Screen-Session wieder aufnehmen

Wenn man unter Linux eine Session mittels screen gestartet hat und diese später wieder aufrufen möchte, so nutzt man den Befehl:

screen -r

Unter bestimmten Bedingungen kann es vorkommen, das die Sitzung noch gebunden ist. Auf der Konsole würde das dann wie folgt aussehen:

# screen -r

There is a screen on:
	29711.ubuntu-release-upgrade-screen-window	(05/05/2016 04:09:56 PM)	(Attached)
There is no screen to be resumed matching 29711.ubuntu-release-upgrade-screen-window.

Vorkommen kann so etwas z.B. wenn man die SSH-Verbindung während einer Screen-Sitzung verliert. Damit man diese Screen-Sitzung wieder aufnehmen kann, muss die bestehende Bindung zuerst wieder gelöst werden. Dazu gibt es das Kommando:

screen -d

welches die Bindung löst. Bei mehreren offenen Sitzungen muss zusätzlich die ID der Sitzung angegeben werden. Anschließend kann die Sitzung wieder mittels:

screen -r

aufgenommen werden.

do-release-upgrade findet keine neue Version

Wenn man auf einem Ubuntu-Server:

do-release-upgrade

eingibt so wird auf die aktuelle Version (je nachdem welche Einstellungen man in der Datei /etc/update-manager/release-upgrades getätigt hat) aktualisiert. Allerdings kann es bei LTS-Releases vorkommen das man stattdessen die Meldung:

Checking for a new Ubuntu release
No new release found

Der Grund hierfür ist, das man bei einem LTS Release erst mit dem ersten Pointrelease, also z.B. 16.04.1 upgraden kann. Damit soll Fehlern vorgebeugt werden, welche in der ersten Release-Version noch vorhanden sein könnten. Möchte man auf dem entsprechenden Gerät trotzdem die aktuelle Version installieren so muss man den Parameter -p nutzen:

do-release-upgrade -p

Damit wird das versucht das aktuelle Release zu installieren, was von LTS zu LTS Version dazu führt das die aktuelle LTS Version installiert wird auch wenn kein Pointrelease verfügbar ist.

Port unter CentOS freigeben

Wenn unter CentOS der Dienst FirewallD aktiviert ist und man eine wie auch immer geartete Serverapplikation auf dem Server betreiben möchte, wird man feststellen das der Dienst von außen nicht zu erreichen ist. Die einfache wenn auch nicht zielführende Möglichkeit wäre es natürlich die Firewall komplett zu deaktivieren. Sinnvoller ist es hingegen den entsprechenden Port welcher benötigt wird freizuschalten. Dies geschieht dabei mit dem Kommando:

firewall-cmd --zone=public --add-port=1234/tcp --permanent

Damit wird der Port 1234, wenn er über TCP angesprochen wird, in der Zone Public freigeschaltet. Die aktiven Zonen auf dem System können dabei mittels:

firewall-cmd --get-active-zones

angezeigt werden. Die Änderung der Regel wird dabei nicht sofort übernommen. Stattdessen müssen die Einstellungen neu geladen werden:

firewall-cmd --reload

Java-Klassen visualisieren

Wenn man die Verbindung von Klassen und deren Komponenten analysieren möchte, so kann man dies in vielen Java-IDEs mit Hilfe eines automatisch erzeugten Klassendiagrames. Verfügt die eigene IDE nicht über eine solche Funktionalität, so kann das Werkzeug Class Visualizer genutzt werden, welches unter class-visualizer.net zu finden ist.

Der Class Visualizer nach dem Start

Der Class Visualizer nach dem Start

Das Tool lädt dabei eine Reihe von Klassen aus einer JAR-Datei, bzw. aus einem Verzeichnis und analysiert diese anschließend. Danach kann die Klassenhierarchie durchsucht und die einzelnen Klassen analysiert werden. Dabei werden Ableitungen, Berechtigungen und vieles mehr übersichtlich darstellt, so das man auch komplexe Abhängigkeiten schnell durchschaut hat. Bei der Software handelt es sich um Freeware.

maybe

Das Terminal ist geöffnet und ein Befehl wie:

rm -rf img*

soll abgesetzt werden. Nun stellt sich die Frage ob man diesen Befehl wirklich so ausführen möchte. Natürlich könnte es sein, das der Befehl zu weit greift, was dazu führt das man mehr löscht als einem lieb ist. Einen Ausweg aus dieser Misere bietet das in Python geschriebene Tool maybe. Installiert werden kann dieses auf der Konsole mittels:

pip install maybe

Führt man nun ein Skript mittels maybe aus:

maybe test.sh

so ermittelt maybe, welche Operationen das Skript vornehmen möchte und zeigt diese an. Nach einer Bestätigung kann der Befehl anschließend ausgeführt werden. Technisch funktioniert das ganze dabei indem der Prozess unter der Kontrolle von ptrace ausgeführt wird. Hierbei werden allerdings nur einige Systemaufrufe blockiert, so das man maybe nur mit Skripten nutzen sollte, welchen man vertraut. Der Quelltext von maybe ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Tool unter der GPL in Version 3 und damit freie Software.