Ein Backup kann nicht schaden

Ich habe zwar einen NAS Server mit RAID 5 aber selbst der beste Server nützt nichts wenn die Wohnung brennt oder gleich zwei Platten auf einmal ausfallen. Eine interessante Alternative dazu sind Online Backups. Da gibt es von Mozy sowie von HP (Upline) interessante Dienste mit unbegrenzter Speichermenge. Leider stoßen mir diese Dienste doch ein wenig sauer auf weil:

– die Server stehen in den USA
– die Software ist Closed Source
– ich kann nicht nachvollziehen welchen Schlüssel die Software bei der Verschlüsselung benutzt
– die Software muss immer laufen, sprich es ist nicht möglich einfach mal ein Backup zu machen sondern es wird ständig aktualisiert

Ein weiteres Problem ist, das selbst wenn man es schafft 2 GB pro Tag hochzuladen man für 500 GB trotzdem knapp 250 Tage benötigt. Da ist es schneller die Platte einschicken zu lassen:)

Da ich aber trotzdem nicht auf ein Backup (zu mindestens der wichtigen Daten) verzichten möchte, muss eine (sichere) Lösung her. Mal sehen was mir gescheites einfällt.

Return of the NAS

Heute ging es fröhlich weiter mit dem NAS. Zuerst habe ich versucht mit Openfiler alle acht Festplatten zum Laufen zu bekommen, aber nach einiger Zeit musste ich einsehen das dies wohl nicht so einfach möglich ist. Also wieder den Ubuntu Server hervorgekramt aber der wollte auch nur sieben Festplatten erkennen. Nach ein wenig hier und da an der Schraube drehen (was knapp 2 Stunden dauerte) überlegte ich mir dann Alternativen.

Ich überlegte mit noch mal meine hauptsächlichen Features, die ich unbedingt haben wollte. Das waren:
– RAID 5
– Verschlüsselung
– Linux

Ich beschloss also mein „Feature“ Linux zu streichen und installierte ein Windows XP. Bei der Installation lief alles erstaunlich glatt. Welch ein Glücksgefühl. Aber schon zogen erste Wolken auf. Ein paar Gerätetreiber waren nicht da wo sie hin sollten. Nachdem ich Sie installiert hatte, bootete Windows nicht mehr. Also alles auf null und Windows neu installiert. Bei der Treiberinstallation nochmal ganz genau hingeschaut und festgestellt das ich doch beim letzten Mal aus Versehen den SATA / RAID Treiber mitinstalliert hatte. Nun ja diesmal funktionierte alles.

Danach ging es daran, ein RAID 5 einzurichten. Von Haus aus kann das Windows XP nicht. Dies bleibt den Servervarianten vom Windows vorbehalten. Wenn da nicht die gute alte c’t wäre :) 2005 brachte die c’t einen RAID Patch für Windows XP heraus welcher das RAID auch auf XP Systemen freischaltet. Der Patch ist zu finden unter: http://www.heise.de/ct/ftp/05/03/090/.

Nach einem Neustart wurde das RAID eingerichtet und dann begann Windows mit der Formatierung des RAID’s. Das dauert in etwa 24 Stunden, na ja kein Wunder bei 6 Terabyte verfügbarem Speicher. Nach den besagten 24 Stunden war das ganz dann soweit fertig und funktionierte. Nun heißt es sich an die Verschlüsselung machen.

Truecrypt 5.0

Heute ist endlich die Truecrypt Version 5.0 erschienen. Bei Truecrypt handelt es sich um eine Open-Source-Software zur Verschlüsselung von Daten. Mit ihr können Container, ganze Laufwerke und dank Pre-Boot-Authentifizierung nun auch die Windows Systemplatte verschlüsselt werden. Das werde ich demnächst gleich mal testen und dann hier berichten. Zurzeit sind die Truecrypt.org Server ziemlich schwer zu erreichen, also einfach mal in den nächsten Tagen versuchen.

Die Software gibt es unter:
http://www.truecrypt.org/

Weitere Informationen unter:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/103054
http://golem.de/0802/57519.html