RAID-Synchronisation unter Ubuntu beschleunigen

Wenn ein Ubuntu-Server mit einem Software-RAID betrieben wird, so kann der Status des RAIDs über den Befehl:

cat /proc/mdstat

eingesehen werden. Eine entsprechende Ausgabe könnte dann wie folgt aussehen:

Personalities : [raid1] [linear] [multipath] [raid0] [raid6] [raid5] [raid4] [raid10] 
md1 : active raid1 sda2[0] sdb2[1]
      11714556864 blocks super 1.2 [2/2] [UU]
      bitmap: 6/88 pages [24KB], 65536KB chunk

md0 : active raid1 sda1[0] sdb1[1]
      4189184 blocks super 1.2 [2/2] [UU]
      
unused devices: <none>

Wird ein RAID neu aufgebaut bzw. synchronisiert sieht die Ausgabe etwas ausführlicher aus:

Personalities : [raid1] [linear] [multipath] [raid0] [raid6] [raid5] [raid4] [raid10] 
md1 : active raid1 sda2[0] sdb2[1]
      11714556864 blocks super 1.2 [2/2] [UU]
      [==================>..]  resync = 94.6% (11088768000/11714556864) finish=153.3min speed=67991K/sec
      bitmap: 12/88 pages [48KB], 65536KB chunk

md0 : active raid1 sda1[0] sdb1[1]
      4189184 blocks super 1.2 [2/2] [UU]
      
unused devices: <none>

Die Synchronisation kann unter anderem über die Variable speed_limit_max gesteuert werden. Der Standardwert für dieses Limit liegt bei 200000. Wird dieser Wert höher gesetzt:

echo 1250000 > /proc/sys/dev/raid/speed_limit_max

kann die Synchronisation mehr Ressourcen nutzen und läuft somit schneller. Das bedeutet natürlich auch, dass das System im Allgemeinen stärker ausgelastet wird. Nach einem Neustart wird der geänderte Wert wieder auf seinen ursprünglichen Wert gesetzt.

Fehlermeldung im Thunderbird in Verbindung mit externen Kalendern

Ich nutze für die Synchronisation meiner Kalender über unterschiedliche Geräte Nextcloud. Unter Thunderbird habe ich entsprechend die Kalender als entfernte Kalender eingerichtet. Allerdings taucht ab und an folgende Fehlermeldung auf:

Dieser Eintrag wurde kürzlich auf dem Server geändert. Das Übertragen der Änderungen wird die Änderungen, die auf dem Server gemacht wurden, überschreiben.

Im Rahmen dieser Fehlermeldung erhält der Nutzer die Möglichkeit die Änderung zu verwerfen und neu zu laden oder die Änderung trotzdem zu übertragen. Da diese Meldung auf Dauer doch recht lästig war; suchte ich nach einem Weg diese zu deaktivieren. Die Lösung fand sich in den Einstellungen des jeweiligen Kalenders.

In den Einstellungen zum jeweiligen Kalender findet sich die Lösung

Dort findet sich eine Einstellung mit dem Namen Offline-Unterstützung. Wird diese Einstellung deaktiviert, gehören die entsprechenden Meldungen der Vergangenheit an.

Ulysses und Probleme mit der Synchronisation unter iOS

Das Schreibprogramm Ulysses erschien vor einigen Wochen in der Version 18. Neben der macOS-Version erschien zeitgleich die entsprechende iOS-Version. Die beiden Versionen können über iCloud oder per Dropbox synchronisiert werden.

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Bei der Dropbox-Variante wurden bis zur Version 18 ausschließlich Markdown-Dateien synchronisiert, welche allerdings nicht alle Features von Ulysses abdecken. Mit der neuen Version können nun auch die internen von Ulysses genutzten Dateien zur Synchronisierung genutzt werden.

Im ersten Schritt müssen die Einstellungen für den Ordner geöffnet werden

Allerdings werden, nachdem der Ordner aus der Dropbox unter iOS hinzugefügt wurde, nur die Ordner und nicht die Texte synchronisiert. Verantwortlich hierfür ist ein Bug, welcher in einer der nächsten Versionen behoben werden soll. Zum Glück kann sich mit einem Workaround beholfen werden.

