Ein humorvoller Abriss über Bier und die amerikanische Geschichte:
Video-Link: https://vimeo.com/channels/staffpicks/132144170
Ein humorvoller Abriss über Bier und die amerikanische Geschichte:
Da läuft der Webserver mit Nginx und PHP (eingebunden über den FastCGI Process Manager) seit vielen Wochen ohne Probleme und plötzlich wird man nur noch mit einem:
502 Bad Gateway
begrüßt. Das ist im ersten Moment verwunderlich, wenn sich nichts an der Konfiguration geändert hat. Dem Nutzer und gestressten Administrator möchte diese Meldung dabei mitteilen, das die Verbindung zum „PHP-Server“ nicht funktioniert. Wenn über ein Unixsocket auf das PHP zugegriffen wird, so kann es zur 502er Fehlermeldung kommen, wenn der Datei keine ausreichenden Rechte mehr zugewiesen sind. Mit einem beherzten:
chmod go+rw /var/run/php5-fpm.sock
verfügt das Socket wieder über die korrekten Zugriffsrechte. Unter Umständen muss die PHP-Engine mit:
service php5-fpm restart
neugestartet werden. Verursacht werden kann dieses Problem unter anderem durch automatisch eingespielte Updates, welche die Berechtigung der Socket-Datei verändern.
Vor ein paar Tagen ist mein erstes Buch Selfhosting – Server aufsetzen und betreiben erschienen. Das Buch dreht sich thematisch um das Hosting und dem Betrieb eines eigenen Servers und begleitet den Leser bei der Auswahl des passenden Anbieters, führt ihn in Linux als verwendetes Betriebssystem ein und begleitet ihn beim Aufsetzen konkreter Serverprojekte, wie das Aufsetzen von Mail-, Web- und anderen Serverdiensten. In den abschliessenden Kapiteln wird auf weitere wichtige Sachverhalte wie die Sicherheit und das Backup des eigenen Servers eingangen, so das der Leser einen guten Einblick in den Betrieb eines Servers gewinnt.

Erhältlich ist das Buch unter anderem bei Amazon, Beam, eBook.de, iTunes und Thalia. Im Buch selbst ist ein Code enthalten, mit welchem man zusätzlich zum gekauften Buch eine DRM freie Version beziehen kann.
Bei Icecast handelt es sich um einen freien Streamingserver. Der Server nimmt ein Signal entgegen und streamt es über einen Mountpoint, mit welchem sich die Nutzer des Servers verbinden um den Stream zu hören. Leider ist das Icecast-Protokoll nicht wirklich gut dokumentiert. Stattdessen wird darauf verwiesen, das der Quellcode verfügbar ist. Mit diesem Artikel soll diesem Problem ein wenig Abhilfe geschaffen werden. Das Icecast-Protokoll ist streng genommen einfaches HTTP. Wenn ein Eingangssignal zu einem Icecast-Server gestreamt sendet die Streamingquelle einen HTTP-Request (am Beispiel von butt):
PUT /stream123 HTTP/1.1 Authorization: Basic c291cmNlOmhhY2ttZQ== User-Agent: butt 0.1.14 Content-Type: audio/mpeg ice-name: no name ice-public: 0 ice-audio-info: ice-bitrate=128;ice-channels=2;ice-samplerate=44100
Bei Mixxx würde dieser Request so aussehen:
SOURCE /stream123 HTTP/1.0 Authorization: Basic c291cmNlOmhhY2ttZQ== User-Agent: libshout/2.0.0 Content-Type: application/ogg ice-name: ice-public: 0 ice-url: http://www.mixxx.org ice-genre: Live Mix ice-audio-info: bitrate=128 ice-description:
Den SOURCE-Request den Mixxx hier anwendet ist seit der Version 2.4 des Icecast-Server veraltet und sollte nicht mehr genutzt werden. Stattdessen soll der PUT-Request verwendet werden. Wie man hier sehen kann erfolgt die Authentifizierung über das Basic Authentication Scheme (auch als HTTP Basic Authentication bekannt). In dem Request sind eine Reihe von ice-* Parametern zu finden:
ice-audio-info
Der Parameter ice-audio-info übermittelt eine Schlüssel-Wert-Liste von Audioinformationen. Die Parameter werden dabei durch ein Semikolon getrennt, das ganze könnte z.B. so aussehen:
channels=2;samplerate=48000;
Die Parameter müssen dabei mit der URL-Kodierung kodiert werden.
