iOS 7 Aktivierungssperre deaktivieren

Ab iOS 7 gibt es die sogenannte Aktivierungssperre. Damit kann ein Gerät sollte es gestohlen werden oder verloren gehen, nicht einfach neu initialisiert werden. Dadurch werden Diebstähle solcher Geräte unattraktiver. Schwierig wird das ganze wenn man ein solches Gerät verkaufen möchte. In diesem Fall muss die Sperre wieder deaktiviert werden.

Die iOS 7 Einstellungen

Die iOS 7 Einstellungen

Dazu deaktiviert man in den Einstellungen unter „iCloud“ -> „Mein iPhone/iPad suchen“ den Schiebeschalter. Damit die Operation abgeschlossen werden kann, muss das Accountpasswort eingegeben werden. Anschließend sollte das iOS Gerät ebenfalls über die Einstellungen zurückgesetzt werden. Danach ist das iOS Gerät verkaufsfähig.

OTR unter iOS

Wie ich im letzten Artikel beschrieben hatte, funktioniert PGP unter iOS nur mit Komforteinbußen. Bei Messengern mit Off-the-Record Messaging sieht es unter iOS leider ähnlich aus. Die einzige App die solche Funktion bietet ist ChatSecure:

ChatSecure Messenger
Preis: Kostenlos+

Neben XMPP werden auch der Facebook Chat, Google Talk und OSCAR unterstützt. Problematisch an der App ist, das sie sich nach 10-Minuten Inaktivität wieder ausloggt, was andere Messenger-Apps besser gelöst haben. ChatSecure ist dabei freie Software (GPLv3), dessen Quelltext auf GitHub eingesehen werden kann. Die offizielle Seite der App ist unter https://chatsecure.org/ zu finden.

Verschlüsselte Mails unter iOS

Mails verschlüsselt mit GnuPG zu verschicken, ist unter den Desktop-Betriebssystemen, wie Windows, Linux oder Mac OS X kein Problem. Schwieriger wird es unter Mobilsystemen. Für Android gibt es da eine Reihe von Lösungen. Bei iOS sieht das Ganze ziemlich mau aus. Das offizielle Mailprogramm, verfügt leider über keine Möglichkeiten es über Schnittstellen zu erweitern. Als einzige brauchbare App für das Verschlüsseln von Mails ist iPGMail zu nennen.

iPGMail
Preis: 3,99 €

Mangels möglicher Integration in das Mailprogramm müssen die Texte mittels Copy & Paste zwischen den beiden Apps ausgetauscht werden. Das ist natürlich nicht bequem, so das zu hoffen steht, das es hier in Zukunft eine elegantere Methode gibt. Die offizielle Seite ist unter http://ipgmail.com/ zu finden.

Fingerabdruck gefällig?

Apples neuster „Geniestreich“ soll er sein – der Fingerabdruckscanner welcher sich unter dem Homebutton befindet. Sensibel ist es natürlich nicht, so etwas auf dem Gipfel eines Überwachungskandales noch nie gekannten Ausmaßes herauszubringen. Nun muss man Apple natürlich zu Gute halten, das der Einbau des Scanners sicherlich schon sehr lange geplant war und die Veröffentlichung nur zur falschen Zeit kam. Trotzdem vereint dieses System einige sehr unangenehme Eigenschaften welche es unbrauchbar machen.

Auch wenn Apple bei der Keynote versprochen hat, das der gespeicherte Fingerabdruck nur lokal auf dem Gerät gespeichert wird und niemals in die iCloud oder auf Apple Server (von anderen Servern war nicht die Rede) hochgeladen wird, muss das nicht heißen das niemand an diese Abdrücke herankommt. Gemäß der Maxime, wo ein Wille da auch ein Weg, wird es sicherlich eine Möglichkeit geben diese Daten auszulesen.

Die Codeeingabe ist sicherer als der Fingerabdruck

Die Codeeingabe ist sicherer als der Fingerabdruck

Es gibt im Moment zirka 700 Millionen iOS Nutzer. Wenn man davon ausgeht, das in relativ kurzer Zeit 50 Millionen Nutzer über ein iOS Gerät mit Fingerabdruckscanner verfügen, dann haben wir eine wunderschöne Datenbasis. Und große Datensammlungen wecken immer Begehrlichkeiten. Erst recht wenn es sich dabei um so sensitive Informationen wie den eigenen Fingerabdruck handelt.