Anschließend kann auf das interne Format umgestellt werden

Dazu müssen die Einstellungen des Dropbox-Ordners unter iOS geöffnet werden. Anschließend sollte dort das Feld Markdowndateien lesen und schreiben deaktiviert werden. Danach beginnt die Synchronisierung der internen Ulysses-Dateien. Der Fortschritt lässt sich am besten über das Statistikfenster beobachten. Manchmal scheint die Synchronisation erst zu starten, wenn ein Ordner geöffnet wurde, in welchem das Cloud-Symbol angezeigt wird.

Was leider auch mit der neuen Ulysses-Version immer noch nicht funktioniert, ist die Einbindung über WebDAV, sodass der Nutzer im Moment immer noch gezwungen ist fremde Cloud-Dienste zu nutzen. Eine Anbindung an eine eigene Nextcloud-Instanz (über WebDAV) ist somit immer noch Zukunftsmusik und wird vom Ulysses-Team gefühlt sehr stiefmütterlich behandelt. Stattdessen wird der Nutzer immer wieder auf unbestimmte Zeit vertröstet. Bei einer Software die vom Nutzer abonniert werden muss und somit dauerhaft zur Finanzierung der Firma beiträgt, darf der Nutzer erwarten, dass solche Anwendungsszenarien Beachtung finden.

Probleme mit der Synchronisation unter Enpass 6

Vor knapp einem halben Jahr bin ich vom Passwort-Manager 1Passwort in Richtung Enpass umgestiegen. Vor ein paar Tagen ist die neue Version Enpass 6 erschienen, welche eine neue Oberfläche, die Unterstützung für mehrere Tresore und einige andere Dinge mitbringt. Bedingt durch die Änderungen funktioniert die Synchronisation leider nicht mehr; so das diese neu konfiguriert werden muss.

Einige Neuerungen führen zu Problemen bei der Synchronisation

Hintergrund hierfür ist das Zurücksetzen der Einstellungen nach dem Upgrade auf Enpass 6. Unter Enpass nutzte ich WebDAV (in diesem Fall eine Nextcloud-Instanz) zur Synchronisation mit einer URL nach dem Schema:

https://example.com/remote.php/webdav/Apps/Enpass

Wird die bestehende URL genutzt führt dies zu einem Fehler in der Synchronisation. Bedingt ist durch die Änderung des Formates, welches von Enpass im WebDAV-Ordner abgelegt wird. Dieser muss vor einer erneuten Synchronisation gelöscht werden. Daneben muss die URL angepasst werden:

https://example.com/remote.php/webdav/Apps

Der Ordner Enpass muss nicht mehr explizit angegeben werden, da dieser unter Enpass 6 automatisch angelegt wird. Mit diesen Änderungen synchronisiert Enpass wieder ohne Probleme mit einem WebDAV-Ziel.

Freier Bildbetrachter für Windows (und andere Systeme)

Der integrierte Bildbetrachter unter Windows 10 ist nicht das Gelbe vom Ei; so dass ich mich nach einer Alternative umgeschaut habe. Schlussendlich gelandet bin ich beim freien Bildbetrachter Nomacs. Nomacs unterstützt gängige Dateiformate wie PNG, JPEG, TIFF, BMP und viele andere Formate. Neben den Funktionen zur Bildbetrachtung, verfügt Nomacs über einige Funktionalität zur Bildbearbeitung. Diese umfasst unter anderem das Beschneiden von Bildern sowie die Fähigkeit die Größe von Bildern anzupassen oder Bilder zu rotieren. Die meisten alltäglichen Aufgaben, im Zusammenhang mit Bildern, sollten sich mittels Nomacs problemlos erledigen lassen. Eine etwas ungewöhnlichere Funktionalität von Nomacs ist die Synchronisation mehrerer Instanzen des Bildbetrachters.

Nomacs in Aktion

Neben der Windows-Version ist Nomacs für unterschiedliche Linux-Distributionen (z.B. Debian, Arch Linux oder Fedora), macOS und sogar OS2 erhältlich. Lizenziert ist der Quelltext unter der GPL in Version 2; bezogen werden kann er über GitHub. Die Webseite des Projektes ist auf nomacs.org zu finden.