maybe

Das Terminal ist geöffnet und ein Befehl wie:

rm -rf img*

soll abgesetzt werden. Nun stellt sich die Frage ob man diesen Befehl wirklich so ausführen möchte. Natürlich könnte es sein, das der Befehl zu weit greift, was dazu führt das man mehr löscht als einem lieb ist. Einen Ausweg aus dieser Misere bietet das in Python geschriebene Tool maybe. Installiert werden kann dieses auf der Konsole mittels:

pip install maybe

Führt man nun ein Skript mittels maybe aus:

maybe test.sh

so ermittelt maybe, welche Operationen das Skript vornehmen möchte und zeigt diese an. Nach einer Bestätigung kann der Befehl anschließend ausgeführt werden. Technisch funktioniert das ganze dabei indem der Prozess unter der Kontrolle von ptrace ausgeführt wird. Hierbei werden allerdings nur einige Systemaufrufe blockiert, so das man maybe nur mit Skripten nutzen sollte, welchen man vertraut. Der Quelltext von maybe ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Tool unter der GPL in Version 3 und damit freie Software.

Linux-Distribution auf der Kommandozeile ermitteln

Vor ein paar Tagen stand ich vor dem Problem, das ich ermitteln wollte welche Distribution auf einem Server lief. Die Kernelversion einer Linux-Distribution kann dabei einfach über:

uname -or

ermittelt werden. Als Ausgabe erhält man z.B.

3.10.0-229.el7.x86_64 GNU/Linux

Um die Distribution weiter einzugrenzen könnte man Dateien nutzen welche sich auf eine bestimmte Distribution beziehen – unter Ubuntu wäre dies die Datei lsb-release. Distributionsübergreifender funktioniert die Ermittlung derselben mit:

cat /etc/issue

Für ein Ubuntu 14.04 LTS würde die Ausgabe dabei so aussehen:

Ubuntu 14.04.03 LTS

Bei bestimmten Distribution kann es allerdings auch bei der issue-Datei passieren, das diese Datei leer ist und man somit tiefer graben muss um die Distribution zu ermitteln.

Alle .git Ordner rekursiv entfernen

Vor kurzem stand ich vor dem Problem, das ich eine Menge Git-Repositories auf der Festplatte hatte und diese um den .git Ordner bereinigen wollte. Unter Linux und Mac OS X kann man sich für diese Aufgabe mit der Kommandozeile behelfen. Dazu wechselt man in den entsprechenden Ordner und gibt im Terminal folgendes ein:

find . | grep .git | xargs rm -rf

Damit werden sämtliche .git Ordner rekursiv gesucht und gelöscht. Was übrig bleibt sind die aktuellen Arbeitskopien der jeweiligen Git-Repositores.

Firewall unter CentOS 7 deaktivieren

Möchte man die installierte Standard-Firewall unter Cent OS 7 deaktivieren, so muss man sich am Dienst firewalld zu schaffen machen. Dieser kann dabei mit dem Kommando:

systemctl stop firewalld

gestoppt werden. Anschließend kann der Dienst mittels:

systemctl disable firewalld

dauerhaft deaktiviert werden. Mit dem Kommando:

firewall-cmd --state

kann nun überprüft werden ob der Dienst wirklich deaktiviert wurde. Wenn dies der Fall zeigt das Kommando die Ausschrift not running an.

Konnektivität nach der Installation von CentOS 7 herstellen

Wenn man ein CentOS 7 in der Minimal-Installation installiert (und dabei nicht aufpasst), wird man nach der Installation feststellen das man über keine Konnektivität verfügt. Das ist bedingt dadurch das die entsprechende Netzwerkschnittstelle beim Booten nicht konfiguriert wird. Um die Schnittstelle zu konfigurieren, sollte im ersten Schritt in den entsprechenden Ordner gewechselt werden:

cd /etc/sysconfig/network-scripts/

In diesem Ordner befindet sich eine Datei ifcfg-eth0 (alternativ sind auch andere Schnittstellennamen wie ifcfg-enp0s3, em1 und ähnliche möglich). Die entsprechende Datei wird nun mittels vi geöffnet:

vi ifcfg-eth0

In dieser Datei gibt es eine Option mit dem Namen ONBOOT, deren Wert standardmäßig auf no gestellt ist. Dieser Wert muss in yes geändert werden und anschließend die Datei gespeichert werden (:w zum Speichern der Datei, :q um VIM zu schließen). Nach einem anschließenden Neustart, sollte die Netzwerkschnittstelle konfiguriert und funktionsfähig sein.