Good bye, Diaspora

Diaspora das dezentrale Netzwerk, angetreten mit dem Ziel eine neue goldene Ära einzuleiten und es bis heute leider nicht geschafft hat. Nun gut vielleicht übertreibe ich etwas, aber es steckt doch etwas Wahrheit in diesen Worten. So ist Diaspora mit dem Versprechen angetreten ein dezentrales Netzwerk zu entwickelt. Dafür gibt es sogenannte Pods (Name eines Diaspora Instanz).

Und hier fängt das Problem an. Diaspora an sich ist Open Source, so das man ohne weiteres einen Pod aufsetzen kann. Das Problem an der Geschichte ist, das die Systemvoraussetzungen für einen solchen Pod doch ziemlich exotisch sind. Das ganze mal ebend auf einem 08/15 Webspace aufzusetzen ist gleich zum scheitern verurteilt. Und daran leidet auch die Dezentralität. So gibt es nur eine Hand voll Pods, welche auch eine gewisse Kontinuität bieten und nicht nach zwei Wochen verschwunden sind.

Das ist nur eines von vielen Problemen, so ist es z.B. im Moment nicht möglich sein Profil von einem zu einem anderen Pod umzuziehen. Und auch bei der Entwicklung scheint es wohl einige Animositäten zu geben. Das es besser geht zeigt z.B. das Projekt “ownCloud” deren Software ohne Probleme auf “normalem” Webspace läuft und so doch wesentlich dezentraler ist. Lange Rede, kurzer Sinn: Good bye, Diaspora.

Wer sein Konto auch löschen möchte kann dies unter https://joindiaspora.com/user/edit tun. Einen weiteren interessanten Artikel zu dem Thema gibt es auch bei Picomol.

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde es schade, dass hier durchaus sinnvolle Projekte auf Grund von ein paar Mängeln so scharf angegangen werden. D* ist nicht perfekt, na und? Wen interessierts? Zum löschen des Accounts aufzurufen hilft solchen Projekten, die wir tatsächlich brauchen nicht weiter. Wer etwas ändern will der soll sich beteiligen. Dafür ist es ja Open Source!

    • Selbstverständlich hat Diaspora nichts mit ownCloud zu tun 😉 Es ging um den Vergleich das ownCloud (als ein Projekt für dezentralen Dropboxersatz und mehr) gleich auf Komponenten gesetzt hat welche sehr stark verfügbar sind (wie z.B. PHP, MySQL). Die Abhängigkeiten von Diaspora sind dagegen etwas exotischer, was das Aufsetzen für Jedermann doch erschwert.

  2. Eine Alternative zu facebook in die Tonne treten und Freindica noch nicht einmal erwähnen? Oops … da war aber jemand schlecht drauf.

  3. Gibt es den zu Diaspora keinen Fork?
    Die Protokolle und API dürften ja das wertvollste am ganzen sein. Da könnte sich sogar Owncloud integrieren.

  4. Diaspora kann man nun mal überhaupt nicht mit owncloud vergleichen.
    Die Idee ist auch nicht, dass eine Person ein Pod hosted sodnern viel mehr, das ein Web of Trust sich zusammen ein Pod hostet oder ein Pod durch Spenden finanziert werden kann. Das ganze macht Frei und Unabhängig und man muss keinem Geldgeber Rede und Antwort stehen. Da ist dann aber jeder gefragt mit zu helfen.

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