ice-bitrate
Der Parameter ice-bitrate setzt die Bitrate des Streams.
ice-description
Ist die Beschreibung des Streams nicht mit dem Tag stream-description definiert, so kann die Beschreibung über den Parameter ice-description eingestellt werden.
ice-genre
Ist das Genre des Streams nicht mit dem Tag genre definiert, so kann dies über den Parameter ice-genre eingestellt werden.
ice-name
Ist der Streamname nicht mit dem Tag stream-name definiert, so kann dies über den Parameter ice-name eingestellt werden.
ice-public
In der Konfiguration gibt es das Attribut public, welches angibt ob der Stream in einem öffentlichen Verzeichnis auftauchen soll. Ist der Public-Tag für den Mountpoint nicht definiert, kann dies über den Parameter ice-public gesetzt werden.
ice-url
Ist die URL des Streams nicht mit dem Tag stream-url definiert, so kann dies über den Parameter ice-url eingestellt werden.
Daneben gibt es noch den Content-Type welcher die Art des Streams definiert. Auf diesen Request antwortet der Icecast-Server (wenn die Authentifizierung korrekt ist) mit einem:
HTTP/1.0 200 OK
Statt dem Statuscode 200 sind noch eine Reihe weiteres Codes als Antwort möglich:
401 You need to authenticate
Die Authentifizierungsdaten sind nicht korrekt.
403 Content-type not supported
Streamformat wird von Icecast nicht unterstützt.
403 No Content-type given
Der Quellclient sendete kein Content-Type mit, dies wird allerdings zwingend benötigt.
403 internal format allocation problem
Internes Problem von Icecast mit dem gewählten Formatplugin.
403 too many sources connected
Das in der Konfiguration definierte Limit an gleichzeitig verbundenen Clients wurde überschritten.
403 Mountpoint in use
Der gewählte Mountpoint ist bereits in Benutzung.
500 Internal Server Error
Ein interner Fehler im Icecastserver, auf Clientseite gibt es für diesen Fehler keine Lösung.
Eine Besonderheit ist der Statuscode 100 (Continue) welcher gesendet wird, wenn der Client einen Request mit folgendem Inhalt gesendet hat:
Request: 100-continue
Mit dem Statuscode bestätigt der Server das der Client weiter Daten senden kann. Danach beginnt der Quellclient mit dem häppchenweisen senden des Ogg Vorbis- oder MP3-Stream – das bedeutet das eine MP3 nicht am Stück gesendet wird, sondern in Häppchen welche das Fortschreiten des Streams widerspiegeln. Beim Empfangen eines Streams passiert effektiv das selbe. Der Client (z.B. VLC) sendet dem Server einen GET-Request:
GET /stream123 HTTP/1.1 Host: 10.63.48.119:8000 User-Agent: VLC/2.2.1 LibVLC/2.2.1 Range: bytes=0- Connection: close Icy-MetaData: 1
Darauf antwortet der Icecast-Server mit mit:
HTTP/1.0 200 OK Server: Icecast 2.4.0 Date: Thu, 02 Jul 2015 10:13:50 GMT Content-Type: audio/ogg Cache-Control: no-cache Expires: Mon, 26 Jul 1997 05:00:00 GMT Pragma: no-cache ice-audio-info: samplerate=44%2e100;channels=1;quality=0 icy-pub:1
Anschließend sendet der Icecast-Server die Audiodaten an den Client, welche dieser wiedergibt.
Mit dem Raspberry Pi kann man mit Hilfe von Icecast schnell einen Streamingserver für Audio installieren. Dazu muss im ersten Schritt Icecast installiert werden:
apt-get install icecast2
Während der Installation startet die Konfiguration des Paketes. So wird nach dem Hostnamen und den Passwörtern zum Streamen gefragt. Nach der Installation ist die Weboberfläche von Icecast unter Port 8000 und der entsprechenden IP erreichbar – in meinem Beispiel unter http://192.168.1.100:8000/. Der Standardnutzer für den administrativen Bereich ist dabei admin.

Die Weboberfläche von Icecast
Mit dieser Konfiguration ist der Raspberry Pi ein Streaming Server. Mit einem Tool wie butt, kann der Server nun bespielt (Standardnutzer: source, Passwort: hackme) werden. Die Mountpoints werden bei der Verbindung automatisch angelegt. Wenn man mit butt den Mountpoint stream123 bespielt, befindet sich der Stream in diesem Beispiel unter http://192.168.1.100:8000/stream123 und kann mit einem entsprechenden Player abgespielt werden.