Gelöschte Dateien unter ownCloud entfernen

Bei einer ownCloud-Instanz welche schon einige Betriebsstunden auf dem Buckel hat, kann es zu einem unschönen Effekt kommen. Beim Versuch den Papierkorb über die Funktion „Gelöschte Dateien“ zu leeren, versucht ownCloud alle Dateien aufzulisten, was allerdings nicht gelingt. Der Browser friert ein und das Leeren des Papierkorbes ist nicht möglich.

Der Button um die gelöschten Dateien aufzurufen

Der Button um die gelöschten Dateien aufzurufen

Auch wenn das Leeren des Papierkorber nach Meinung der ownCloud-Entwickler nicht notwendig ist, da die Dateien nach einer Weile weggeworfen werden, sollte es trotzdem eine Lösung geben um den Papierkorb manuell zu leeren. Ein Workarround ist es den Papierkorb direkt zu löschen in dem man das Verzeichnis „owncloud/data/username/files_trashbin/ löscht. Anschließend müssen noch zwei Tabellen in der Datenbank bereinigt werden:

TRUNCATE TABLE oc_files_trashsize;
TRUNCATE TABLE oc_files_trash;

Eine weitere Möglichkeit diese Problematik zu entschärfen, ist es die Vorhaltezeit von gelöschten Dateien von 180 Tagen auf 30 Tage zu reduzieren. Dazu öffnet man die config.php Datei welche im config-Ordner zu finden ist und trägt folgenden Wert ein:

'trashbin_retention_obligation' => 30,

Damit wird verhindert das sich zu viele Dateien im Papierkorb ansammeln und das Problem deutlich entschärft.

KVM Server unter Mac OS X verwalten

Wenn man einen KVM Host aufgesetzt hat, steht man vor der Frage wie man diesen effizient verwaltet. Für die grafische Remoteverwaltung gibt es unter Ubuntu den Virtual Machine Manager welcher einfach über die Paketverwaltung installiert werden kann:

apt-get install virt-manager

Im Virtual Machine Manager können dabei neue virtuelle Maschinen angelegt oder bestehende Maschinen verändert werden. Der Virtual Machine Manager stellt dabei eine Abstraktionsebene bereit, so kann er nicht nur KVM, sondern auch Xen und LXC Maschinen verwalten.

Virtual Machine Manager

Virtual Machine Manager

Unter Mac OS X steht keine Virtual Machine Manager Alternative zur Verfügung. Allerdings kann man hier etwas schummeln, indem man den KVM Host dafür zweckentfremdet. Dazu muss das Paket „virt-manager“ auf dem KVM Host installiert werden. Auf dem Mac muss XQuartz installiert werden, damit eine X11 Implementierung zur Verfügung steht. Nach der Installation öffnet man ein Terminal und gibt dort folgendes ein:

ssh -X 
virt-manager -c qemu:///system

Anschließend wird der Manager gestartet und kann wie gewohnt genutzt werden.

Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X

Der Virtual Machine Manager unter Mac OS X

Bei diesem Verfahren wird die grafische Ausgabe des KVM Hosts auf den Mac umgeleitet. Somit wird der Virtual Machine Manager auf der Ubuntu-Maschine ausgeführt, präsentiert seine Oberfläche aber unter Mac OS X.

Datenträger unter Linux überprüfen

Möchte man unter Linux einen Datenträger überprüfen, so bietet sich hierfür der Befehl „badblocks“ an. Dabei sollte man Badblocks nicht auf dem installierten Betriebssystem starten, sondern stattdessen eine Live-CD nutzen. Ansonsten wird man mit einer der folgenden Meldungen bedacht:

/dev/sda wird offensichtlich vom System genutzt; es ist zu unsicher, Badblocks zu starten!
/dev/sda1 ist eingehängt; es ist zu unsicher, Badblocks zu starten!

Dieses Verhalten lässt sich durch den Parameter „f“ abschalten. Allerdings sollte dieser mit Bedacht genutzt werden. Badblocks kennt zwei Arten von Tests, den Read-Only und den Read/Write Test. Während ersterer:

badblocks -nsv /dev/sda

die Daten auf der Festplatte intakt lässt, ist dies beim Read/Write Test:

badblocks -wsv /dev/sda

nicht der Fall. Hier werden vorhandene Daten auf der Festplatte überschrieben. Die Überprüfung ist dabei relativ langwierig. Bei größeren Laufwerken sollte man einige Zeit mitbringen.

Fuse für Mac OS X

Wenn man bestimmte Dateisystemen auf einem Betriebssystem wie Linux oder Mac OS X einbinden möchte, steht einem das „Filesystem in Userspace“ oder kurz Fuse zur Verfügung. Während es unter Linux ein fester Bestandteil des Kernels ist, muss es bei Mac OS X nachinstalliert werden. Dabei stehen dem Anwender unterschiedlichste Implementierungen wie Fuse4X und ähnliche zur Verfügung. Viele dieser Produkte teilen allerdings das Schicksal von Fuse4X – sie werden nicht mehr aktiv weiterentwickelt.

osxfuse.github.io

osxfuse.github.io

Das einzig aktive Fuse Projekt für Mac OS X scheint im Moment OSXFuse zu sein welches unter http://osxfuse.github.io/ zu finden ist. Auch die Fuse4X Entwicklungen sind mittlerweile zu einem großen Teil in dieses Projekt eingeflossen. OSX Fuse ist dabei freie Software auch wenn die Lizenz etwas zu ausführlich ist. Es scheint sich dabei um eine BSD-Lizenz zu handeln.

Cannot open your terminal

Wenn man eine Anwendung mittels „screen“ ausführt, kann es passieren das man den Fehler:

Cannot open your terminal '/dev/pts/0' - please check.

zu Gesicht bekommt. Vielfach wird empfohlen bei diesem Fehler die Rechte des Gerätes zu ändern:

chmod 777 /dev/pts/0

Anstatt diese Lösung zu nutzen sollte man vor der Ausführung von „screen“ den Befehl:

script /dev/null

auszuführen. Damit kann „screen“ anschließend ohne Fehlermeldung genutzt werden.