Einfacher HTTP-Server unter Python 3

Wer auf die Schnelle eine Webserver benötigt, kann hierfür unter anderem Python nutzen. Dazu muss aus der Python 3-Installation das entsprechende Modul gestartet werden:

python -m http.server

Damit wird ein lokaler HTTP-Server gestartet, welcher auf dem Port 8000 horcht. Soll stattdessen ein anderer Port genutzt werden, so kann der gewünschte Port einfach am Ende angehangen werden:

python -m http.server 7000

In diesem Fall würde der Server auf dem Port 7000 erreichbar sein. Natürlich sollte diese schnelle Lösung nicht für den produktiven Betrieb genutzt werden.

Selfhosting komplett überarbeitet

In den letzten Monaten überarbeitete ich mein Buch Selfhosting: Server aufsetzen und betreiben. Wie der Name es andeutet, handelt das Buch vom Betrieb eines eigenen Servers. Im Grunde geht es darum einen Server und seine Dienste aufzusetzen und zu betreiben. Als Betriebssystem wird Ubuntu 18.04 LTS genutzt. Die erste Version erschien im Juli 2015, was mittlerweile knapp vier Jahre her ist. Unter anderem deswegen wurde das Buch komplett überarbeitet.

Der Umfang des Buches hat um 65 Prozent, gegenüber der ersten Version zugenommen. Neben der kompletten Umstellung auf Ubuntu 18.04 LTS wurden viele weitere Themen in das Buch aufgenommen, so wird nun detailliert auf die Erzeugung von Zertifikaten mittels Let’s Encrypt eingegangen, es wird die Aktualisierung des Servers oder die Nutzung von MariaDB genauer beleuchtet und es wurde auf viele weitere Themen genauer und umfangreicher eingegangen.

Die neue Version von Selfhosting ist nun verfügbar

Nach einer kurzen Einleitung behandelt das Buch die Beschaffung eines Servers, die anschließende Installation und Grundeinrichtung. Dazwischen werden benötigte Linux-Grundlagen vermittelt. Nach der Grundeinrichtung werden speziellere Setups, wie Virtualisierung mittels KVM und verschlüsselte Server, beschrieben. Anschließend geht es an die Einrichtung unterschiedlichster Servertypen, wie Mail-, Game- oder Webserver. Neben diesen werden weitere Dienste wie Git und XMPP besprochen. In den weiteren Abschnitten des Buches wird auf Themen wie das Backup von Servern, der Sicherheit, Wartung und Verwaltung derselben eingegangen.

Erhältlich ist das Buch unter anderem bei Amazon, Beam, Google Play, eBook.de und iTunes. Bei den meisten Anbietern, wird das Buch, wenn es bereits gekauft wurde, automatisch aktualisiert. Weitere Informationen über das Buch befinden sich auf der entsprechenden Seite.

gzip-Komprimierung unter Nginx aktivieren

Bei der Auslieferung einer Webseite, kann der Datenstrom mittels gzip komprimiert werden. Im Endeffekt kommt die Komprimierung der Performanz einer Webseite zu Gute, da weniger Daten ausgeliefert werden müssen. Um die gzip-Komprimierung unter Nginx zu aktivieren, muss die entsprechende Konfigurationsdatei bearbeitet werden:

nano /etc/nginx/nginx.conf

In dieser Konfigurationsdatei findet sich folgender Block:

gzip on;

#gzip_vary on;
#gzip_proxied any;
#gzip_comp_level 6;
#gzip_buffers 16 8k;
#gzip_http_version 1.1;
#gzip_types text/plain text/css application/json application/javascript text/xml application/xml application/xml+rss text/javascript;

Nachdem die auskommentierten Werte wieder einkommentiert wurden, kann Nginx neu gestartet werden:

service nginx restart

Anschließend ist die Komprimierung mittels gzip aktiv.

Zugriff auf MAMP-Logs

MAMP (Mac, Apache, MySQL und PHP) ist ein Paket zum lokalen Betrieb eines Webservers für Test- und Entwicklungszwecke. Neben der ursprünglichen Version für macOS, existiert mittlerweile auch eine Version für Windows. Bei der Entwicklung von Software z.B. einer PHP-Anwendung ist es hilfreich die Logs der einzelnen Bestandteile von MAMP nutzen zu können. Unter macOS befinden sich die Logs in dem Ordner:

/Applications/MAMP/logs/

In diesem Ordner sind eine Reihe von Dateien zu finden. Die einzelnen Logdateien tragen folgende Dateinamen:

/Applications/MAMP/logs/apache_error.log 
/Applications/MAMP/logs/mysql_error_log.err
/Applications/MAMP/logs/nginx_access.log 
/Applications/MAMP/logs/nginx_error.log 
/Applications/MAMP/logs/php_error.log

Die Nginx-Log-Dateien tauchen nur auf, wenn Nginx als Webserver in den Einstellungen von MAMP verwendet wurde. In der Windows-Version befinden sich die Log-Dateien ebenfalls im log-Ordner, welcher sich wiederum im MAMP-Installationsordner befindet.

REST-APIs unter Apache und Nginx betreiben

Eine der wesentlichen Eigenschaften von REST-APIs bzw. RESTful-Webservices ist ihre Adressierbarkeit von Ressourcen. Wenn ich z.B. über eine API verfüge, welche mir Namen generiert, so kann es in dieser API unterschiedliche Ressourcen geben:

GET https://api.example.com/name/german/
GET https://api.example.com/name/polish/

Rufe ich nun eine der beiden Ressourcen mit dem HTTP-Verb GET auf so erhalte ich entweder einen deutschen oder einen polnischen Namen von dieser Beispiel-API. Für den Webserver ergibt sich allerdings das Problem, das der Ordner name und die entsprechenden Unterordner nicht existieren. Das einzige was in diesem Beispiel existiert ist eine index.php-Datei, welche unter der URL:

https://api.example.com/index.php

zu finden ist. Damit die REST-API ordnungsgemäß funktioniert, müssen die entsprechenden Aufrufe zur index.php-Datei umgebogen werden. Bei dem Webserver Apache kann dies über eine .htaccess-Datei mit folgendem Inhalt erledigt werden:

<IfModule mod_rewrite.c>
    RewriteEngine On
    RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
    RewriteRule ^(.*)$ index.php?_url=/$1 [QSA,L]
</IfModule>

Diese Datei sollte dabei im gleichen Verzeichnis wie die Datei index.php liegen. Bei Nginx muss stattdessen die Konfiguration der Domain bzw. der Seite angepasst werden. Diese Konfigurationen sind unter /etc/nginx/sites-available/ zu finden. Dort muss folgende Konfiguration hinzugefügt werden:

try_files $uri $uri/ @rewrite;

location @rewrite {
	   rewrite ^/(.*)$ /index.php?_url=/$1;
}

Hinterlegt werden muss die Konfiguration in einem server-Block derselben. In diesem Fall würde die URL bzw. der Aufruf:

GET https://api.example.com/name/german/

intern in die URL:

https://api.example.com/index.php?_url=name/german/

umgeschrieben und vom Webserver geladen. Dadurch landen die Aufrufe wieder bei der Datei index.php und können verarbeitet werden.