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Wenn man einen KVM Host aufgesetzt hat, steht man vor der Frage wie man diesen effizient verwaltet. Für die grafische Remoteverwaltung gibt es unter Ubuntu den Virtual Machine Manager welcher einfach über die Paketverwaltung installiert werden kann:

apt-get install virt-manager

Im Virtual Machine Manager können dabei neue virtuelle Maschinen angelegt oder bestehende Maschinen verändert werden. Der Virtual Machine Manager stellt dabei eine Abstraktionsebene bereit, so kann er nicht nur KVM, sondern auch Xen und LXC Maschinen verwalten.

Virtual Machine Manager

Virtual Machine Manager

Unter Mac OS X steht keine Virtual Machine Manager Alternative zur Verfügung. Allerdings kann man hier etwas schummeln, indem man den KVM Host dafür zweckentfremdet. Dazu muss das Paket “virt-manager” auf dem KVM Host installiert werden. Auf dem Mac muss XQuartz installiert werden, damit eine X11 Implementierung zur Verfügung steht. Nach der Installation öffnet man ein Terminal und gibt dort folgendes ein:

ssh -X root@server.example.org
virt-manager -c qemu:///system

Anschließend wird der Manager gestartet und kann wie gewohnt genutzt werden.

Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X

Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X

Bei diesem Verfahren wird die grafische Ausgabe des KVM Hosts auf den Mac umgeleitet. Somit wird der Virtual Machine Manager auf der Ubuntu-Maschine ausgeführt, präsentiert seine Oberfläche aber unter Mac OS X.

2 Kommentare

  1. Vielen Dank soweit. Es funktioniert gut. Aber ein Problem bleibt: Wenn ich eine Console einer VM öffne und via Tastatur im Consolenfenster arbeite (bz. Einlogge), dann sind sowohl das Consolenfenster, als auch Fenster des Wirt-Manager blockiert. Es lässt sich nicht mehr verschieben oder schließen. Hat jemand hierfür noch einen Fix parat? Das würde mir sehr helfen. Vielen Dank im voraus!

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    • Für mich hat die unter http://maxheapsize.com/2013/06/03/using-xquartz-virt-manager-and-macosx/ vorgeschlagene Lösung funktioniert. Das hat mich dann auf die Idee gebracht in den Einstellungen von XQuartz im Tab “Eingabe” die Option “Wahltasten entsprechen Alt_L und Alt_R” zu aktivieren. Dies hat genau den gleichen Effekt, man kann sich die .Xmodmap also auch sparen.

      Mit beiden Lösungen habe ich das Problem, dass die Alt-/Option-Tasten nicht mehr als Modifier-Key zur Verfügung stehen und man deshalb in X11-Anwendungen keine Zeichen mehr eingeben kann, für welche man diese Tasten benötigt (z.B. @ oder \ auf einer deutschen Mac-Tastatur). Im virt-manager ist das typischerweise nicht so schlimm, weil man innerhalb der VMs sowieso ein anderes Tastatur-Layout hat. Wenn man aber noch anderen Anwendungen mit X11 benutzt, ist das ziemlich störend.

      Zum Glück ist es so, dass die Einstellung in XQuartz sofort Wirkung zeigt, ohne dass man den X-Server neu starten müsste. Deshalb kann man die Option einfach nur dann aktivieren, wenn man sie tatsächlich benötigt.

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