Waipoua-Theme für den Podlove Publisher anpassen

Seit meinem letzten Wechsel des Designs auf seeseekey.net nutze ich eine stark modifizierte Version des Elmastudio-Themes Waipoua. Neben Anpassungen am Design wurden unter anderem die externen Einbindungen der Google Fonts deaktiviert. In den aktuellen Themes von Elmastudio werden diese leider immer noch extern eingebunden; was wohl auch auf absehbare Zeit so bleibt.

Leider hat das Waipoua-Theme einige Probleme mit dem Plugin Podlove Publisher. Der Podlove Publisher ist ein Plugin, welches einen Workflow für Podcasts, vom Anbieten bis zum Abonnieren bereitstellt.

Podlove Podcast Publisher
Preis: Kostenlos

Das erste Problem mit dem Podlove Publisher im Zusammenhang mit dem Waipoua-Theme ist die Anzeige der von Beiträgen mit dem Post Type podcast auf der Startseite. In den Experteneinstellungen des Podlove Publishers ist dies die Einstellung Blog und Podcast kombinieren. Damit dies mit dem Waipoua-Theme funktioniert muss die Datei index.php des Themes angepasst werden. Dort findet sich folgende Quelltextblock:

<?php /* Start the Loop */ ?>
<?php global $query_string;
query_posts( $query_string . '&ignore_sticky_posts=1' ); ?>

  <?php while ( have_posts() ) : the_post(); ?>

    <?php get_template_part( 'content', get_post_format() ); ?>

  <?php endwhile; // end of the loop. ?>

<?php wp_reset_query(); // reset the query ?>

An dieser Stelle werden sämtliche Manipulationen der Abfrage entfernt. Anschließend sollte der Code so aussehen:

<?php /* Start the Loop */ ?>

  <?php while ( have_posts() ) : the_post(); ?>

    <?php get_template_part( 'content', get_post_format() ); ?>

  <?php endwhile; // end of the loop. ?>

Nach dieser Modifikation tauchen die Beiträge mit dem Post Type podcast in der Beitragsliste im Startmenü auf. Das nächste Problem betrifft die Darstellung der Beiträge mit dem Post Type podcast, sobald diese einzeln angezeigt werden. Hierbei wird das Design zerschossen, da der Beitrag in voller Breite angezeigt wird. Eine Sidebar würde in diesem Szenario nach unten rutschen.

Nach dem Fix funktionieren die Einzelseiten mit dem Post Type podcast

Um dies zu verhindern muss die Datei header.php angepasst werden. Dort findet sich nach dem schließenden head-Tag die Zeile:

<body <?php body_class(); ?>>

Diese Zeile wird entfernt und stattdessen durch folgenden Quellcode ersetzt:

// Fix problem with single posts (post type: podcast)
$body_class = get_body_class();

// single-podcast exists in body class, replace
if (in_array("single-podcast", $body_class)) {

  echo "<body class=\"";

  foreach($body_class as $body_class_value) {
    if ($body_class_value == "single-podcast") {
      $body_class_value = "single-post";
    }

    echo $body_class_value . " ";
  }
  
  echo "\" >";
}
else {
?>
  <body <?php body_class(); ?>>
<?php
}
?>

Der Quellcode sorgt dafür das die Klasse single-podcast in single-post umbenannt wird. Damit greift das CSS für gewöhnliche Beiträge und die Darstellung der Podcast-Seiten funktioniert ohne Probleme. Als letzten Schritt habe ich die archive.php angepasst. In der Datei wurde der komplette header-Block entfernt. Diese Anpassung ist im Gegensatz zu den anderen Anpassungen Geschmackssache. Sie sorgt dafür das keinerlei Archivtexte mehr auftauchen.

Rollback-Plugin für WordPress

Neben meinen eigentlichen WordPress-Instanzen betreibe ich einige Entwickler-Instanzen. Dort habe ich ab und an das Problem, das ich bestimmte Plugins in einer älteren Version nutzen möchte. Natürlich kann man nun für jeden Fall die gewünschte Version herunterladen und manuell installieren.

Über WP Rollback können Plugins auf beliebige Versionen zurückgerollt werden

Einfacher geht dies mit dem WordPress-Plugin WP Rollback. Das Plugin ermöglicht es über die administrative Oberfläche von WordPress beliebige Plugins auf beliebige Versionen zurückzusetzen. Dazu muss nur das passende Plugin und die gewünschte Version ausgewählt werden und anschließend wird der Rollback durchgeführt.

WP Rollback
Preis: Kostenlos

Der Quelltext des Plugins ist auf GitHub zu finden. Lizenziert ist das Plugin unter der GPL in Version 2 und damit freie Software.

Live-Ticker für WordPress

Wenn man einen Beitrag in WordPress verfassen möchte, so schreibt man ihn, ließt ihn Korrektur und anschließend veröffentlicht oder plant ihn zur Veröffentlichung ein. Anders sieht das für den Fall aus wenn man live von einem Ereignis berichten möchte. Natürlich könnte man ein Beitrag nach dem anderen schreiben oder aber einen bestehenden Beitrag immer wieder aktualisieren – auf Dauer ist dies allerdings keine vernünftige Herangehensweise.

Liveblog
Preis: Kostenlos

Sinnvoller ist es stattdessen ein spezielles Plugin dafür zu nutzen. Mit dem Plugin Liveblog ist es möglich in schneller Folge über ein Ereignis zu berichten. Dabei erscheint im entsprechenden Artikel ein Interface im Frontend. Mit diesem können in schneller Folge kleinere Beiträge geschrieben werden. Diese sind für die Leser augenblicklich sichtbar. Neben den Vorteilen, hat das Plugin leider auch den Nachteil, das die Liveblogs verschwinden sobald man das Plugin deinstalliert.