Das nächste Problem bei einer Anmeldung mittels des Fingerabdruckes ist die Tatsache das sich ein solcher für eine sichere Authentifizierung nicht eignet. Im Gegensatz zu einem Schlüssel oder unserer PIN hinterlassen wir ständig und überall unsere Fingerabdrücke – auf Gläsern, Möbeln und auf dem iPhone selbst. Das entspricht dem Sicherheitsniveau eines Haustürschlüssels unter dem Türvorleger.

Die Wahrscheinlichkeit das jemand anders das iPhone mit seinem eigenen Finger entsperren kann, liegt im übrigen bei 1:50000 – das bedeutet, das einer von 50.000 Menschen auch an ihr iPhone kommt. Bis hierher ist das natürlich eine eher theoretische Bedrohung. Fingerabdrücke lassen sich allerdings relativ einfach kopieren, was drei Tage nach dem Erscheinens des iPhone 5S eindrucksvoll bewiesen wurde. Jan Krissler dachte sich für die Überwindung keine neuen Verfahren aus, sondern nutzte eine bekannte Methode und entsperrte das iPhone mit einem Kunstfinger. Die Lebenderkennung wurde dabei durch das Anhauchens des Kunstfinger überwunden.

Auch im Alltag behält der Scanner einige unangenehme Überraschungen bereit. So wurde das Handy des Abgeordneten Andreas Baum von einem Polizisten ohne dessen Einwilligung durchsucht. In seinem Fall hatte er keine Codesperre im Gerät, allerdings benötigt man kein Einverständnis mehr bei einem Zugang per Fingerabdruck. Während der Code für das eigene Telefon nicht herausgeben werden muss, kann ein Polizist bei einer solchen Durchsuchung, den Nutzer einfach dazu zwingen meinen Finger auf das Gerät zu legen. Mit ein bisschen Gewalt geht da einiges. Wer jetzt der Meinung ist das das nicht rechtens ist – auch die erkennungsdienstliche Behandlung (inklusive Fingerabdrücke) kann unter Zwang vorgenommen werden.

Das Fazit ist vernichtet. Die Fingerabdruckfunkion ist nicht nur untauglich, sondern gefährlich – da sie dem Nutzer einige essentielle Schutzmaßnahmen nimmt. Ein Passwort kann er für sich behalten, einen Fingerabdruck nicht. Ein Fall wird trotzdem nicht eintreten. Wer sich in den Authentifizierungsfinger schneidet, kann über die Notruffunktion immer noch Hilfe rufen, denn diese funktioniert ohne eine Sicherheitsabfrage. Es sollte auch das einzige sein, was bei einem Mobilgerät ohne Authentifikation über einen Sicherheitscode oder ein entsprechendes Muster funktioniert.

OpenVPN unter iOS nutzen

iOS bietet von Haus aus eine Reihe von Möglichkeiten für VPN Verbindungen. Leider sind Verbindungen per OpenVPN nicht darunter. Allerdings ist dies kein Beinbruch, da es eine entsprechende App im Appstore gibt. Die benötigten Dateien (Zertifikate und Konfiguration) sind dabei die selben wie bei der Mac OS X Nutzung. Nachdem die Dateien per iTunes über die Dateifreigabe importiert worden sind, können sie in der OpenVPN App importiert werden. Nachdem Import sieht man die Verbindung und den Schriftzug „Unconnected“. Mit einem Druck auf den Radiobutton wird eine Verbindung hergestellt.

Das VPN Logo in der oberen Leiste zeigt den Status an

Das VPN Logo in der oberen Leiste zeigt den Status an

An dieser Stelle fragt iOS ob man der Anwendung die Rechte zum Herstellen einer VPN Verbindung geben möchte. Dies sollte natürlich bejaht werden. Oben in der Menüleiste gibt es nun ein VPN Logo, welches einen darauf hinweist das die Verbindung steht und genutzt werden kann.