FRITZ!Box auf Werkszustand zurücksetzen

Wenn eine FRITZ!Box auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden soll, so funktioniert dies über unterschiedliche Wege. So kann ein spezieller Code über ein angeschlossenes Telefon (sehr anachronistisch) eingegeben werden oder die FRITZ!Box über die Weboberfläche zurückgesetzt werden. Daneben gibt es noch eine Notfall-IP mit der die Weboberfläche unter Umständen auch dann noch erreicht werden kann, wenn die FRITZ!Box kaputt konfiguriert wurde. Hilft dies alles nichts mehr, gibt es noch das Wiederherstellungsprogramm vom Hersteller AVM.

Das Wiederherstellungsprogramm für die FRITZ!Box

Diese kann unter ftp.avm.de/fritzbox/ bezogen werden. Wichtig ist hierbei, dass das entsprechende Wiederherstellungsprogramm für das eigene Modell gewählt wird. Das Tool selbst ist leider nur unter Windows lauffähig. Hier sollten sämtliche Netzwerkverbindung wie WLAN deaktiviert werden, in dem Sinne das die Verbindung zu bestehenden WLAN-Verbindungen getrennt wird, und das Tool anschließend mit administrativen Rechten gestartet werden. Anschließend führt ein der Assistent durch den Vorgang und teilt einem mit wann die FRITZ!Box angeschlossen werden muss. Ist die Suche nach der FRITZ!Box innerhalb des Vorganges erfolgreich, wird die entsprechende Firmware neu auf das Gerät geflasht. Damit ist die FRITZ!Box auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt.

Stadia-Controller zurücksetzen

Unter Umständen kann es vorkommen, dass der Stadia-Controller auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt werden soll. Dazu müssen die Tasten für den Google Assistant und die Aufnahmefunktion gleichzeitig gedrückt werden.

Der Stadia-Controller

Nach etwa sechs Sekunden beginnt der Controller dauerhaft zu vibrieren. Die Tasten können losgelassen werden und der Controller wird auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Anschließend kann der Controller über die Stadia-App neu eingerichtet werden.

Chromecast Ultra zurücksetzen

Sollte es zu Problemen mit einem Chromecast Ultra kommen oder dieser anderweitig benutzt werden, so sollte dieser auf seine Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Dazu befindet sich am Chromecast Ultra ein entsprechender Button, direkt neben der LED.

Ein Google Chromecast Ultra

Wird dieser Button länger gedrückt, beginnt die LED orange zu blinken. Sobald sie anschließend weiß leuchtet, kann der Button losgelassen werden. Anschließend startet der Chromecast Ultra neu und setzt sich auf die Werkeinstellungen zurück. Danach kann der Chromecast neu eingerichtet werden.

wAP ac wird in WinBox per LAN nicht gefunden

Bei dem Anschluss eines wAP ac von MikroTik, wunderte ich mich das dieser nicht über die in WinBox eingebaute Neighbors-Funktionalität gefunden wurde. Der Router war über die LAN-Schnittstelle an das Netzwerk angeschlossen. Bei der Standardkonfiguration des wAP ac als Access Point werden Pakete von der LAN-Schnittstelle allerdings gedroppt, sodass das entsprechende Auffinden des Routers nicht funktioniert.

Nach einem korrekten Reset befindet sich der Router im CAPs-Modus

In meiner Konfiguration sollte der Router als CAP konfiguriert werden, sodass der AP zentral über den CAPsMAN, den eingebauten WLAN-Controller der MikroTik-Router, verwaltet werden kann. Der Versuch die Einstellung über das Quick Set vorzunehmen scheiterte. Der Grund hierfür lag daran, dass der wAP ac für den Betrieb im CAPs-Modus zurückgesetzt werden muss.

So muss der Reset-Button gedrückt werden und das Gerät anschließend mit Strom versorgt werden. Nach fünf Sekunden fangen die LEDs an zu blicken und nach weiteren fünf Sekunden leuchtet sie wieder dauerhaft. An dieser Stelle muss der Reset-Button wieder losgelassen werden. Die Konfiguration des Routers wird zurückgesetzt und anschließend befindet sich der Router in der CAPs-Konfiguration und kann über die LAN-Schnittstelle konfiguriert werden.

Konfiguration eines MikroTik-Routers über das Terminal setzen

Nachdem mit einem MikroTik-Router eine Verbindung hergestellt wurde, kann die Konfiguration des Gerätes einfach über das Terminal ausgelesen bzw. exportiert werden. Dazu muss eine Verbindung per SSH hergestellt werden:

ssh admin@192.168.1.1

Anschließend wird der Nutzer von einem Prompt begrüßt:

[admin@192.168.1.1] >

Die Konfiguration kann im Terminal mittels des Befehls:

/export verbose

ausgegeben werden. Hierbei wird die komplette Konfiguration des Routers ausgegeben. Sinnvoller ist es in den meisten Fällen den Befehl:

/export compact

zu benutzen. In diesem Fall wird nur die Konfiguration ausgegeben, welche sich von der Standardkonfiguration des Systems unterscheidet. Alternativ kann einfach der Befehl:

/export

genutzt werden, welcher standardmäßig, seit Version 6 des RouterOS, die Variante compact nutzt. Soll eine exportierte Konfiguration importiert werden, so kann hierfür der Befehl:

/import

genutzt werden. Bei dieser Operation wird vom System nach einem Dateinamen gefragt, in welchem die entsprechende Konfiguration hinterlegt ist. Anlegt werden kann eine solche Datei über dem Export-Befehl:

/export file=configuration.rsc

Soll stattdessen ein neues bzw. zurückgesetztes Gerät mit einer neuen Konfiguration bespielt werden, muss die entsprechende Datei erst auf dem Gerät hinterlegt werden. Hierfür kann das Webinterface und dort der Punkt Files genutzt werden.

Über den Menüpunkt Files kann die Konfigurationdatei hinterlegt werden

Über den, auf dieser Seite zu findenden, Upload-Dialog können neue Dateien auf dem Router hinterlegt werden. Die Datei kann beim Import-Befehl direkt mit angegeben werden:

/import file=configuration.rsc

Neben dem Ex- und Import von Konfiguration, kann die Konfiguration auch vollständig zurückgesetzt werden. Hierfür muss der Befehl:

/system reset-configuration

eingeben werden. Nach einer Sicherheitsabfrage:

Dangerous! Reset anyway? [y/N]:

und der Bestätigung derselben wird die Konfiguration vollständig zurückgesetzt.