MakeHuman ist fertig

Wenn man eine Software mit einer Versionsnummer 1.0 sieht, klingt das meist nicht sonderlich ausgereift. Bei Open Source Software ist dies in vielen Fällen anders. Hier fangen viele Entwickler mit einer 0.1 Version oder ähnlichem an. Die Version 1.0 ist dann meist ein großer Sprung. So auch bei MakeHuman, das nun in der Version 1.0 erschienen ist.

Ein in MakeHuman erstelltes Modell

Ein in MakeHuman erstelltes Modell

Bei der Software handelt es sich um Werkzeug zum Erzeugen von menschlichen 3D-Modellen. Mit ihr ist es möglich sich in wenigen Minuten ein 3D-Modell eines Menschen zu erzeugen. Die damit erzeugten Modelle, können lizenzfrei genutzt werden. Die Software selbst ist unter der AGPL lizenziert. Bezogen werden kann MakeHuman unter makehuman.org.

Tofu im Unicode

Wenn ein Font ein Zeichen nicht unterstützt, erscheint meist ein leeres Quadrat, welches besagt das dieses Zeichen in der aktuellen Schriftart nicht verfügbar ist. Dieses nicht vorhandenen Zeichen nennt man dabei Tofu. Unter dem Namen Noto (was für No Tofu steht) wird eine Schriftart mit dem Ziel entwickelt das alle Unicode-Zeichen in dieser enthalten sein sollen.

Ein Font für alle Sprachen

Ein Font für alle Sprachen

Dabei sollen bereits bis Ende 2014 alle Zeichen vorhanden sein, welche in lebendigen Sprachen genutzt werden. Entwickelt wird Noto dabei vom Google Internationalization Team. Der Font kann auf der entsprechenden Projektseite bezogen werden. Lizenziert ist Notu unter der Apache Lizenz und somit freie Software.

2048

In den letzten Tagen findet man in den sozialen Medien oft einen Link zu einem Spiel namens 2048. Ziel des Spieles ist es dabei immer höhere Zweierpotenzen zu einer Kachel zusammenzuführen, bis man eine 2048er Kachel sein eigen nennt.

2048 in Aktion

2048 in Aktion

Spielen kann man das Spiel unter anderem unter gabrielecirulli.github.io/2048/. Das besondere an dieser Version ist das es sich dabei um freie Software handelt. Der Quelltext kann im entsprechenden Repository bezogen werden. Lizenziert ist das ganze dabei unter der MIT-Lizenz.

Proxyserver mit Authentifizierung aufsetzen

Für Ubuntu sind eine Reihe von Proxyservern verfügbar. Die meisten dieser Dienste sind relativ schwergewichtig, was sich unter anderem auf die Konfiguration auswirkt. Tinyproxy und Polipo dagegen gehören zu den leichtgewichtigeren Varianten. Tinyproxy scheidet allerdings aus, da er keine Authentifikation anbietet. Es existiert zwar ein entsprechender Bugreport, aber augenscheinlich wird dieser nicht bearbeitet. So bleibt nur noch Polipo. Um dieses einzurichten muss es im ersten Schritt installiert werden:

apt-get install polipo

Anschließend kann die Konfiguration bearbeitet werden

nano /etc/polipo/config

In diesem Fall soll ein Server konfiguriert werden welcher von außen mittels Authentifizierung erreichbar ist. Dazu müssen folgende Optionen aktiviert werden:

### Basic configuration
### *******************

proxyAddress = "::0"        # both IPv4 and IPv6

### Authentification
### *******************

authCredentials=seeseekey:geheim

Nachdem die Konfiguration geändert wurde muss der Dienst neugestartet werden:

service polipo restart

In den Proxyeinstellungen für die Clientseite muss der Server, Port, Nutzername und das Passwort angegeben werden. Polipo nutzt dabei standardmäßig den Port 8123. Bei der Authentifizierung sollte man beachten das diese unverschlüsselt erfolgt und somit nicht wirklich sicher ist.

Die Proxy-Einstellungen von FoxyProxy

Die Proxy-Einstellungen von FoxyProxy

Für den Firefox empfielt sich auf Clientseite das AddOn FoxyProxy, welcher die Proxy-Konfiguration von Firefox erheblich verbessert. Damit auch DNS-Anfragen beim Proxy aufgelöst werden, sollte unter „about:config“ die Option „Network.proxy.socks_remote_dns“ auf true gesetzt werden. FoxyProxy erledigt dies in der Standardeinstellung automatisch.

Weitere Informationen gibt es unter:
http://wiki.ubuntuusers.de/Polipo

Freies Disassemblier-Framework

Vor einiger Zeit spielte ich mit dem Gedanken einen Disassembler für Mac OS X zu programmieren. Allerdings wollte ich nicht alles neu erfinden und schaute mich deshalb nach einem passenden Framework um. Gefunden habe ich dabei Capstone.

capstone-engine.org

capstone-engine.org

Dabei handelt es sich um ein freies, unter einer BSD-Lizenz lizenziertes, Framework zur Disassemblierung. Über verschiedene Bindings kann das Framework aus den unterschiedlichsten Programmiersprachen angesprochen werden. So gibt es unter anderem Bindings für C#, Java, Ruby und Python. Das Framework selbst ist dabei in C geschrieben. Capstone unterstützt dabei eine Reihe von Prozessorarchitekturen wie X86, Sparc, MIPS und ARM. Bezogen werden kann Capstone unter capstone-engine.org.