Mit GNU Privacy Guard Dateien auf der Kommandozeile verschlüsseln

Möchte man mittels GPG eine Datei in der Kommandozeile verschlüsseln so gibt man auf der Konsole folgendes ein:

gpg -c geheim.txt

Danach wird man nach dem Passwort gefragt. Verschlüsselt wird in diesem Fall symmetrisch. Entschlüsseln kann man das ganze mittels:

gpg -o geheim.txt -d geheim.gpg

Das schöne an GPG ist im übrigen das es für so ziemlich jedes System zur Verfügung steht. Angefangen bei Linux und Windows bis zu Androidgeräten. Interessanter wäre natürlich eine auf Dateien basierende Verschlüsselung welche sich transparent in das Dateisystem einbindet (sprich ich als Nutzer merke nicht das mit verschlüsselten Dateien gearbeitet wird), aber man wird ja noch träumen dürfen ;)

Möchte man das ganze nicht auf Dateien basierend haben, sondern alle Daten in einem Container transparent einbinden so empfiehlt sich Truecrypt mit welchem das problemlos funktionieren sollte. Auch dieses ist betriebssystemübergreifend verfügbar.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/gnupg
http://de.wikipedia.org/wiki/GNU_Privacy_Guard
http://wiki.ubuntuusers.de/TrueCrypt
http://de.wikipedia.org/wiki/TrueCrypt

Anno goes Open Source

Natürlich ist dem nicht ganz so wie in der Überschrift versprochen ;) Aber einige Leute haben angefangen eine Engine zu schreiben welche ein Anno ähnliches Spiel bereitstellt, sprich es handelt sich um eine 2D Echtzeitstrategiesimulation welche auf den Namen Unknown Horizons hört. Das Spiel gibt es dabei für Linux und Windows.

Basierend auf der FIFE Game Engine wurde das Spiel immer weiter entwickelt bis zum jetzigen schon ganz ansehnlichen Stand. Das sollte natürlich nicht darüber hinweg täuschen das es sich bei dem Spiel noch um eine Alphaversion handelt. Die offizielle Seite des Spieles ist unter http://www.unknown-horizons.org zu finden.

Doppelte Dateien finden und mehr

Gestern benötigte ich ein Tool mit welchem man doppelte Dateien auf der Festplatte finden konnte. In den Repositories von Ubuntu wurde ich dann auch fündig. Das Tool hört auf den Namen FSlint (Paketname fslint) und dient zum aufspüren doppelter Dateien auf der Festplatte. Daneben kann FSlint auch temporäre Dateien oder nicht UTF-8 konforme Dateinamen (und einiges anderes) aufspüren. FSlint ist auf alle Fälle in meiner Werkzeugkiste gelandet :)

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/fslint

CyanogenMod 6 auf dem HTC Desire installieren

Seit der CyanogenMod Version 6 wird auch endlich das neue HTC Desire unterstützt und kann somit auf diesem installiert werden. So wird man dann auch die Sense Oberfläche und einige andere Anwendungen los. Im ersten Schritt besucht man dazu die Webseite http://unrevoked.com/ wählt das passende Modell und lädt die Software herunter. Die Software gibt es dabei für Windows, Mac und Linux. In dieser Anleitung wird von der Linuxversion ausgegangen.

Die Software dient dazu ein Custom Recovery Image auf das Gerät zu flashen und das Gerät zu rooten. An dieser Stelle sei erwähnt das man sich mit dieser Anleitung auch das Gerät kaputt machen kann, wenn man etwas falsch macht. Also aufpassen ;) Das heruntergeladene tar.gz Archiv sollte entpackt werden und anschließend das Desire mit dem Computer verbunden werden. Auf dem Desire sollte in den Einstellungen unter Anwendungen -> Entwicklung der USB Debugging Modus aktiviert werden. Dann kann die Software mit root Rechten gestartet werden. Die Software fängt nun mit dem Flash Prozess an und benötigt hierbei einige Minuten. In dieser Zeit sollte nichts am Gerät und am Rechner gemacht werden. Sobald die Software fertig ist steht in der Anwendung Done!.

