hier etwas schummeln, indem man den KVM Host dafür zweckentfremdet. Dazu muss das Paket „virt-manager“ auf dem KVM Host installiert werden. Auf dem Mac muss XQuartz installiert werden, damit eine X11 Implementierung zur Verfügung steht. Nach der Installation öffnet man ein Terminal und gibt dort folgendes ein:

ssh -X 
virt-manager -c qemu:///system

Anschließend wird der Manager gestartet und kann wie gewohnt genutzt werden.

Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X

Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X

Bei diesem Verfahren wird die grafische Ausgabe des KVM Hosts auf den Mac umgeleitet. Somit wird der Virtual Machine Manager auf der Ubuntu-Maschine ausgeführt, präsentiert seine Oberfläche aber unter Mac OS X.

Start: Virtual, Omniscient Methodologies

Ich habe vor kurzem das Paper Start : Virtual, Omniscient Methodologies verfasst. Für den Laien (und auch für manche im Fach stehende) mag das Paper hochwissenschaftlich aussehen. Es gibt bloß ein Problem – das ganze Paper ist Blödsinn.

Ein Auszug aus dem Paper

Ein Auszug aus dem Paper

Möglich macht es SCIgen, ein am MIT entwickelter Generator welcher pseudowissenschaftliche Papers erzeugt. Ursprünglich war dieser dazu gedacht auf die magelhafte Überprüfung solcher Papers auf Konferenzen hinzuweisen. Mittlerweile kann man sich auf der SCIgen Webseite das Paper seiner Wahl generieren lassen. SCIgen selbst ist dabei freie Software und unter der GPL lizenziert. Der Quelltext kann dabei unter anderem auf GitHub gefunden werden.

Weitere Informationen gibt es unter:
https://en.wikipedia.org/wiki/SCIgen