Der Live-Ticker in Aktion

Das Projekt wird von der Firma hinter WordPress, Automattic, betreut. Der Quelltext kann über GitHub bezogen werden. Er ist unter der GPL2 lizenziert und damit freie Software.

Gutenberg; ungeeignet zum Schreiben?

Der neue Editor für WordPress wird Gutenberg heißen. Für Blogger die einen Text schreiben möchten und eventuell noch ein Bild einfügen möchten ist er, aus meiner Sicht gesehen, unbrauchbar.

Der Gutenberg-Editor in seiner aktuellen Plugin-Version

Veröffentlicht werden soll Gutenberg offiziell mit WordPress 5.0. Diese Version wird zirka April 2018 erscheinen. Zur Zeit kann der Editor als Plugin installiert und getestet werden.

Gutenberg
Preis: Kostenlos

Während Markdown seinen Siegeszug angetreten hat und dafür sorgt das wir ablenkungsfrei schreiben können, baut Automatic einen Editor der den Pagebuildern aller Wix und Konsorten entgegen kommt. Alles in Gutenberg ist ein Block. Es gibt Textblöcke, Bildblöcke, Videoblöcke, Listenblöcke und so weiter. Für denjenigen der täglich versucht ablenkungsfrei Text zu produzieren, ist das Ding in seiner jetzigen Form unbrauchbar. Ich möchte keine Blöcke und hunderte Möglichkeiten meine Seite zu gestalten, ich möchte ein großes weißes Blatt Papier und dieses mit meinem Text füllen. Man vernichtet mit Gutenberg praktisch die Trennung zwischen Design und Inhalt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=Xcxtno1bdg0

Ja WordPress ist mittlerweile ein vollwertiges CMS. Aber die Entwickler sollten die Ursprünge als Werkzeug für Blogger und Autoren nicht vergessen. Wenn man sich denn Quelltext der Blöcke anschaut, wird einem als Markdown-Fan leicht übel:

<!-- wp:core/paragraph -->
<p>Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur, ...</p>
<!-- /wp:core/paragraph -->

<!-- wp:core/video -->
<figure class="wp-block-video"><video controls="" src="https://www.youtube.com/watch?v=Xcxtno1bdg0"></video>
<figcaption>Testvideo</figcaption>
</figure>
<!-- /wp:core/video -->

<!-- wp:core/paragraph -->
<p>Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur, ...<br/></p>
<!-- /wp:core/paragraph -->

<!-- wp:core/list -->
<ul>
<li>Lorem </li>
<li>Ipsum</li>
<li>sit </li>
<li>dolor </li>
<li>amet</li>
</ul>
<!-- /wp:core/list -->

Die Bewertungen des Gutenberg-Plugins reichen von Begeisterung bis hin zu strikter Ablehnung. Ich kann durchaus beide Seiten verstehen. Auf der einen Seite ist es ein einfacher und visueller Editor mit welchem die Textentwürfe umgesetzt werden können. Natürlich kann man nun schöne Beiträge bauen. Das ist allerdings aus meiner Sicht ein Problem. Viele Autoren und Blogger möchten keine Beiträge bauen, sondern Texte schreiben. Buchstabe für Buchstabe, Wort für Wort, Satz für Satz. Stattdessen darf ich mich bei Gutenberg mit den Blöcken herumschlagen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass es, wie schon jetzt, eine Möglichkeit geben wird direkt einen Text zu schreiben. Interessant zu der Thematik ist eine entsprechende Diskussion auf der Review-Seite. In der FAQ wird eine solche Möglichkeit angesprochen:

We are looking at ways to make Gutenberg configurable for many use cases, including disabling different aspects (like blocks, panels, etc.). There is also be a “Classic” block, which is virtually the same as the current editor, except in block form. There’s also likely to be a very popular plugin in the repository to replace Gutenberg with the classic editor.

Auch den klassischen Editor, gibt es mittlerweile in Form eines Plugins:

Classic Editor
Preis: Kostenlos

Es wird spannend zu sehen in welche Richtung Automattic mit seinem Page-Builder-Ansatz steuert und wie die Community darauf reagieren wird. Wie man den Bewertungen des Gutenberg-Editors entnehmen kann, ist sie im Moment gespalten.

WordPress-Plugin für die Nutzung von VG Wort Zählmarken

Möchte man Meldungen zu Zugriffszahlen an die VG Wort übermitteln, so muss man sogenannte Zählmarken einbinden. Diese werden beim Texte Online Melden-Portal der VG Wort heruntergeladen. Anschließend müssen diese in die jeweiligen Artikel eingebaut werden. Damit wäre eine Menge Handarbeit nötig. Einfach funktioniert das ganze mit dem WordPress-Plugin Prosodia VGW OS für Zählmarken (VG WORT).

Das Plugin stellt eine Infrastruktur bereit, in welche man die bezogenen Zählmarken importieren kann. Nachdem die Einstellungen gesetzt sind, können die Artikel geschrieben werden und mit den Zählmarken versehen werden. Das Plugin blendet dazu ein Widget im Artikel-Editor ein. In diesem zählt das Plugin die Zeichenanzahl, so dass man ein Gefühl dafür bekommt, ab wann die Zählmarke gesetzt werden kann.

Am Artikel kann die Zählmarke zugewiesen werden

Entwickelt wird das Plugin vom Prosodia-Verlag. Eine ausführliche Anleitung zum Plugin gibt es auf der offiziellen Seite des Plugins. Der Quelltext ist unter der GPL2 lizenziert und damit freie Software. Zu finden ist der Quelltext unter anderem auf GitHub.