Umstieg auf Linux? Warum eigentlich nicht?

Wenn man einen Windowsnutzer fragt ob er auf Linux umsteigen möchte, bekommt man wohl reflexartig als Antwort: „Nein“. Warum eigentlich? Argumente sind dann meist so etwas wie: „Wenn ich basteln will, kaufe ich mir Schere und Papier“ oder „Das kann man doch gar nicht bedienen.“ oder „Da funktioniert doch nix!“. Mittlerweile sind dies alles nur noch Klischees.

Ich habe vor knapp zwei Jahren meinen Vater auf Ubuntu umgestellt. Bevor ich das tat frage ich ihn: „Was machst du mit deinem PC?“. Die Antwort: „Office, Internet, eMail, die Gitarre mit dem Rechner stimmen und ein paar Spiele.“ Nachdem ich das gehört habe war die Sache klar. CD ins Laufwerk und los installiert. Das schöne an Ubuntu ist, das man es installiert und es in gefühlten 99,9 % aller Fälle sofort tadellos funktioniert. Einfach fantastisch. Nach der Installation gab es eine notdürftige 5 Minuten Einweisung. Notdürftig deshalb weil ich nicht wusste was ich erklären sollte.

So fing mein Vater mit Ubuntu an und es lief weitestgehend problemlos (wenn man mal von einem Problem mit dem Flashplayer absieht). Mittlerweile benutzt er es schon eine Weile. Es ist immer noch die gleiche Installation, natürlich mittlerweile auf der aktuellen Version. Fazit: Es funktioniert. Ein Windows XP hätte er in der Zeit schon zwei Mal zerschossen.

Die meisten Menschen benötigen ihren PC für die „Standardaufgaben“ und würden es wahrscheinlich nicht mal merken wenn sie das Betriebssystem wechseln. Von basteln kann keine Rede sein. Und bedienen kann es jeder der auch Windows bedienen kann. Anwendungen gibt es auch für jedes erdenkliche Problem.

Also warum steigen so wenige Menschen um Ubuntu (respektive Linux) um? Meine These: Die Angst vor dem Unbekannten sowie der ungewohnte Gedanke das es da etwas anders als Windows gibt. Es könnte ja anders funktionieren. Besser zum Beispiel…

Mono und resgen2

Da ich privat wie beruflich die meiste Zeit in C# programmiere ist der Umstieg dank Mono nicht all zu schwer gefallen. Gestern wollte ich dann mal meine Projekte unter Mono kompilieren und wurde dabei auf einen Fehler beim kompilieren einer resx Datei hingewiesen. Es fehlte wohl die Anwendung resgen2. Glückerlichweise lässt sich er Fehler schnell durch die Installation einiger Pakete beheben:

sudo apt-get install mono-gmcs mono-mcs mono-2.0-devel

Neben diesen Paketen sind für die Monoentwicklung außerdem noch folgende Pakete:

sudo apt-get install monodoc-browser monodevelop monodevelop-versioncontrol

von Interesse.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mono-Projekt
http://de.wikipedia.org/wiki/MonoDevelop

nodeadkeys

Manchmal ist es praktisch wenn man sich noch an die Installation seiner Linuxdistribution (in meinem Fall Kubuntu) erinnern kann. So stellte ich doch vor ein paar Tagen überraschender Weise fest das die Akzenttasten (z.B. é è í) nicht ordnungsgemäß funktionierten. Die Lösung des Rätsels? Bei der Installation hatte ich als Tastaturlayout Deutsch und die Option nodeadkeys angegeben. Das führt nun dazu das die Akzenttasten (bei welchen es sich um Tottasten handelt) nicht mehr funktionierten. Nachdem mir das dämmerte musste nur noch schnell das Tastaturlayout umgestellt werden und schon funktionierte wieder alles :)

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Tottaste
http://wiki.ubuntuusers.de/Spracheinstellungen

Die Tastenkombination für den Notfall

Mein Kubuntu läuft prima :) Doch gestern war es dann soweit. Plötzlich waren alle Fensterleisten von KDE nur noch Matsch. Das ist natürlich unschön, also habe ich mal schnell nachgeschaut was man da machen kann. Die Lösung war die Tastenkombination Alt + Druck + K. Diese Tastenkombination wird dabei vom Kernel abgefangen und beendet alle Prozesse welche auf der aktuellen Konsole laufen. Danach startet der X Server wieder neu. Schöner wäre natürlich eine Lösung welche die aktuellen Anwendungen belässt und nur KDE mal „auffrischt“ :) Trotzdem ist diese Tastenkombination für weitere Notfälle vorgemerkt :) Bei dieser Tastenkombination handelt es sich im übrigen um einen sogenannten „SysRequest key“.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/Notfall
http://wiki.ubuntuusers.de/Magic_SysRQ
http://de.wikipedia.org/wiki/Magische_S-Abf-Taste

Probleme mit nvidia-settings

Ich betreibe seit kurzem an meinem Rechner zwei Bildschirme bzw. wollte sie betreiben. Eigentlich ist das kein Problem nvidia-settings mit root Rechten starten, alles fix einstellen von nvidia-settings in die xorg.conf schreiben lassen und schon läuft das ganze. Leider war das zu kurz gedacht. Ich wurde mit der Meldung:

Failed to parse existing X config file ‚/etc/X11/xorg.conf‘

überrascht. Nach einigem hin und her bin ich dann zu folgender Lösung gekommen. Im ersten Schritt wird

sudo nvidia-xconfig –twinview

in der Konsole ausgeführt und danach nvidia-settings mit root Rechten gestartet, alles eingestellt und in der xorg.conf gespeichert, was in diesem Fall dann gelingen sollte. Jetzt muss ich nur noch herausfinden warum die Fenster immer auf dem rechten Bildschirm geöffnet werden…