Die Software sollte das Desire in den Recoverymodus gestartet sein. Wenn der Bildschirm dunkel bleibt, ist höchstwahrscheinlich ein SLCD Display in dem Gerät verbaut. Denn dafür sind in der aktuellen Recovery Version keine Treiber enthalten. Dann startet man Unrevoked und geht im Menü auf Custom Recovery und wählt dazu dieses hier und steckt dann das Gerät per USB an den Rechner. In diesem Recovery Image sind die Treiber für Super LCD Bildschirme enthalten. Es liegt also auch nicht an der HBOOT 0.83 (das dürfte einige Leute sehr beruhigen) ;)

Im nächsten Schritt muss der neuste Radio (5.09.00.08) heruntergeladen und installiert werden. Nachdem wir die Datei heruntergeladen haben benennen wir sie in update.zip um und packen sie auf die SD Karte ins das Wurzelverzeichnis. Im ausgeschalteten Zustand drücken wir dann die Volume Down Taste und anschließend den Powerknopf. Damit starten wir in den Bootloadermodus. In diesem Modus können wir mit Hilfe der Lautstärketasten navigieren. Wir wählen dort Recovery aus und bestätigen mit der Powertaste. Das Gerät bootet dann in den Recovery Modus. Dort wählen wir Install zip from sdcard und wählen die update.zip aus und flashen sie. Danach starten wir das Gerät neu. Die Baseband Version des Gerätes sollte dann 5.09.00.08. sein.

Nun müssen wir nur noch CyanogenMod 6 installieren. Der einfachste Weg dazu ist die Anwendung ROM Manager welche wir aus dem Market (die freie Version reicht völlig) beziehen. Dort wählen wir dann CyanogenMod 6.0.0-RC1 aus und installieren es. Angemerkt sei das es mit dem RC1 auch ein kleines Problem gibt, er hat keine Treiber für Super LCD Bildschirme dabei, sprich der Schirm bleibt schwarz…

Update: Mit dem neusten Nightly Build (http://mirror.kanged.net/cm/nightly/bravo/) funktioniert das ganze dann auch auf SLCD Geräten :)

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.cyanogenmod.com/index.php?title=Full_Update_Guide_-_HTC_Desire
http://unrevoked.com/rootwiki/doku.php/public/unrevoked2http://unrevoked.com/rootwiki/doku.php/public/unrevoked2
http://forum.xda-developers.com/showthread.php?p=7562718

Mittels nouveau und RandR zu einem Zweibildschirmsystem

Installiert man ein Kubuntu auf einem Zweibildschirmsystem hat man erst einmal das Problem das die beiden Monitore geklont werden. Das ist natürlich unschön. Auf der Konsole kann man mittels xrandr feststellen ob alle Monitore erkannt worden sind. In meinem Fall sieht das so aus:

Screen 0: minimum 320 x 200, current 1280 x 1024, maximum 4096 x 4096
DVI-I-1 connected 1280×1024+0+0 (normal left inverted right x axis y axis) 521mm x 293mm
1920×1080 60.0 + 50.0
1600×1200 60.0
1680×1050 60.0
1280×1024 60.0*
1440×900 59.9
1280×960 60.0
1280×800 59.8
1280×720 50.0 60.0
1024×768 60.0
800×600 60.3 56.2
720×576 50.0
720×480 59.9
640×480 60.0
DVI-I-2 connected 1280×1024+0+0 (normal left inverted right x axis y axis) 376mm x 301mm
1280×1024 60.0*+ 75.0
1280×960 60.0
1152×864 75.0
1024×768 75.1 70.1 60.0
832×624 74.6
800×600 72.2 75.0 60.3 56.2
640×480 72.8 75.0 66.7 60.0
720×400 70.1
TV-1 disconnected (normal left inverted right x axis y axis)

Mit dem Befehl xrandr –output DVI-I-2 –auto –right-of DVI-I-1 –auto habe ich dann den Bildschirmen ihre relative Position zueinander zugewiesen. (man kann es vorher auch nur mit xrandr –auto versuchen). Danach sollte diie Auflösung der Monitore angepasst werden. Unter Kubuntu gibt es dafür glücklicherweise eine einfachere Methode. Dazu geht man in die Systemeinstellungen unter Anzeige und kann dort die passende Konfiguration ebenfalls einstellen.

Das Problem an diesen Lösungen ist, das die Einstellungen mit dem nächsten Neustart hinfällig sind. Also muss eine statische Lösung her. Dazu legt man die Datei /etc/X11/Xsession.d/45custom_xrandr-settings an und füllt sie mit folgendem Inhalt:

xrandr –output DVI-I-1 –mode 1920×1080 –rate 60
xrandr –output DVI-I-2 –mode 1280×1024 –rate 60
xrandr –output DVI-I-2 –right-of DVI-I-1

Die Datei muss dabei ausführbar gemacht werden. Nun werden die Einstellungen automatisch beim Neustart bzw. bei der Anmeldung gesetzt.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/RandR