Probleme beim Kopieren mit dem Midnight Commander

Wenn man Dateien mit dem Midnight Commander von A nach B kopiert kann es passieren das man mit der Fehlermeldung:

Cannot chown target directory

konfrontiert wird. Das Problem ist das beim Kopieren die Attribute der Dateien ebenfalls übernommen werden. Dazu kopiert der Midnight Commander die Datei zum Zielort und versucht anschließend die Attribute anzupassen. Hierbei kann es passieren, das das Ziel die Anpassung der Attribute nicht unterstützt – dies führt zu besagtem Fehler.

Der Midnight Commander beim kopieren

Der Midnight Commander beim kopieren

Umgehen lässt sich der Fehler in dem im Kopierdialog der Punkt Attribute sichern deaktiviert wird. Damit werden die Dateien nur noch kopiert; eine Attributänderung findet nicht mehr statt.

apt-get Sperrdateien entfernen

Unter Umständen kann es unter Ubuntu, oder anderen Distributionen basierend auf Debian passieren, das ein apt-get Vorgang fehlschlägt. Dies kann sich darin äußern das apt-get nicht mehr genutzt werden kann – stattdessen bekommt man folgende Meldung zu sehen:

E: Could not get lock /var/lib/dpkg/lock - open (11 Resource temporarily unavailable)
E: Unable to lock the administration directory (/var/lib/dpkg/) is another process using it?

Hintergrund ist das dpkg Sperrdateien mit dem Name lock anlegt und sie nach getaner Arbeit wieder entfernt. Bei plötzlichen Unterbrechungen wie z.B. einem Stromausfall kann es passieren das die Dateien nicht mehr entfernt werden. Lösen kann man das Problem indem man die entsprechenden Sperrdateien entfernt:

rm /var/lib/dpkg/lock
rm /var/lib/apt/lists/lock
rm /var/cache/apt/archives/lock

Abschließend sollte dpkg bzw. apt-get wieder ohne Probleme funktionieren.

Screen-Session wieder aufnehmen

Wenn man unter Linux eine Session mittels screen gestartet hat und diese später wieder aufrufen möchte, so nutzt man den Befehl:

screen -r

Unter bestimmten Bedingungen kann es vorkommen, das die Sitzung noch gebunden ist. Auf der Konsole würde das dann wie folgt aussehen:

# screen -r

There is a screen on:
	29711.ubuntu-release-upgrade-screen-window	(05/05/2016 04:09:56 PM)	(Attached)
There is no screen to be resumed matching 29711.ubuntu-release-upgrade-screen-window.

Vorkommen kann so etwas z.B. wenn man die SSH-Verbindung während einer Screen-Sitzung verliert. Damit man diese Screen-Sitzung wieder aufnehmen kann, muss die bestehende Bindung zuerst wieder gelöst werden. Dazu gibt es das Kommando:

screen -d

welches die Bindung löst. Bei mehreren offenen Sitzungen muss zusätzlich die ID der Sitzung angegeben werden. Anschließend kann die Sitzung wieder mittels:

screen -r

aufgenommen werden.

do-release-upgrade findet keine neue Version

Wenn man auf einem Ubuntu-Server:

do-release-upgrade

eingibt so wird auf die aktuelle Version (je nachdem welche Einstellungen man in der Datei /etc/update-manager/release-upgrades getätigt hat) aktualisiert. Allerdings kann es bei LTS-Releases vorkommen das man stattdessen die Meldung:

Checking for a new Ubuntu release
No new release found

Der Grund hierfür ist, das man bei einem LTS Release erst mit dem ersten Pointrelease, also z.B. 16.04.1 upgraden kann. Damit soll Fehlern vorgebeugt werden, welche in der ersten Release-Version noch vorhanden sein könnten. Möchte man auf dem entsprechenden Gerät trotzdem die aktuelle Version installieren so muss man den Parameter -p nutzen:

do-release-upgrade -p

Damit wird das versucht das aktuelle Release zu installieren, was von LTS zu LTS Version dazu führt das die aktuelle LTS Version installiert wird auch wenn kein Pointrelease verfügbar ist.

Port unter CentOS freigeben

Wenn unter CentOS der Dienst FirewallD aktiviert ist und man eine wie auch immer geartete Serverapplikation auf dem Server betreiben möchte, wird man feststellen das der Dienst von außen nicht zu erreichen ist. Die einfache wenn auch nicht zielführende Möglichkeit wäre es natürlich die Firewall komplett zu deaktivieren. Sinnvoller ist es hingegen den entsprechenden Port welcher benötigt wird freizuschalten. Dies geschieht dabei mit dem Kommando:

firewall-cmd --zone=public --add-port=1234/tcp --permanent

Damit wird der Port 1234, wenn er über TCP angesprochen wird, in der Zone Public freigeschaltet. Die aktiven Zonen auf dem System können dabei mittels:

firewall-cmd --get-active-zones

angezeigt werden. Die Änderung der Regel wird dabei nicht sofort übernommen. Stattdessen müssen die Einstellungen neu geladen werden:

firewall-cmd --reload