Git auf dem Server

Möchte man auf einem Ubuntusystem einen Git Server aufsetzen, so ist dies relativ schnell erledigt. Zuerst muss dafür „git“ mittels:

apt-get install git

installiert werden. Danach wird der passende Nutzer für die Git Repositories angelegt:

adduser git

Nun kann man ein bestehendes Repository zu diesem Server hochladen. Auf dem Server wird in den Kontext des Nutzers „git“ gewechselt und dort ein passender Ordner sowie ein „rohes“ Git Repository angelegt:

su git
mkdir testproject.git
cd testproject.git
git init --bare

Dem lokalen Git Repository wird mittels:

git remote add origin :testproject.git

ein neuer Remote zugewiesen. Sollte bereits ein „remote“ für „origin“ existieren, so wird dieser mit:

git remote rm origin

entfernt. Anschließend kann das lokale Repository an den Server übertragen werden und auf Updates überprüft werden:

git push origin master
git pull origin master

Wenn gewünscht kann man nun noch verhindern das man sich mittels des „git“ Accounts auf dem Server anmelden kann. Dazu muss die Datei „/etc/passwd“ editiert werden. Für den Nutzer „git“ wird die Shell dabei von „/bin/bash“ in „/usr/bin/git-shell“ geändert. Anschließend kann man sich mit dem Account nicht mehr an der Shell anmelden.

IPFire Router

Einen Router mit der Linux Distribution IPFire, kann man sich ohne Probleme zusammenbauen. Mittlerweile gibt es aber auch spezielle Router welche um IPFire herum gebaut wurden, wie z.B. die Modelle „IPFire Professional“ und „IPFire Eco“ welche von „Lightning Wire Labs“ vertrieben werden. Das Eco Modell kostet dabei 649 Euro, das professionelle Modell für bis zu 1000 Benutzer schlägt mit 1249 Euro zu buchen. Daneben wird auf http://www.lightningwirelabs.com/ auch den entsprechende Support geboten.

Festplattennutzung unter Mac OS X visualisieren

Festplatten, egal welcher Größe haben eine unangenehme Eigenschaft. Irgendwann sind sie voll und man fragt sie wo der ganze Platz hin ist. Um sich das ganze übersichtlich anzuschauen gibt es für Windows „WinDirStat„, für Linux „KDirStat“ und für Mac OS X gibt es „GrandPerspective“ welches unter http://grandperspectiv.sourceforge.net/ zu finden ist.

Eine GrandPerspective Analyse

Eine GrandPerspective Analyse

Nach dem Start von „GrandPerspective“ wählt man einen Ordner aus und bekommt anschließend eine Analyse aus welcher sich optisch erschließt welches die größten Brocken auf der Festplatte sind. Die Software wird aktiv weiter entwickelt und steht dabei unter der GPL. Es existieren auch lokalisierte Versionen, allerdings werde diese augenscheinlich nicht mehr gepflegt, so das man mit der englischen Version Vorlieb nehmen sollte.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://en.wikipedia.org/wiki/GrandPerspective
http://de.wikipedia.org/wiki/WinDirStat
http://de.wikipedia.org/wiki/KDirStat

Linux From Scratch auf Deutsch

Die Dokumentation bzw. das Buch „Linux From Scratch“ sollte vielen im Open Source Umfeld ein Begriff sein. Dabei handelt es sich um eine Anleitung um ein „Linux“ vom ersten bis zum letzten Schritt selber zu bauen. Das Original ist dabei unter http://www.linuxfromscratch.org/ zu finden. Unter http://oss.erdfunkstelle.de/lfs-de/index.shtml gibt es das ganze auch als deutsche Übersetzung. Leider wurde das allerdings nur bis Version 6.4 betrieben. Die aktuelle LFS Version ist mittlerweile 7.2. Aber vielleicht möchte ja jemand die Übersetzung wiederbeleben ;)

Weitere Informationen gibt es unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Linux_From_Scratch

IPFire aufsetzen

Es gibt Fälle da reicht der Router „X“ einfach nicht mehr und man wünscht sich etwas größeres, wie z.B. IPFire. Dabei handelt es sich um eine Linux Router Distribution welche hauptsächlich in Deutschland entwickelt wird. Diese kann dabei unter http://www.ipfire.org/ bezogen werden. Bevor man mit der Installation beginnt, sollte man sich eine Linux Live CD seiner Wahl suchen und mit dieser auf dem Rechner booten, welcher später mit IPFire bestückt werden soll.

Der Grund für das ganze ist, das man vor der Installation ermitteln sollte, welche Netzwerkkarte welche MAC-Adresse trägt, sonst kann es bei der Konfiguration der Segmente später zu falschen Zuweisungen kommen. Der einfachste Weg die entsprechende MAC-Adresse pro Karte zu ermitteln ist es sämtliche Netzwerkkabel abzuziehen und dann nacheinander ein Kabel von Karte zu Karte umzustecken. In einem Netzwerk mit DHCP-Server kann man nun mittels „ifconfig“ sehen welche Karte eine IP bekommen hat und die entsprechende MAC-Adresse notieren.

Bei IPFire gibt es unterschiedliche Segmente in welche das Netzwerk unterteilt wird. Diese sind dabei „Green“, „Blue“, „Orange“ und „Red“. „Green“ bezeichnet dabei das interne Netz hinter der Firewall, bei „Blue“ handelt es sich um das WLAN Segment, „Orange“ steht für das DMZ Segment und „Red“ für das böse Internet (ein hier ansässiger Bitstromanbieter nennt es auch „das vorgelagerte Netz“). In diesem Beispiel soll es um die Konfiguration einer Installation mit allen vier Segmenten gehen. IPFire ist an dieser Stelle sehr flexibel und erlaubt auch kleinere Konfigurationen wie z.B. nur „Green“ und „Red“.

Wenn man mit der Installation beginnt werden ein paar grundsätzliche Dinge wie die Partitionierung, das Dateisystem und andere Kleinigkeiten abgefragt. Interessant wird es bei der Konfiguration der Netzwerke. Hier könnte eine Konfiguration für die vier Segmente exemplarisch so aussehen:

  • „Green“ – IP: 192.168.1.1 – Subnetz: 255.255.255.0
  • „Blue“ – IP: 172.16.18.1 – Subnetz: 255.255.255.0
  • „Orange“ – IP: 172.16.19.1 – Subnetz: 255.255.255.0
  • „Red“ – DHCP

Wichtig ist es hierbei darauf zu achten, das die gleiche Konfiguration, bzw. die gleichen IP Bereiche nicht für unterschiedliche Segmente benutzt werden sollten. So wird die Konfiguration IP: 192.168.1.1 – Subnetz: 255.255.255.0 dem grünen und blauen Segment zugewiesen, einige Probleme verursachen.

Das Webinterface von IPFire

Das Webinterface von IPFire

Bei der Konfiguration der Segmente benötigen einige Verbindungsarten noch die Angabe eines DNS Servers, sowie eines Standardgateways. Nachdem das Setup abgeschlossen wurde ist das Webinterface von IPFire in diesem Beispiel unter:

https://192.168.1.1:444

zu erreichen. Hier kann dann eine erweiterte Konfiguration vorgenommen werden, um z.B. den entsprechenden WLAN Geräten („Blue“) Zugriff auf das Internet zu geben.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ipfire.org/de/installation/start
http://www.pro-linux.de/artikel/2/613/ipfire.html
http://de.wikipedia.org/wiki/IPFire