apt-get Sperrdateien entfernen

Unter Umständen kann es unter Ubuntu, oder anderen Distributionen basierend auf Debian passieren, das ein apt-get Vorgang fehlschlägt. Dies kann sich darin äußern das apt-get nicht mehr genutzt werden kann – stattdessen bekommt man folgende Meldung zu sehen:

E: Could not get lock /var/lib/dpkg/lock - open (11 Resource temporarily unavailable)
E: Unable to lock the administration directory (/var/lib/dpkg/) is another process using it?

Hintergrund ist das dpkg Sperrdateien mit dem Name lock anlegt und sie nach getaner Arbeit wieder entfernt. Bei plötzlichen Unterbrechungen wie z.B. einem Stromausfall kann es passieren das die Dateien nicht mehr entfernt werden. Lösen kann man das Problem indem man die entsprechenden Sperrdateien entfernt:

rm /var/lib/dpkg/lock
rm /var/lib/apt/lists/lock
rm /var/cache/apt/archives/lock

Abschließend sollte dpkg bzw. apt-get wieder ohne Probleme funktionieren.

Probleme mit dem Minecraft Server, Ubuntu 16.04 und KVM

Vor einigen Tagen migrierte ich einen Minecraft-Server von einem Server mit Ubuntu 14.04 LTS auf einen Server mit Ubuntu 16.04 LTS. Der Minecraft-Server lief dabei auf dem alten als auch auf dem neuen Server jeweils in einer KVM-Gast-Maschine. Er startete ohne Probleme und wenn man sich das ganze von außen mit nmap anschaute, war der entsprechende Port auch offen gekennzeichnet. Allerdings konnte der Minecraft-Client keinerlei Verbindung mit dem Server aufnehmen. Lösen ließ sich das Problem mit der Änderung einer Einstellung in der server.properties Datei. Konkret ging es dabei um die Einstellung:

use-native-transport = true

welche auf false gesetzt werden musste. Mit diesem Flag wird das optimierte Senden und Empfangen von Paketen unter Linux deaktiviert. Damit funktionierte der Minecraft-Server wieder ohne Probleme.

Konnektivität nach der Installation von CentOS 7 herstellen

Wenn man ein CentOS 7 in der Minimal-Installation installiert (und dabei nicht aufpasst), wird man nach der Installation feststellen das man über keine Konnektivität verfügt. Das ist bedingt dadurch das die entsprechende Netzwerkschnittstelle beim Booten nicht konfiguriert wird. Um die Schnittstelle zu konfigurieren, sollte im ersten Schritt in den entsprechenden Ordner gewechselt werden:

cd /etc/sysconfig/network-scripts/

In diesem Ordner befindet sich eine Datei ifcfg-eth0 (alternativ sind auch andere Schnittstellennamen wie ifcfg-enp0s3, em1 und ähnliche möglich). Die entsprechende Datei wird nun mittels vi geöffnet:

vi ifcfg-eth0

In dieser Datei gibt es eine Option mit dem Namen ONBOOT, deren Wert standardmäßig auf no gestellt ist. Dieser Wert muss in yes geändert werden und anschließend die Datei gespeichert werden (:w zum Speichern der Datei, :q um VIM zu schließen). Nach einem anschließenden Neustart, sollte die Netzwerkschnittstelle konfiguriert und funktionsfähig sein.

Verbindungsausetzer der Magic Mouse beheben

Die Magic Mouse von Apple ist mittels Bluetooth an den Rechner angebunden und funkt auf einer Frequenz von 2,4 Ghz. Unter Umständen kann es passieren das diese Frequenz gestört wird. Dies kann zu Aussetzern führen, welche sich darin äußern das die Verbindung der Maus mit dem Rechner unterbrochen wird.

Eine Magic Mouse von Apple

Eine Magic Mouse von Apple

Eine Ursache für dieses Problem kann ein bestehendes WLAN sein, welches auf einem der höheren Kanäle (7 – 13) betrieben wird. In einem solchen Fall kann es hilfreich sein den Kanal des 2,4 Ghz WLANs auf einen der niedrigen Kanäle einzustellen. Dies verringert die Störungen welche zwischen dem WLAN und dem Bluetooth auftreten können.

1Password unter Mac OS X auf OPVault umstellen

Der Passwortmanager 1Password nutzte in den letzten Jahren das AgileKeychain-Format zur Speicherung der Daten bei einer Sychronisierung über Dropbox. Das Problem an diesem Format ist das bestimmte Metadaten wie der Titel und URL im Klartext in diesem Format stehen. Allerdings gibt es bereits seit 2012 das OPVault-Format welcher ohne diese Schwäche auskommt. Möchte man das Format unter 1Password 5 für Mac OS X umstellen, so muss im ersten Schritt die Dropbox-Synchronisation deaktiviert werden und die Daten in der Dropbox gelöscht werden. Besitzt man die Appstore-Version von 1Passwort so gibt man im Terminal anschließend:

defaults write 2BUA8C4S2C.com.agilebits.onepassword-osx-helper useOPVaultFormatByDefault true

ein. Nutzt man hingegen die Version von der Webseite, so muss stattdessen:

defaults write 2BUA8C4S2C.com.agilebits.onepassword4-helper useOPVaultFormatByDefault true

eingegeben werden. Danach kann die Synchronisation wieder aktiviert werden. Sie erfolgt nun im OPVault-Format. In der nächsten stabilen Version von 1Passwort kann diese Aufgabe auch über das Menü (Help -> Tools -> Enable OPvault for Dropbox and Folder sync) erledigt werden.