Themes für Visual Studio Code an Systemvorgabe anpassen

Mittlerweile unterstützen viele Betriebssysteme einen Dark-Modus, in welchem das System ein dunkles Theme wählt, mit welchem der Nutzer in den dunklen Stunden nicht geblendet werden soll. Auch die automatische Umstellung, je nach Tageszeit, ist in den meisten Betriebssystemen, wie z.B. macOS einstellbar. Die entsprechenden Apps können dann auf diese Systemvorgabe reagieren. Der freie Codeeditor Visual Studio Code, ist standardmäßig mit einem dunklen Theme konfiguriert.

Die entsprechende Einstellung im Editor

Allerdings unterstützt Visual Studio Code auch die automatische Auswahl des Themes auf Basis der Systemvorgabe. Dazu muss in den Einstellungen nach dem Wert:

window.autoDetectColorScheme

gesucht werden und dieser gesetzt werden. Anschließend wählt Visual Studio Code das passende helle oder dunkle Theme anhand der Systemvorgabe. Wem die Standardthemes nicht zusagen, der kann über die Parameter workbench.preferredLightColorTheme und workbench.preferredDarkColorTheme in den Einstellungen die entsprechenden Themes setzen.

Software unter Windows über die Kommandozeile installieren

Linux hat seinen Paketmanager, macOS hat Homebrew – unter Windows sieht es etwas mau aus, was die Installation von Applikationen auf der Kommandozeile angeht. Mittels des Werkzeuges Scoop kann dies allerdings geändert werden. Nach der einmaligen Installation von Scoop können über dieses Werkzeug Applikationen über die Kommandozeile installiert werden:

scoop install curl

Die Applikationen werden im Benutzerverzeichnis des angemeldeten Nutzers installiert, sodass keine administrative Berechtigungen für die Installationen benötigt werden.

scoop.sh

Die offizielle Seite des Projektes ist unter scoop.sh zu finden. Der Quelltext von Scoop ist auf GitHub zu finden und Freie Software. Er ist unter der The Unlicense-Lizenz lizenziert.

AnyDesk als TeamViewer-Alternative

Die Weihnachtszeit ist ja bekanntlich die Zeit im Jahr, in welcher die Eltern besucht werden und die IT wieder auf Vordermann gebracht wird. Für die schnelle Hilfe zwischendurch gibt es allerdings auch andere Lösungen. Früher habe ich dafür immer gerne TeamViewer genutzt, allerdings ist die Software mit der Zeit nicht unbedingt besser geworden und vor allem unter Linux fühlte sich das Ganze ziemlich unschön an. Auf der Suche nach Alternativen bin ich schlussendlich bei AnyDesk gelandet.

AnyDesk unter macOS

Die Firma hinter AnyDesk, die AnyDesk Software GmbH aus Stuttgart, wurde 2014 von einigen ehemaligen TeamViewer-Mitarbeitern gegründet. Für den persönlichen Gebrauch ist AnyDesk kostenfrei, sodass der Anwendungsfall für gelegentliche Hilfe unter Freunden und Verwandten problemlos abgedeckt werden kann. Die Software läuft nativ unter Linux, macOS, Windows, iOS und Android. Damit steht einem betriebssystemübergreifenden Support nichts im Weg steht. AnyDesk kann über die offizielle Webseite unter anydesk.com bezogen werden.

Foundry VTT unter Ubuntu als Service installieren

Bei Foundry VTT handelt es sich um eine Virtual Tabletop-Plattform, welche selbst gehostet werden kann. Daneben existieren Versionen für macOS und Windows. Soll Foundry VTT unter Ubuntu gehostet werden, muss im ersten Schritt Node.js installiert werden:

apt install -y libssl-dev
curl -sL https://deb.nodesource.com/setup_14.x | bash -
apt install -y nodejs

Anschließend kann ein Nutzer für Foundry VTT angelegt werden und in diesen gewechselt werden:

adduser --disabled-login --gecos "" foundryvtt
su - foundryvtt
mkdir foundry

Nachdem das aktuelle Release von Foundry VTT heruntergeladen wurde, sollte dieses im Ordner foundry entpackt werden:

cd foundry
unzip foundryvtt.zip
rm foundryvtt.zip

Anschließend wird der Kontext des Nutzers foundryvtt verlassen und eine neue Service-Unit für systemd angelegt:

exit
nano /etc/systemd/system/foundryvtt.service

Diese wird mit folgendem Inhalt befüllt:

[Unit]
Description=Foundry VTT
After=syslog.target
After=network.target

[Service]
Type=simple
User=foundryvtt
Group=foundryvtt
ExecStart=/usr/bin/node /home/foundryvtt/foundry/resources/app/main.js --dataPath=/home/foundryvtt/foundrydata
Restart=always

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Nachdem die Datei angelegt wurde, kann der Service aktiviert und gestartet werden:

systemctl enable foundryvtt
systemctl start foundryvtt

Lokal ist der Service nun per HTTP unter dem Port 30000 erreichbar. Damit der Service auch von außen erreichbar ist, kann Nginx als Reverse Proxy konfiguriert werden. Dazu muss die entsprechende Konfiguration hinterlegt werden:

server {
    listen 443 ssl;
    listen [::]:443 ssl;

    ssl_certificate        /etc/letsencrypt/live/example.org/fullchain.pem;
    ssl_certificate_key    /etc/letsencrypt/live/example.org/privkey.pem;

    server_name example.org;

    client_max_body_size 512m;

    location / {

        # Set proxy headers
        proxy_set_header Host $host;
        proxy_set_header X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
        proxy_set_header X-Forwarded-Proto $scheme;

        # These are important to support WebSockets
        proxy_set_header Upgrade $http_upgrade;
        proxy_set_header Connection "Upgrade";

        # Make sure to set your Foundry VTT port number
        proxy_pass http://localhost:30000;
    }
}

Damit steht Foundry VTT auch von außen unter der entsprechenden Domain zur Verfügung und kann benutzt werden.

Zeilenendung bestimmer Dateitypen korrigieren

Wer die Zeilenenden einer Datei von Windows-Zeilenenden zu Unix-Zeilenenden korrigieren möchte, der kann, neben einem Editor, hierfür auch das Kommandozeilenwerkzeug dos2unix benutzen. Sollen mehrere Dateien eines Ordners umgewandelt werden, kann das ganze mit dem Befehl find kombiniert werden:

find . -name '*.groovy' -type f -print0 | xargs -0 dos2unix

Über die Filterfunktion des Befehls find, werden in diesem Fall nur Dateien mit der Endung groovy gefunden und anschließend die entsprechenden Zeilenendungen umgewandelt.