Da ich einen eigenen Minecraft-Skin erstellen wollte, war ich auf der Suche nach einem passenden Editor. Dabei bin ich auf Blockbench gestoßen. Hierbei handelt es sich um einen Editor für Low-Poly-Modelle, also 3D-Modelle mit einer vergleichsweise geringen Anzahl an Polygonen. Neben der Modellierung bietet die Anwendung Werkzeuge zum Zeichnen von Texturen und zum Erstellen von Animationen.
Für Minecraft-Skins verfügt Blockbench über einen eigenen Bearbeitungsmodus. Unterstützt werden sowohl das klassische Spielermodell mit breiten Armen als auch die Variante mit schmalen Armen. Zwischen den beiden Varianten kann der Editor ebenfalls konvertieren. Praktisch ist hierbei, dass direkt auf dem dreidimensionalen Modell gezeichnet werden kann. Alternativ lässt sich die flache Textur in der 2D-Ansicht bearbeiten. So ist unmittelbar sichtbar, an welcher Stelle der Figur die einzelnen Pixel landen. Besonders bei Übergängen zwischen den Seiten eines Körpers erleichtert dies die Arbeit gegenüber der ausschließlichen Bearbeitung in einem gewöhnlichen Bildeditor.
Über die Skin-Bearbeitung hinaus können mit Blockbench unter anderem Modelle für die Java- und Bedrock-Edition von Minecraft erstellt werden. Auch allgemeine Low-Poly-Modelle lassen sich bearbeiten. Ein integrierter Animationseditor und ein Plugin-System ergänzen den Funktionsumfang. Die Anwendung steht für macOS, Linux und Windows zur Verfügung. Daneben existiert eine Web-Version, welche direkt im Browser genutzt werden kann.
Blockbench ist freie Software und unter der GPL in Version 3 lizenziert. Der Quellcode ist auf GitHub zu finden.
